Grave Digger – Exhumation – The Early Years


Geschrieben von Jörg Schnebele

Band: Grave Digger

Album: Exhumation – The Early Years

Plattenfirma: Napalm Records

Veröffentlichung: 23.10.2015

 

Nun ja, Wiederveröffentlichungen sind so eine Sache: entweder die Originale sind nicht mehr zu bekommen, und wenn, dann nur für teuer Geld, oder man will einfach die Bandkasse etwas aufpolieren.

Beide Gründe scheinen hier eher bedingt Bestand zu haben, schließlich hat man die alten Songs neu eingespielt. Einfach die alten Aufnahmen aufzupolieren wäre sicherlich kostengünstiger gewesen.

Dass hier noch zwei neue Tracks zu finden sind, lassen wir mal außer Acht.

Ich habe mich im Vorfeld gefragt, inwieweit mich die neuen Aufnahmen nun begeistern könnten. „Heavy Metal Breakdown“ fand ich von der damaligen Produktion einfach nur unterirdisch.

Schließlich hatte man damals kaum Erfahrungen und technische Möglichkeiten, gute Produktionen mit kleinem Budget hinzubekommen. Aber die Songs waren klasse.

„Witch Hunter“ gefiel mir dagegen schon deutlich besser: zwar immer noch recht ungeschliffen (was ja auch Absicht der Band war/gewesen sein konnte) aber soundmäßig deutlich überzeugender.

Schnell mal einen Griff in die Vinylsammlung getan und siehe da, „Witch Hunter“ wurde 1985 veröffentlicht; also vor genau30 (!!!) Jahren.

Die Bilder der Jungs mit karierten Spandexhosen amüsieren… Aber weichen wir nicht vom Thema ab.

Die Neueinspielungen lassen den Charme der ursprünglichen Aufnahmen nicht vergessen, das ist für mich klar.

„Exhumation“ zeigt halt den Status Quo, den die Band heute bietet, wenn bei den Gigs die alten Perlen wie „Heavy Metal Breakdown“, „Witch Hunter“, „Get Away“…. dargeboten werden.

Für Kids, die Grave Digger erst die letzten zehn bis fünfzehn Jahre kennengelernt haben, besteht die Frage nach gut, besser, überzeugender gar nicht.

Alte Säcke wie ich vermögen allerdings nicht, den 80er Einfluss abzuschütteln.

Unter diesem Eindruck will ich mich auch nicht erdreisten, „Exhumation“ zu bewerten: Alle, die die Frühwerke der Band nicht im CD Regal haben können hier getrost zugreifen.

Die Riege mit „friedhofsblonden“ Haaren werden ohne Zweifel die Originale genauso oft aus der Sammlung kramen.

Tracklist:

  1. Headbanging Man
  2. Fire In Your Eyes
  3. Witch Hunter
  4. Shoot Her Down
  5. Stand Up And Rock
  6. Heavy Metal Breakdown
  7. Enola Gay – Drop The Bomb
  8. Get Away
  9. We Wanna Rock You
  10. Playing Fools
  11. Here I Stand
  12. Tyrant
  13. Paradise
  14. My Private Morning Hell
  15. Young And Dangerous

 

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