Frenemy Society – ars moriendi

© Frenemy Society

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Frenemy Society
Album: ars moriendi
Genre: NuMetal / Crossover
Plattenfirma: keine
Veröffentlichung: 02.11.2019

 

Mit ihrem Album ARS MORIENDI haben die fünf Jungs vom FRENEMY SOCIETY am 02. November ihr Debütalbum vorgelegt. Das Cover täuscht ein wenig, die Nordhäuser spielen einen bunten Mix verschiedener Stile, der sich dann am besten als NuMetal oder Crossover bezeichnen lässt. Im Jahre 2010 gegründet hat man bisher 3 EPs veröffentlicht die alle noch auf deren Bandcamp Seite zu haben sind. In der jetzigen Besetzung agiert man mittlerweile seit 2013.

Zwölf Songs voller Abwechslung hauen uns FRENEMY SOCIETY um die Ohren. Irgendwo zwischen ‘Limb Bizkit’ und ‘Korn’ mit Punk und Metalcore vermischt blitzt auch mal Funk und Rap auf. Hört sich erst mal wilder an als es wirklich ist. Musikalisch kann sich die Band damit durchaus blicken lassen. Vor allem Live stelle ich mir dieses Päckchen richtig spannend vor.

Womit ich so meine Probleme habe ist allein der Gesang. Weniger die Growls stören da, mehr die Clean Vocals, Raps und die Screams. Das sitzt noch nicht so, da fehlt Druck und Kraft in der Stimme. Das wirkt leider etwas dünn. Mit den Growls klappt das besser, wenn auch manchmal etwas aufgesetzt.

Ebenso vielschichtig sind die Texte gehalten, die hauptsächlich in Englisch gesungen werden, aber auch immer wieder mit deutschen Lyrics erweitert, unterbrochen oder ersetzt werden. Also auch hier, ein bunter Gemischtwarenladen. Bei den Stücken WE ARE und MIND=LESS hat man zudem zwei Gastsänger dabei, die aber nicht wirklich einen großen Unterschied machen.

Anpieltipps? Da fällt mir PROM NIGHT ein, zu dem auch ein Video gedreht wurde. Mit einem satten Groove ausgestattet und Ohrwurmverdächtig. Da wird im Refrain auch mal melodischer zu Werke gegangen. Ebenso können ANTIGONISH und UNENDLICH noch bei mir punkten, LASS MICH LOS bietet rein deutsche Vocals und sehr melodische Parts.

Der Rest lässt recht wenig Eindruck bei mir aufkeimen. So vielfältig die Songs sind, so schwer fällt es der Band zuzuhören und sich einen positiven Gesamteindruck zu verschaffen. Am meisten stört halt der “unausgereifte” Klargesang. Für diese Art der Musik braucht es einen kräftigen Gegenpart der nicht in der fetten Soundwand untergeht. Wünschen wir der jungen Band, dass sie daran arbeitet und sich vielleicht ein wenig im wilden Stilmix reduziert. Denn an ihren Instrumenten sind sie eigentlich wahre Könner.

von mir gibt es 6 von 10 Hellfire-Punkten

 

Tracks:

01 – Wake up
02 – The beauty and the truth
03 – Prom night
04 – We are (feat. David – Choke Pear)
05 – The darkness
06 – Interlude
07 – Shizophrenic
08 – Insanity of love to hate
09 – Mind=Less (feat. DID – Candero)
10 – Antigonish
11 – Unendlich
12 – Lass mich los

 

Line-Up:

Padde: Vokillz
Dreas: Volkillz / Rap
Marco: Drumz
Mario: 5-stringz
Henry: 6-stringz

 

Weitere Infos:

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Bandcamp

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