
© Eradikated
Geschrieben von: Stefan Lorenzen
Band: Eradikated
Album: Wiring of Violence
Genre: Thrash Metal
Plattenfirma: Indie Recordings
Veröffentlichung: 08.05.2026
Nach ihrem Debüt „Descendants“ (https://www.hellfire-magazin.de/eradikated-descendants/), das in ihrem Heimatland Schweden sogar für den Grammy nominiert war, kommt jetzt ihr zweiter Longplayer „Wiring of Violence“ auf den Markt. Doch kann man auch an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen oder sich sogar noch ein Stück weiterentwickeln. Das werden wir jetzt über 11 Songs herausfinden.
ERADIKATED steht für Thrash-Metal der an die 80er angelehnt ist. Hier ist besonders SLAYER zu nennen. Dieses lässt der Intro-Opener „… and on the Economy“ schon erahnen. Dabei ist es nicht ganz ein Intro. Es werden verschiedenste Nachrichtensprecher eingespielt und dazu ein wenig gethrasht. Doch schon beim nächsten Song, der auch Vorabsingle ist, „British Petroleum“ geht es gewohnt thrashig zur Sache. Gespickt mit einem schönen Gitarrensolo und ordentlichem Riff, startet man vielversprechend.
Mit ordentlich „Crunch“ und groovig geht es dann bei „Again I Rise“ zur Sache. Ein Killerriff lässt hier sicher die Mähnen ordentlich fliegen. Hier merkt man die Weiterentwicklung im Sound, weniger Geschwindigkeit und dazu ein Mitgröhl Chorus. Raffiniert, aber ein richtiger Brecher. Das folgende „Culling“ ist dann wieder harte Thrash Attacke alá SLAYER und wieder ein ausgereifteres Gitarrensolo abgefeuert wie noch beim Vorgänger.
„Tsar“ ist dann mit etwas mehr als 2 Minuten Spielzeit, der Track der voll auf die 12 geht. Atemberaubendes Tempo und Elvin als wahre Screaming-Machine. Beim folgenden „Precipice“ wirkt es als wenn man sich ein wenig von MACHINE HEAD hat inspirieren lassen. Der Titeltrack „Wiring of Violence“ ist dann wieder ERADIKATED pur, wie man sie vom Debüt kennt.
„Confession – Obsession“ fängt mit einem grummelnden Bass an und ist eines der wenigen „ruhigeren“ Stücke, was aber auch mit ordentlich Double-Bass Drumming gespickt ist. Mit „Ashes“ geht es dann wieder ordentlich zur Sache und der Gesang wird teilweise sogar gegrowlt. Hierbei wirkt das Schlagzeug wie bei ANTHRAX. Das ist dann auch schon der letzte „reguläre“ Track. Das „Outro“, „And Cats!“ ist dann schon wieder ein eingespielter Text.
Damit endet dann der neue Longplayer und wir widmen uns wieder der anfänglich gestellten Fragen. Bleibt man sich treu oder entwickelt man sich sogar weiter? Ich würde sagen beides. Man hat am Sound gefeilt und ist weg von massenhaften Riffattacken. Natürlich gibt es einige Momente wo man mehr klotzt als kleckert, aber man ist bemüht auch etwas filigraner zur Sache zu gehen. Die Gitarren wirken direkter und üben mehr Druck aus, der Bass untermalt das Ganze passend und das Drumming wirkt auch trockener und „straight in da face“. Auch beim Gesang versucht man ein wenig flexibler zu sein. Also ist es eine Weiterentwicklung zum Debüt, aber auch keine völlige Abkehr davon.
Mein Anspieltipp: Ashes
Von mir gibt es 9 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 … and on the Economy
02 British Petroleum
03 Mortality
04 Again I Rise
05 Culling
06 Tsar
07 Precipice
08 Wiring of Violence
09 Confession – Obsession
10 Ashes
11 And Cats!
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