
© Extinct
Geschrieben von: Stefan Lorenzen
Band: Extinct
Album: In Conspiracies We Trust
Genre: Thrash Metal
Plattenfirma: MDD Records
Veröffentlichung: 07.05.2026
Die Schleswig-Holsteiner wollen mit ihrem nächste Longplayer an den viel beachteten Vorgänger „Incitement of Violence“ anknüpfen und das nächste Kapitel ihres Schaffens beginnen. Dabei gelingt es der Band nicht nur ihren Sound zu „konservieren“, sondern ihn weiterzuentwickeln und noch melodischer und zielstrebiger zu präsentieren. Direkt der Opener „The Conservative Reactionary Wokeness Strikes Back“ macht dieses deutlich. Die Gitarren ordentlich fett und das Schlagzeug direkt ins Gesicht.
Schon der nächste Song zeigt die komplette Bandbreite der Band aufs vorzüglichste. „Wladon in Wonderland“ hat alles zu bieten, was ein ordentlicher Thrash Song braucht. Geschwindigkeit und teils massives Double-Bass Drumming. Hier gelingt es auch ein ums andere Mal noch viel melodischer zu klingen wie noch beim Vorgänger. Eine richtig starke Nummer.
Mit „March of the Extinct Squad“ ,(ob es die Fortsetzung vom Song „Extinct Squad“ vom Vorgänger ist, müsste man die Band mal zu Rate ziehen), wird es richtig groovig und Headbanging ist hier Pflicht. Ein wenig erinnert mich der Gitarrensound an Gary Holt zu Zeiten von Exodus „Fabulous Desaster“. Auch hier gespickt mit Melodie.
„Egoplasma“ ist da sehr gemächlich und für mich ein eher schwächerer Song des Albums. Erinnert aber ein wenig an Slayer. Die Vorabsingle „In Conspiracies We Trust“ ist da schon wesentlich „rotziger“ und hier gibt es teils auch ordentlich Tempo. Auch die Hintergrundchöre sind hier besser zu vernehmen.
Bei „Enlightenment“ eröffnet der Bass ein weiteres Thrash Massaker. Das ordentlich ins Gesicht drückt. Mit dem letzten Stück des Albums „Seizure of Power“ gibt es zu Beginn Akustikgitarren zu hören und vermittelt den Eindruck das es balladesk werden könnte. Hier drängt sich mir sofort irgendwie IN FLAMES in den Sinn. Die es ja total beherrschten, ruhige Passagen mit ordentlich Druck zu füllen.
Wer dem Vorgänger schon positiv zugestimmt war, sollte hier unbedingt zugreifen. Ein starkes Album das den nächsten Schritt auf der Entwicklungsskala von EXTINCT macht. Mehr Melodie ohne dabei zu vergessen sich am 80er Thrash zu bedienen. Es ist immer schwer den Vorgänger zu übertreffen, aber hier ist es für mich mit Raffinesse und Mut gelungen.
Von mir gibt es 9,5 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 The Conservative Reactionary Wokeness Strikes Back
02 Wladon in Wonderland
03 March of the Extinct Squad
04 Bullshit Priorities
05 Egoplasma
06 In Conspiracies We Trust
07 Enlightenment
08 Sit Vis Pacem
09 Seizure of Power
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