Empire Of Giants – Die ganze Farbpalette ausnutzen

© Empire Of Giants

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Diesmal sprachen wir mit Kira und Basti von Empire Of Giants aus Berlin, die im Mai ihr neues Album „Iceolation“ veröffentlichen.

HF: Für einen Rezensenten seid ihr ja schon ein bisschen ein Albtraum 😉 Wenn man willkürlich in drei Tracks eures Album reinhören würde, würde man wahrscheinlich mindestens drei verschiedene Genres als Zuordnung genannt bekommen. Wie kommt diese doch außergewöhnliche Mischung bei euch zustande? Spielen da auch unterschiedliche musikalische Hintergründe eine Rolle?
 
Kira: Diese Vielfalt ist genau das, was wir selbst mögen. Man soll sich bei unserer Musik nie langweilen, immer überrascht werden, und wir haben Spaß, die ganze Farbpalette auszunutzen. Es gab für das Album aber nie einen Plan im Sinne von: jetzt machen wir mal eine ganz sanfte Ballade und dann noch einen Knüppelsong, in dem nur Basti schreit, und dann noch ein paar komplexere epische Songs. Das gefällt uns einfach alles. Unsere unterschiedlichen musikalischen Hintergründe spielen bestimmt mit rein, aber wir haben andererseits auch immer eine Schnittmenge an Musik, die wir alle mögen. Die Unterschiedlichkeit der Songs kann natürlich ein Segen sein – und gleichzeitig ein Fluch. Manchen fällt es dadurch auch schwerer, uns einzuordnen. Aber diese Bandbreite zeigt nun mal alles, was wir von der Musik wollen, da würde ein einzelnes Genre nie reichen.

HF: In gut drei Jahren Band-Geschichte habt ihr schon mehr auf der Haben-Seite als so manch andere Band, u.a. Gigs quer durch Deutschland und auch ein paar Auslandsbesuche, eine EP und jetzt ein Album… War Empire Of Giants von Anfang an als ein derart intensives Projekt gedacht oder habt ihr euch damit auch selber ein bisschen überrascht?

Kira: Das hohe Tempo war eigentlich sofort da, als wir uns in der finalen Besetzung gefunden hatten. Trotzdem hätte niemand geahnt, wie viel wir nach den 3 Jahren hinter uns haben würden. Wir lieben es wie nichts anderes auf der Welt, live zu spielen. Und um live zu spielen und den Leuten immer eine neue, frische Show zu präsentieren, muss man neue Songs aufnehmen. So kam es, dass wir gewissermaßen nur für das Songwriting und die Albumproduktion ein paar Pausen einlegen. Wir wollen einfach unbedingt in die Welt hinaus mit unserer Musik, das Tempo hat sich da ganz von allein eingestellt.

HF: Auch wenn ihr anscheinend viel Humor und noch mehr gute Laune habt: wie schwierig war die Zeit der räumlichen Trennung von Basti damals wirklich? Fernbeziehungen sind ja in jeder Hinsicht kompliziert, aber als junge Band wahrscheinlich noch eine extra Belastung, oder?

Kira: Aus Bandperspektive hat das eigentlich so reibungslos geklappt, dass es uns selbst überrascht hat. Zu dieser Zeit kannten wir uns schon recht gut, das Live-Set war schon länger eingeprobt. Und so haben wir uns eben alle 2 Wochen zu den Gigs getroffen und waren dann umso euphorischer, in voller Besetzung auf der Bühne spielen zu können. Das war immer wie eine große Wiedersehensparty. Infolgedessen haben wir auch teilweise neue Songs das erste Mal bei Shows live gespielt, ohne sie ein einziges Mal zu sechst geprobt zu haben. Nichtsdestotrotz ist es aber tausend Mal besser, ihn wieder hier zu haben. In der Albumphase wäre das wahrscheinlich schwieriger geworden mit einer Fernbeziehung. Und für Basti war es sicherlich am härtesten, weil er wahnsinnig viel reisen musste.

Basti: Oh man, die Zeit will ich nicht nochmal erleben. Fast alle 2 Wochen hieß es: Donnerstag 21 Uhr Einstieg in den Flixbus in Freiburg, um dann um 9 Uhr ( oder später) in Berlin anzukommen. Dann haben wir zwei Shows gespielt und Sonntag früh ging es zurück, um gegen 22 Uhr wieder in Freiburg zu sein. Natürlich war es sehr anstrengend, aber ich habe nicht einmal daran gedacht, die Band zu verlassen. Meine damalige Freundin fand das natürlich nicht soo pralle, hat mich aber mega unterstützt, das hat das alles wirklich erträglich gemacht. Im Großen und Ganzen kann ich aber sagen , dass es mir nur gezeigt hat, wie viel mir die Band und die 5 Personen in der Band bedeuten. Für seine Familie macht man das einfach. Ich bin aber sehr froh, wieder in Berlin zu sein und zweimal die Woche proben zu können. 

HF: Ihr habt ja gerade erst das Video zur ersten Single aus eurem Debüt-Album veröffentlicht, aber gleich schon verraten, dass es noch ein Video, also auch noch eine zweite Single geben wird. Welcher Song wird es sein und warum habt ihr gerade diese beiden Stücke als Vorboten für „Iceolation“ ausgewählt?

Kira: Mit “Surface” fingen wir an, da wir den Eindruck hatten, dass der Song sehr zugänglich und eine gute Einladung für Leute ist, die uns vielleicht noch nicht gehört haben. Und “Days of Mayhem” ist unser zweiter Song geworden, damit gleich klar ist, dass In-your-face genauso fester Bestandteil von uns ist wie die melodischen Klänge. Abgehen ist ja wohl nun mal das Beste an einer Metal-Liveshow! Die beiden sind schon mal zum Aufwärmen – ich kann auch schon verraten, dass die dritte Single dann eigentlich die perfekte Quintessenz unseres Sounds von “Iceolation” sein wird, mit einer noch mal ganz eigenen epischen Stimmung.

HF: Die Release-Party zu eurem Album habt ihr ja schon absolviert, aber wie sieht es für alle Nicht-Berliner aus mit Gelegenheiten euch live zu erleben und sich „Iceolation“ zu schnappen? Habt ihr schon Tourpläne in der Schublade?

Kira: Da ist schon einiges in Planung! Wir sind dieses Jahr noch auf dem Berliner Rocktreff Open Air zu sehen sowie beim Rockende Eiche Biesenthal und dem Seedorf Open Air in der Lüneburger Heide. Der Norden kann uns außerdem auf unser bisher größten Show, in der Markthalle Hamburg als Supportband für Lord of the Lost, sehen – das dauert aber noch bis zum 6. Dezember. Des Weiteren wird noch eine größere Tour durch Deutschland geplant, aber dazu gibt es dann bald Näheres!

HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg mit eurem Album.

Interview: Katja Maeting

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