Elvenking – Reader Of The Runes-Divination

(C) Elvenking

Geschrieben von: Klaus Saalfeld
Band: Elvenking
Album: Reader Of The Runes – Divination
Genre: Melodic Power / Folk Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 30.08.2019

Knapp zwei Jahre nach ihrem letzten Output “Secrets Of The Magick Grimoire” legen die italienischen Folk-/Power Metaller ELVENKING mit Album Nummer zehn nach. Und obwohl mit den bisherigen Veröffentlichungen eine stetige Weiterentwicklung einherging, soll mit der neuen Scheibe “Reader Of The Runes – Divination” ein vorläufiger Höhepunkt im Kreativprozess erreicht sein, denn schließlich sei das Album “möglicherweise die direkteste und extremste Platte, die wir je geschrieben haben”. Die Fans dürften der Band zufolge beeindruckende Melodien, Folkelemente, akustische Atempausen ebenso wie knallharte Einschübe erwarten, und mancher würde gar behaupten, es sei die beste Scheibe, die die Italiener bislang veröffentlicht haben.

Von diesen großspurigen Ankündigungen einmal abgesehen stellt “Divination” den Auftakt der wohl mehrere Kapitel umfassenden Geschichte von “Reader Of The Runes” dar, so dass auf den kommenden Alben mit entsprechenden Fortsetzungen zu rechnen ist. Und zumindest was die beschriebenen Elemente betrifft, haben die Jungs den Nagel auf den Kopf getroffen. Nach einem folkloristischen Intro startet “Heathen Devine” erstmal mit akustischen Tönen, ehe die Band in die Vollen geht und einen lupenreinen Melodic Power Metal Track hinlegt, bei dem Folk Zusätze eher spärlich gesät sind. Dafür glänzt die Nummer ebenso mit einer packenden Melodie wie das nachfolgende “Divination”, wobei ersterer noch eine Spur mehr heraussticht.

Auf “Silverseal” wird das Tempo dann ein wenig gedrosselt, so dass sowohl Violine als auch Gitarre mit einem feinen Solo brillieren können. Ist der Refrain bei diesem Song schon sehr cheesy ausgefallen, so legt “The Misfortune Of Virtue” mit seinem Schunkel Chorus sogar noch eine Schippe drauf, der dennoch einen gelungenen Kontrast zu den harschen Strophen darstellt. Bei “Eternal Eleanor” werden dann Akustik Gitarre und Violine ausgepackt und ELVENKING driften in Skyclad mäßige Folk-Rock Gefilde ab, und das rein akustisch gehaltene “Diamonds In The Night” wiegt den Hörer dann beinahe endgültig in den Schlaf.

“Under The Sign Of A Black Star” ist dann wieder Melodic Metal par excellence, bei dem die Folk Anteile vorübergehend eingemottet werden. Auf “Malefica Doctrine” präsentiert die Band dann das gesamte Spektrum ihres Könnens, angefangen von eingestreuten Blast Beats über vereinzelte Growls, fetten Riffs, Violinen-Solo und Breitwand-Chor stellt der Song neben dem noch folgenden Titeltrack wohl das interessanteste Stück der Scheibe dar. Mit “Sic Semper Tyrannis” und “Warden Of The Bane” folgen zwei starke Mid-Tempo Hymnen, ehe das fast elfminütige “Reader Of The Runes – Book I” nochmal einen draufsetzt. Der knapp elfminütige Schluß-Song besticht durch variables Tempo, großem Chorus sowie abwechslungsreichen Instrumentierungen einschl. Melo-Death Part und sorgt für einen würdigen Abschluss des Albums.

ELVENKING haben mit Album Nummer zehn auf den ersten Blick alles richtiggemacht. Die Scheibe verfügt über haufenweise eingängige Songs, die sich förmlich zum Mitsingen aufdrängen. Auch das Verhältnis von Melodic Power Metal und Folk Anteilen ist sehr ausgewogen ausgefallen, lediglich in der Mitte des Albums schwächeln die Italiener ein wenig. Ob “Reader Of The Runes – Divination” nun tatsächlich, wie eingangs behauptet, als ELVENKING’s Opus Magnum durchgeht, bleibt dem geneigten Hörer überlassen. Die Chancen stehen aber zumindest nicht schlecht.

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire-Punkten

Trackliste:

  1. Perthro
  2. Heathen Divine
  3. Divination
  4. Silverseal 
  5. The Misfortune Of Virtue
  6. Eternal Eleanor
  7. Diamonds In The Night
  8. Under The Sign Of A Black Star
  9. Malefica Doctrine 
  10. Sic Semper Tyrannis 
  11. Warden Of The Bane
  12. Reader Of The Runes – Book I

Line Up:

Damnagoras: Gesang
Aydan: Gitarre
Rafahel: Gitarre
Jakob: Bass
Lancs: Drums
Lethien: Violine

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Video zu “Silverseal”
Video zu “Divination”

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