Dirkschneider – 22.03.2016 – Köln – Essigfabrik

Geschrieben von Dirk Draewe

Teutonen-Metal aus Speyer
Die Metal-Schlacht des Abends eröffnen Palace aus Speyer. Ich musste dann schon mal rasch googlen, denn der Name sagte mir gar nix. Dann oh Wunder… schon das 7. Album, unter anderem Tour mit Primal Fear und Brainstorm sowie Lord. Irgendwie ist da was an mir vorbei gegangen, also mal gespannt die Lauscher aufsperren. Die Songs kommend für mich erfrischend mit ordentlich Wumms an, aber nach dem 3. Song klingt alles etwas langweilig. Die Stimmung in der bis dahin noch spärlich gefüllten Essigfabrik hält sich dementsprechend auch noch in Grenzen und ich hoffe inständig, dass die Halle noch voller wird. Nach gut 30 Minuten Spielzeit verlassen Palace die Bühne und die Spannung auf Anvil steigt.

© Photos by Dirk Draewe (www.draewe.de bzw. facebook.com/pixxelkunst)

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Kanadischer Kult-Metal
Man nehme einen Sänger mit Gitarre, einen Bassisten und ein Double-Bassdrum… schmeckt es dann noch mit kanadischer Würze ab und schon rockt es in Form von Anvil. Trotzdem hätte ich mir einen noch fetteren Sound durch eine zweite Gitarre gewünscht, denn irgendwie ist das alles etwas dünn. Aber im Gegensatz zu Palace, ist die Halle nun schlagartig gefüllt, der Mob feierte und die Spielfreude ist geradezu ansteckend. Ausgelassene Sprechgesänge, die Metalfäuste und das Haar flogen… ja Shouter Lips wusste was die Fans sehen und hören wollten. Aber zusammenfassen muss ich sagen, dass es ein ordentliches Brett war, was da die drei Kanadier da auf die Bühne zauberten. Wie sollte das nur bei Dirkschneider werden? Die Halle war zumindest schon rappelvoll… beste Voraussetzungen für die Farewell To Accept Show von Udo Dirkschneider.

© Photos by Dirk Draewe (www.draewe.de bzw. facebook.com/pixxelkunst)

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Reise durch alte Metal-Kracher
Allerdings mussten wir uns noch kurz gedulden, da es auf der Bühne noch einen Heiratsantrag aus dem Publikum gab… an dieser Stelle wünscht das Hellfire-Magazin dem jungen Paar alles Gute auf ihrem gemeinsamen Lebensweg. Danach ging endlich das Licht aus und die Regler an den Verstärkner wurden nach oben geschoben. Los ging es mit einer extralangen Version von David Lee Roth`s „Just a Gigolo“ und ich ertappte mich bei Stoßgebeten, dass das Intro doch so langsam aufhören könnte. Irgendjemand hatte wohl Gnade mit mir und das Intro zu „Starlight Express“ schnitt uns unter gleißend hellen Strobo-Lampen regelrecht die Eingeweide auseinander. Allerdings machten uns Konzert-Fotografen sowohl die Strobo-Lampen als auch diffuser Dauernebel, gepaart mit grün und rotem Licht das Leben für gute Fotos echt schwer.

Aber die Fans störte es nicht, denn sie waren wegen den Accept-Krachern und der unverwechselbaren Stimme von Udo Dirkschneider gekommen und dieser ließ den Fans während der Show kaum eine ruhige Minute und knallte einen Hit nach dem andren ins Publikum. Ich kann gar nicht sagen, welcher Song mir am besten gefiel… es war einfach nur ein Fest, auf eine zweistündige Accept-Tour mitgenommen zu werden. „Breaker“, „London Leather Boys“, „Balls To The Walls“… es fehlte absolut nichts um die Fans glücklich zu machen.

Mitten in die Fresse
Als das Intro zu „Neon Nights“ einlud, gab es kein Halten mehr. Aber konnte es noch besser werden… oh ja! Sofort im Anschluss haute man uns mit dumpfen Gitarrenriffs „Princess Of The Dawn“ um die Ohren, die Halle tobte und die Sprechgesänge wurden immer lauter. Dann ein Song, den ich live schon früher so sehr mochte… „Son Of A Bitch“ und sofort danach „Up To The Limits“ mitten in die Fresse… sehr sehr geil!

Wer aber denkt, dass damit schon das Pulver verschossen worden sei, wurde bei den Zugaben eines besseren belehrt. Die Regler am Verstärker wurden schon fast schmerzhaft bis zum Anschlag gedreht und unter andrem mit „Fast As A Shark“ und einem kräftigen, von den Fans gebrüllten „Heidi Heido Heida“ gefolgt von der Hymne „Balls To The Wall“ und dem Kracher „Burning“ ging ein grandioser Metal-Abend zu Ende.

Unvergleichlicher Abend
Trotz aller Euphorie über das geniale Set und der Stimmung in der Halle, muss ich jedoch eins anmerken. Die Show von Dirkschneider wirkte zumindest auf mich etwas statisch und schon fast wie einstudiert… keine Ahnung woran es lag, vielleicht bin ich einfach mit zu viel Vorfreude hingegangen.

Aber trotz allem bleibt mir nur zu sagen und das meine ich wirklich ehrlich: „Danke Udo für diesen unvergleichlichen Abend und zwei Stunden guten altem Metal… ich werde die Accept-Songs mit Deiner unverwechselbaren Stimme live auf der Bühne vermissen.“

Setlist Dirkschneider:

  • Starlight
  • Living for Tonight
  • Flash Rockin Man
  • London Leatherboys
  • Midnight Mover
  • Breaker
  • Head over Heels
  • Neon Nights
  • Princess of The Dawn
  • Winterdreams
  • Restless and Wild
  • Son of a Bitch
  • Up to the Limit
  • Wrong is Right
  • Midnight Highway
  • Sreaming for a Love-Bite
  • Monsterman
  • TV War
  • Losers and Winners

Zugaben

  • Metal Heart
  • I´m a Rebel
  • Fast as a Shark
  • Balls to the Wall
  • Burning

© Photos by Dirk Draewe (www.draewe.de bzw. facebook.com/pixxelkunst)

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