Die Dropkick Murphys sorgten im Wiesbadener Schlachthof für ordentliche Begeisterung!

Dropkick Murphys live @ Schlachthof Wiesbaden // 12-07-2022 © Marco G.

 

Geschrieben von Marco Gräff // Fotos by gräffix by Marco G.

 

Schlachthof Wiesbaden // 12.07.2022. Mehr als zweieinhalb Jahre hat es gedauert, dass ich mal wieder ein „richtiges“ Konzert in einer „richtigen“ Location besuchen konnte, bzw. als rasender Reporter in Diensten des Hellfire tätig zu sein. Die DROPKICK MURPHYS habe ich vor Unzeiten (30.01.2010) mal live erlebt, damals in Offenbach zusammen mit ‚Sick Of It All‘. Seitdem habe ich immer wieder darauf gewartet, die Band aus Boston mal wieder live zu sehen. Und nun war es endlich soweit. Dazu noch mit Fotopass. Konnte ja nur ein guter Abend werden.

Und doch konnte ich mich nicht so richtig freuen. Die blöden Coronazahlen kennen aktuell nur einen Weg und da muss man sich schon fragen, ob eine Veranstaltung mit gut 1.800 Besuchern in einer Halle sinnvoll ist. Doch wie dem auch sei, das Leben muss weitergehen, auch mit einer neuen Krankheit. Los werden wir die eh nicht mehr.

Daher zum Eigentlichen. Folk, Punk und Rock n‘ Roll sollten an diesem Abend regieren. Den Beginn bei noch überschaubarem Publikum machte der ebenfalls in Boston beheimatete Solokünstler JESSE AHERN mit einem Singer Songwriter Akustik Set mit Gitarre und Mundharmonika. Das war eher Musik für Lagerfeuerromantik oder einen verkaterten Sonntagmorgen. Relativ statisch agierte der Mann auf der Bühne und bemühte sich redlich die größer werdende Menge zu animieren. Was sichtlich schwer fiel. Eine gute halbe Stunde durfte er das versuchen. Immerhin bekam er seinen verdienten Applaus, wenn auch nur anstandshalber.

Ganz anders dagegen war das Bild beim zweiten Act des Abends BOOZE & GLORY. Die Jungs aus London hatte ich noch in bester Erinnerung von ihrem Auftritt auf der „Persistence Tour 2019“ an gleicher Stelle. Und gefühlt war die Band an diesem Abend noch viel besser drauf. Von Anfang an war Feuer in der Bude. Das Publikum war hellwach und dermaßen feierwütig, man hätte denken können der Hauptact stünde schon auf der Bühne. Ihre politisch motivierten Punk Songs alter Schule trafen den Nerv der Zuschauer, viele trugen auch Bandshirts der britischen Band. Und die hatte ebenso viel Spaß, das war mehr als offensichtlich. Der Weg für die DROPKICK MURPHYS war bereitet, die mussten sich nur richtig anstrengen, das zu toppen.

Aber mal ehrlich, daran zweifelte eigentlich niemand auch nur einen Moment. Und nach dem Intro ging es auch schon ab. Kurzes Dudelsack Intro und die mannstarke Band stürmte die Bühne. Sänger und Frontmann Ken Casey zog es gar gleich zum Publikum und stürzte sich auf den Wellenbrecher um die beinah ekstatische Menge abzuklatschen. Und das wiederholte er den ganzen Abend über. Gerade ist die Band mit ihrem neuen Album „Turn up that dial“ unterwegs, folglich waren auch die meisten Songs des Abends von der neuen Platte. Früh spielte man auch schon den Über-Hit Johnny, I hardly knew ya vom 2007er Album „The meanest of times“, und spätestens hier sang und sprang der ganze Schlachthof mit.

Mal mehr Punk, mal mehr Folk, die MURPHYS hatten den Laden voll im Griff. Ein jeder Song wurde gefeiert, mitgegröhlt, mitgetanzt. Ebenso ein paar Bierbecher flogen, ein paar wenige ließen sich auf der Menge nach vorne tragen. Man darf also ruhig von einem rundum gelungenen Abend sprechen. Die DROPKICK MURPHYS haben mal wieder eindrucksvoll bewiesen, woher der Ruf als geniale Live Band kommt. Und im Januar / Februar 2023 stehen die nächsten Tour Termine der Folk Punk Band auf dem Plan.

 

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Dropkick Murphys

Booze & Glory

 

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