DIAS – Nicht mit Zurückhaltung glänzen

© DIAS

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Diesmal sprachen wir mit Mätti von DIAS, die gerade ihre neue Single „Fabeln & Sagen“ veröffentlicht haben.

HF: Herzlichen Glückwunsch zu eurer Single. Für alle unserer Leser, die euch so wie ich erst jetzt mit „Fabeln & Sagen“ entdecken, stellt euch doch bitte mal vor. Wer sind die Leute hinter DIAS und wie würdet ihr eure Musik beschreiben?

Mätti: Vielen Dank für die Glückwünsche und dieses sweete Interview. Ja, seit dem Frühjahr 2014 treten wir (Philipp, Patrick, Pauly & ich) unter dem Namen DIAS auf. Wir sind eine Alternative Rockband mit eingängigen Melodien, deutschsprachigen Texten, die kein strenges, vordefiniertes Interpretationsgerüst vorgeben, und mit einem leicht melancholischen Soundcharakter. Wir wohnen zurzeit in Stralsund/Rostock, durften aber mittlerweile auch schon weit über die Landesgrenze M-V’s hinaus tolle Liveshows in Clubs und auf Festivals spielen. Wer uns schon einmal live erlebt hat, weiß, dass wir nicht mit Zurückhaltung glänzen. Unser Motto könnte gut lauten: „Wenn du nicht hechelnd und völlig durchgeschwitzt im Schwindelanfall von der Bühne torkelst, machst du‘s nicht richtig.“ 😀
Joa und inzwischen stehen wir kurz vor der Veröffentlichung unserer dritten Platte, die den schönen Namen „Zwischen Sonne und Mond“ tragen wird.

HF: Ihr wart vorher ja alle schon, teils auch zusammen, in anderen Bands aktiv und wart zu Beginn auch mit anderem Bandnamen unterwegs. Sind DIAS die natürliche Fortentwicklung eurer musikalischen Erfahrungen und Einflüsse oder ist es für den ein oder anderen von euch stilistisch auch was komplett neues?

Mätti: Ja, wir haben tatsächlich alle schon in vielen Bandprojekten gespielt, deren Musikstile von Pop bis Punk und sogar bis hin zum Metal/Hardcore reichten. Ich glaube, dass das total wichtig für die Entstehung unseres bisherigen, jetzigen und künftigen Sounds war bzw. ist, denn irgendwie ist ein bisschen von all diesen Stilrichtungen in unseren Songs vertreten. Es ist ein schönes Gefühl, keine Fesseln beim Songwriting angelegt zu haben, sodass wir von vollkommener Härte bis zum extrem gefühlvollen Part alles einfließen lassen dürfen. Und das würde nicht so gut funktionieren, wenn wir dabei nicht auf die Erfahrungen, die ein jeder von uns in seinen vorherigen Bandprojekten gesammelt hat, zurückgreifen könnten.

HF: Apropos Erfahrung, ihr sagt ja selber, dass sich euer Sound und eure Texte im Laufe der Zeit immer weiterentwickelt haben. Hättet ihr einen Song wie „Fabeln& Sagen“ auch schon vor ein paar Jahren schreiben können, oder muss man gewisse Erfahrungen selber gemacht haben, um authentisch über sie singen zu können?

Mätti: Den Songtext von „Fabeln & Sagen“ hätte ich tatsächlich nicht vor ein paar Jahren in dieser Form schreiben können. Darin sind so viele Geschichten, Ereignisse, Eindrücke, Gedanken und innere Auseinandersetzungen vertreten, die ich nicht hätte nur erfinden können. Ganz grundsätzlich möchte ich aber zu unseren Texten sagen, dass es keine vorgetragenen Tagebucheinträge von uns oder mir sind. Ich mag es sehr, dass nicht nur eigene Erlebnisse in unseren Songs verarbeitet werden, sondern auch ein großer Teil Fiktion, Fantasie und erfundene Geschichten darin versteckt sind. Das Grundthema von „Fabeln & Sagen“ bin ich sicher nicht zum ersten und auch nicht zum letzten Mal angegangen. Ich bin gespannt, wie ich demnächst darüber schreiben und singen werde.

HF: Besonders eingeprägt hat sich bei mir die Zeile „Denn vielleicht liegt ja mein Glück schon darin, nach Glück zu streben“. Ist die Musik für euch das Glück oder der Weg dahin? Inwiefern ist DIAS Ausdruck oder Ursprung eures eigenen Glücks?

Mätti: Es freut uns total, dass sich die Kernaussage des Textes bei dir eingeprägt hat. DIAS ist für uns mittlerweile mehr als ein Hobby. Diese Band ist einer der wichtigsten Bestandteile unseres Lebens geworden. Sie macht uns glücklich und wir brauchen sie, um glücklich zu werden. DIAS beschreibt somit sowohl den Glückszustand als auch den fortlaufenden und nie endenden Prozess des Glücklichwerdens.

HF: Anfang September erscheint eure EP, die ihr bei eurem Feature Gast Christoph Wieczorek aufgenommen habt. Was könnt ihr uns schon über euer neues Werk verraten?

Mätti: Wir wollten ganz bewusst mit „Zwischen Sonne Und Mond“ keine zweite „Alaska“-Platte schreiben, und es ist daraus nicht nur etwas Neues, sondern sozusagen der reifere, große Bruder der Vorgängerscheibe entstanden. Geblieben ist natürlich unser Grundstil, den wir so lieben. Was jedoch neu ist, ist der Grad an Kritik, das Spielen mit Härte und Gefühl und die Wucht des Sounds. Unsere Single „Fabeln & Sagen“ verkörpert so ziemlich die Mitte von all dem. Ihr dürft euch also genau auf solche Klänge, aber auch auf den Ausbruch / das Ausreißen von dieser Mitte freuen.

HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und sind gespannt auf eure EP.

Mätti: Vielen Dank. Hat echt Spaß gemacht 🙂 Hoffentlich bis bald.

Interview: Katja Maeting

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