Bei mir läuft (fast) immer irgendwie Musik

Klaus gehört seit Mai 2017 zum Hellfire-Team und wie das so bei Online-Magazinen ist, kennt man sich i.d.R. meist nur per Telefon, E-Mail, Facebook oder Whatsapp. Wir zwei hatten aber das Glück, uns schon mal live getroffen zu haben, nämlich beim Rockaue-Festival im Juli 2017 in Bonn. Im Rahmen unserer Quick5-Team-Interview-Serie wurdest Du mir als mein Interview-Partner zugelost, also legen wir mal los 😉

 

HF: Erzähl unseren Lesern doch einmal, wie es dazu kam, dass Du bei uns mitmachen wolltest? Was waren Deine Beweggründe, wer hat Dich auf uns aufmerksam gemacht (ich weiß es ja) und was mich als Chef ganz besonders interessiert… hast Du die Entscheidung je bereut? Keine Angst, Du kannst ruhig ehrlich sein, Du wirst nicht gekündigt 😉

Klaus: Genau, denn Sklaven kann man nicht kündigen, wir müssen verkauft werden!
Aber um auf Deine Frage zurückzukommen, im Mai vergangenen Jahres fragte mich Katja, mit der ich auch beruflich zu tun habe, ob mir für ein Interview mit Dragonforce eine Frage einfallen würde. Auf meine etwas verdutzte Nachfrage – ich wusste bis dato nichts von ihrem „Nebenjob“ – erklärte sie mir was sie macht und wie es dazu kam. Und im nächsten Satz fragte sie mich auch schon, ob ich nicht auch Lust hätte einzusteigen, da sie meine Vorliebe für etwas härtere Töne kannte. Da die Sache doch sehr interessant klang, habe ich einfach mal spontan zugesagt. Der Rest ist Geschichte!

Ob ich es jemals bereut habe? Nun ja, beim Hören der einen oder anderen Scheibe schon 😉

 

HF: Ich finde, dass die Mitarbeit in einem Musik-Magazin schon sehr prägt, zumindest kann ich das von mir behaupten. Ich höre mittlerweile Metal- und Rock-Genres, die ich früher nie gehört habe. Hat sich durch Deine Tätigkeit bei uns Dein musikalischer Horizont auch erweitert, ist er gleich geblieben oder sogar weniger? In diesem Zusammenhang natürlich auch die Frage, hörst Du, da Du ja auch viel Rezensionen machst, überhaupt noch andere Musik?

Klaus: Ich habe schon seit langem einen recht breit gefächerten Musikgeschmack, soweit es Rock und Metal betrifft, von daher hat sich seit Beginn meiner Hellfire Tätigkeit nichts geändert. Manche Genres höre ich mir nach wie vor nicht an, das überlasse ich unserer Schwarzwurzel und Core Abteilung.

Bei mir läuft (fast) immer irgendwie Musik, selbst im Büro. Da ich aber nicht ständig nur neue Alben mit Kritikerohren hören will, leg ich zwischendrin immer irgendwas Bekanntes auf. Man will ja seine Favoriten nicht vernachlässigen.

 

HF: Stichwort Rezensionen… erzähl unsren Lesern doch mal, wie Du an neue CD’s ran gehst, wie suchst Du sie aus, wagst Du Dich auch mal an neue Stilrichtungen oder bleibst Du Deiner musikalischen Linie stets treu?

Klaus: Wenn Jörg wöchentlich das Album Update herausgibt, schaue ich natürlich erst mal nach bekannten Namen, die mir in der Vergangenheit zugesagt haben. Da wir aber reichlich Alben von kleineren und mir unbekannten Bands rein bekommen, nutze ich das Internet, um mich erst mal zu informieren, im besten Fall gibt’s auf Youtube oder sonst wo einen aktuellen Song zum rein hören. Dabei verbleibe ich normalerweise bei meinen bevorzugten Musikrichtungen.

Danach ist erstmal Recherche angesagt, da – sofern überhaupt vorhanden – aus den Promozetteln meistens nicht viel Informatives hervorgeht. Wenn ich einige Infos (Bandhistorie, Besetzungswechsel. Nebenprojekte etc.) zusammengetragen habe, mache ich mir dazu ein paar Notizen, die ich meist zur Einleitung meiner Reviews nutze. Dann höre ich mir mindestens zweimal das zu bewertende Album an und notiere mir einige Stichpunkte zu den einzelnen Songs. Aus den ganzen Notizen versuche ich dann etwas geistreiches zu formulieren, was mir mal mehr mal weniger gelingt.

 

HF: Die Arbeit für das Hellfire machen wir ja alle in der Freizeit, unentgeltlich und jeder von Euch arbeitet mit einem Elan und Ideen-Reichtum mit, dass ich als Chef echt mega stolz auf jeden einzelnen bin. Wie steht Deine Frau denn zu Deiner Mitarbeit bei uns und die (Frei)-Zeit die Du dafür opferst. Unterstützt sie Dich? Sagt sie Dir auch mal, wenn Du etwas kürzertreten sollst und vor allem, hört sie die gleiche Musik wie Du? Ich sehe es schon kommen, irgendwann muss ich mich noch bei all Euren Partnern entschuldigen, dass wir so viel Arbeit haben 😉

Klaus: Da wir uns ja nie persönlich treffen, siehst Du die Veilchen nicht, die ich ständig verpasst bekomme 😉 Spaß beiseite, meine Frau teilt meinen Musikgeschmack nicht (vorsichtig formuliert), und solange unsere Kinder und die sonstigen Alltagspflichten nicht zu kurz kommen, ist es ihr relativ wurscht, wenn ich mich mit Rock und Metal beschäftige, da ich ohnehin tagtäglich Musik höre. Alles andere ist nur eine Frage der Zeiteinteilung.

 

HF: Tja und abschließend meine Frage… jeder (hoffe ich zumindest) hat ja so seine ganz persönlichen Wünsche was man als Musik-Redakteur oder Konzert-Fotograf gerne mal erleben möchte. Wie schaut es da bei Dir aus?

Klaus: Puhh,Wünsche…. Schwierige Frage. Klar wünscht man sich, dass die Lieblingsbands mal wieder richtig geile Alben rausbringen und ich die dann auch zum Review abgreifen kann, ich nenne jetzt einfach ne neue Rammstein Scheibe. Ansonsten wäre es natürlich cool, wenn ich mal die Gelegenheit bekäme, ne Legende wie Ozzy, Halford oder Angus Young zu interviewen….zumindest theoretisch, wahrscheinlich bekäme ich eh kein Wort heraus 😉

 

Interview: Dirk Draewe

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