Bad Butler – Nicht schon wieder Metallica

© Photos by Marcus Bernarding

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir dem Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen.

Wir vom Hellfire bemühen uns, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); dem Musiker obliegt es, nach seinem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Diesmal hat sich Christian Lautemann, seines Zeichens Gitarrist von Bad Butler, unseren Fragen gestellt.


HF: Nochmals Glückwunsch zu eurem tollen Debüt. Man hört eurem Album definitiv an, das da erfahrene Musiker am Werk sind. Wie sieht denn eure musikalische Vorgeschichte aus, wie habt ihr euch zusammen gefunden und was gab den Ausschlag für Dominik als Sänger?

CL: Hallo Klaus! Erst mal vielen Dank für die Lorbeeren!

Der Gary (Gitarre) und ich kennen uns schon seit über 25 Jahren. Wir hatten früher beide in verschiedenen Bands gespielt, aber noch nie zusammen in der gleichen Band. Außerdem waren wir stilistisch nicht unbedingt auf einem Nenner. Gary ist mehr der 70er Jahre Hard-Rock Typ – ich dagegen eher der 80er-90er Metal-Head. Aber in der „Szene“ kannte man sich halt und spielte auch den ein oder anderen Gig gemeinsam mit unseren damaligen Bands. Irgendwann hatten sich dann Anfang-Mitte der neunziger Jahre die meisten Bands aus familiären oder beruflichen Gründen aufgelöst, was auch zur Folge hatte dass man sich aus den Augen verloren hat.

Dann vor ca. vier Jahren traf ich Gary bei einem Konzert meiner letzten Band SRAINED (www.srained.net) wieder.
Zufälliger Weise war Gary und ich zu diesem Zeitpunkt auf der Suche nach einer neuen Band oder Musikern um eine zu gründen. Doch trotz unserer etwas unterschiedlichen Vorlieben was die Musik anbelangte, starteten wir ein Projekt.

In den ersten 2-3 Jahren hatten wir immer wieder mit mehr oder weniger anderen Musikern versucht das Projekt voranzutreiben, was uns aber nie so ganz glücklich machte. Immer wieder standen wir bei 0 und fingen ständig von vorne an.
Also haben wir bis vor ca. einem Jahr dann alle Songs im heimischen Projekt Studio so gut es ging alleine entwickelt und Demos produziert – Aber ohne Band macht es halt nur halb so viel Spaß.

Also haben wir wieder aktiv in unserem Umfeld nach neuen Mitstreitern gesucht. Und siehe da, es kam endlich Bewegung in unser Projekt in Form von Thomas Diener (Schlagzeug).

Tom kennen wir auch schon ne halbe Ewigkeit. Er kam die letzten Jahre auch gut rum, unter anderem hat er schon bei Powerwolf die Sticks gewirbelt 😊 Einfach die beste Wahl für uns. Sowohl menschlich als auch musikalisch!

Der jüngste im Bunde ist Dominik. Er war mal in meiner Coverband der Drummer, obwohl er eigentlich eher dem Gitarre spielen verfallen ist. Ich wusste aber auch, dass er ganz passabel singen kann. Also habe ich ihm mal ein paar Sachen geschickt und er hat dann mal bisschen rumprobiert und mir das Ergebnis zugeschickt. Er war bis dato der erste Sänger der sich mal getraut hatte aus sich herauszugehen und das hat uns dann so überzeugt dass wir ihn behalten haben.

Zu guter Letzt konnte ich dann noch den Bassisten, Christian Junker, meiner mittlerweile auf Eis gelegten Coverband, überreden bei uns einzusteigen, um die ganze Sache untenrum abzurunden.

In dieser Besetzung haben wir dann Anfang 2017 mit den Aufnahmen für unser erstes Album im eigenen kleinen Studio begonnen.

 

HF: Dank euch habe ich meine Unrest Alben mal wieder rausgekramt und durchgehört, die mir beim Hören von “Not Bad At All” irgendwie in den Sinn kamen. Seid ihr mit dem von mir gezogenen Vergleich eigentlich einverstanden oder seht ihr euren Sound vielleicht ganz anders gelagert? Und wie sieht’s mit euren musikalischen Vorbildern aus?

CL: Asche auf mein Haupt…Unrest hatte ich noch nie auf dem Schirm:) …bin kurz mal googeln 
……..so, bin wieder da^^

Mit dem Vergleich kann ich gut leben. Zumal es mich vielmehr erfreut das nicht wieder der gefühlt hunderttausendste Vergleich mit Metallica & Co. herhalten musste. Wir wurden auch schon mit Steeler verglichen, die ich persönlich sogar früher viel gehört habe.

Mir bzw. uns fällt es allerdings wirklich schwer uns selbst zu kategorisieren. Das überlassen wir gerne anderen, die auch den nötigen Abstand zu unseren Songs haben. Natürlich können wir unsere Roots nicht verleugnen. Und da fallen halt auch Metallica, Thin Lizzy, AC/DC, Queensryche, Helloween, Judas Priest, Motörhead und noch Dutzende anderer guter Bands. Man wird bestimmt beim hören des Albums die ein oder andere parallele erkennen, aber uns gleich in diese Schublade zu packen wäre dann doch zu einfach. Zumal wir das Rad auch nicht neu erfinden können. In einigen Reviews wurde auch aus unserer Sicht der Nagel auf den Kopf getroffen d.h. der oder die Rezensenten haben verstanden was wir da machen;) Was uns dann wiederum sehr freut.


HF: Was hat es eigentlich mit dem Bandnamen auf sich? Hat der irgendeine tiefere Bedeutung oder ist der eher aus einer Art Bierlaune heraus entstanden?

CL: Den Namen haben wir eigentlich unserem Drummer Tom Diener zu verdanken. Ist quasi eine Wortspielerei mit seinem Nachnamen. Wobei er aber doch eigentlich gar nicht so schlecht ist…
Trotz der tiefgründigen Bedeutung unseres Namens haben wir auch manchmal Bierlaunen;)

 

HF: Da ich mal davon ausgehe, dass ihr neben der Band noch berufliche Verpflichtungen habt, was macht ihr außerhalb der Musik und wie schwer ist es für euch, Band und Beruf unter einen Hut zu bringen?

CL: Ja klar, beruflich sind wir alle eingebunden und machen die Band in der Freizeit. Aber wenn man sich gut organisiert, bekommt man beides ganz gut unter einen Hut. Wir haben auch das Glück, das unsere „besseren Hälften“, damit kein Problem haben, wenn die Musik mal wieder im Vordergrund bzw. Mittelpunkt steht. Insofern ist momentan alles gut. Mal sehen wo die Reise hingeht…

 

HF: Auf eurer Homepage habe ich “lediglich” zwei geplante Auftritte in diesem Jahr gefunden. Ist in den nächsten Monaten noch mehr geplant und wie waren eure bisherigen Live-Erfahrungen mit Bad Butler? Was waren für euch da bisher die Highlights?

CL: Wir sind quasi erst seit Ende letzten Jahres eine komplett vollständige Band und waren die letzten Monate nur damit beschäftigt die Aufnahmen für das Album fertig zu bekommen, haben zwischendurch noch das Video zu Nameless Thing gemacht. Das alleine schon drei Monate in Anspruch genommen hat. Seit Herbst 2017 haben wir dann angefangen die Songs für die ersten Live-Auftritte zu proben. An Live-Erfahrung mangelt es den meisten bei uns nicht, aber wie gesagt für BAD BUTLER ist jetzt am 20.01.2018 dann quasi der erste Auftritt in der Öffentlichkeit. Irgendwann ist halt immer das erste Mal.

Momentan sind noch einige in der Planung, aber nicht 100% bestätigt und es werden noch viele mehr folgen!

 

HF: Vielen Dank für das Interview. Das gesamte Hellfire-Team und ich wünschen Euch für die Zukunft weiterhin alles Gute.

CL: Wir haben zu danken! Rock on!

 

Interview: Klaus Saalfeld

Weitere Infos:

Bad Butler bei Facebook
Bad Butler Website
Video zu “Nameless Thing”

(C) Bad Butler

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