
© Artillery
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: Artillery
Album: Made in Hell (EP)
Genre: Thrash Metal
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 15.05.2026
Aus Taastrup, in der Nähe von Kopenhagen stammt „Artillery“. Eine Formation mit einer bewegten Vita. Vom Gründungsjahr 1982 bis 1992 aktiv, sechs Jahre in Pause geschickt, dann bis 2000 aktiv gewesen. Eine wiederholte Auszeit bis 2004, die eine kurzfristige Aktivität forderte. Letztendlich konnte man sich 2007 dazu entschließen, die Band zurück auf die Bühne zu führen. Was zur Folge hatte, das zwischen 2009 und 2021 insgesamt 6 komplette Alben auf den Markt geworfen wurden. Dazu kam 2024 ein Live – Album.
Nun legen sie eine „EP“ nach, die mit zwei neuen Titeln „Made in Hell“ und „Ghost in the Machine“ und dem bereits 1985 veröffentlichten Song „Into the Universe“ vom Album „Fear of Tomorrow“ für Hörgenuss sorgen sollen.
Also hören wir rein in die „EP“ und lauschen dem, was uns Martin Steene (voc), Michael Stutzer (g), Rene Loua (g), Peter Thorslund (b) und Frederik Kjelstrup Hansen (dr) um die Ohren hauen. Unheilvoll mit extrem aggressiven Gitarren, stampfende Drums und der wahnsinnig starken Voice, die Screams erschafft, die einen erschaudern lassen, geht es in den Opener „Made in Hell“. Der Song spricht für sich selbst bzgl. seiner Herkunft. Was zudem als bemerkenswert zu nennen ist, mag das versöhnlich stimmende Ende des Tracks sein.
Welch Geist dürfte in der Maschine sitzen? „Ghost in the Machine“ gibt so viel Treibstoff frei, das mehrere Raketen von „Baikonur“ starten könnten. Ein Song mit Biss, mit roher Gewalt, flinkem Saitenspiel und donnernde Drums.
Nichts für Zartbesaitete, eher geeignet für Moshpit. Mit brachialer Power stürzen wir ins Universum. „Into the Universe“ strotzt nur so von Energie, packt alles in die 3:45 Minuten. So auch die Live Version von „The Almighty“. Hier führt der Herr der Unterwelt die musikalische Regie. Virtuos, etwas durcheinander und äußerst aggressiv mit hohen Screams jagt der Song in die Gehörgänge. Der Moshpit findet hier genug Nahrung.
Fazit: Ich bin nicht wirklich ein Fan von Thrash Metal. Aber wenn eine Band mit so viel Dampf an die Songs herangeht, dann muss man das anerkennen. Das Album ist ein Ergebnis von guter Arbeit. Für diese Songs hat die Hölle ihre Pforten weit geöffnet. Wie sonst käme der Albumtitel zustande. Mehr als 6 von 10 Hellfire Punkten sind nicht gegeben.
Tracklist:
01- Made in Hell
02- Ghost in the Machine
03- Into the Universe
04- The Almighty (Live)
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