Angelus Apatrida – Angelus Apatrida

© Angelus Apatrida – Angelus Apatrida

 

Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Angelus Apatrida
Album: Angelus Apatrida
Genre: Groove/Thrash Metal
Plattenfirma: Century Media Records
Veröffentlichung: 5. Februar 2021

 

Das Quartett aus Albacete in Spanien, kann wohl wie viele andere in dieser verfickten Pandemiezeit ihrem 20jährigen Jubiläum nicht frönen, es feiern und so betiteln sie ihr siebentes Studioalbum einfach mal nach sich selbst ( ...fast die Hälfte des Albums wurde vor der Pandemie komponiert…), zwanzig Jahre nach dem erscheinen ihres Demos “Lost in the Realms of Orchinodaemon”.

Die entsprechende Wut, den entsprechenden Frust darüber haben sie in ihre zehn Titel gepackt, die groovend, thrashig und wuchtig in die Gehörgänge gehen. Mit der Eröffnung durch “Indoctrinate” wird mir dies gleich kreativ und breitgefächert in die Eingeweide gerammt, mit “Bleed The Crown“, “The Age Of Disinformation” und “Rise Or Fall” geht es meistens geradlinig und ohne Schnörkel im Bay-Area-Thrash-Gewand durch die Gartenpforte, wobei die beiden Gitarreros David G. Álvarez und Guillermo Izquierdo ihre Saiten messerscharf und von Riffs und Solos getrieben beindruckend malträtieren und das über die gesamte Spielzeit von 46:29 min. verteilt.

Childhood’s End” ist handfest dynamisch und wenig den Fuß vom Gaspedal nehmend unterwegs und wenn doch mal, dann machtvoll im Mid-Tempo, gespickt für mich mit einer leichten Punk/Hardcore Note, während “Disposable Liberty” auch als eine Hommage an Pantera angesehen werden könnte, die in eigener Darbietung die funken sprühen lässt und folgend mit “We Stand Alone” wieder allerlei kraftstrotzende Vielfalt und Raffinesse der Spanier zu Tage fördert und das mit hoher Geschwindigkeit. Klasse!

Mit “Through The Glass” wird der Groove wieder aktiv, “Empire Of Shame” verprügelt die Felle, beeindruckt mich mit seiner Hookline und mit seiner stampfenden Geradlinigkeit, die gehört zumindest bei mir hängenbleibt. Toupe oder originale Haare, egal! Headbanging ist angesagt, der Song rockt einfach nur! Wer nun gedacht hat, diesbezüglich kommt die Erholung auf die Konzertbühne, der irrt. Das abschließende “Into The Well“, einem von leichter Düsterheit durchzogener Song, zeigt noch einmal eindrucksvoll und energiegeladen das gesamte Potential der Süd-West-Europäer.

Fazit: abwechslungsreich, leidenschaftlich, rau……..so umschreibe ich es einmal kurz und knapp!

Von mir gibt es 9 von 10 Hellfire-Punkten

 

Trackliste:

  1. Indoctrinate (05:39)
  2. Bleed The Crown (04:26)
  3. The Age Of Disinformation (04:42)
  4. Rise Or Fall (03:36)
  5. Childhood’s End (03:49)
  6. Disposable Liberty (04:21)
  7. We Stand Alone (04:11)
  8. Through The Glass (05:41)
  9. Empire Of Shame (04:17)
  10. Into The Well (05:47)

 

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