Ammouri – Dare To Be Happy

© Ammouri

Geschrieben von Katja Rohloff
Band: Ammouri
Album: Dare To Be Happy
Genre: Rock
Plattenfirma: Pride&Joy Music
Veröffentlichung: 12. Januar 2018

Marina Ammouri, die Frau hinter diesem Projekt, scheint ein wahres Multitalent zu sein. Sie ist Sängerin, Songwriterin, Produzentin, Model und ausgebildete Tontechnikerin. So ist es zumindest dem Promo-Sheet zu entnehmen. Ich muss gestehen, mir war die Dame bisher unbekannt. Da es sich bei “Dare To Be Happy” um ihr erstes eigenes Album handelt, liegt diese Unkenntnis wohl nicht nur darin begründet, dass ich es im allgemeinen nicht so mit female-fronted Acts habe. Natürlich gibt es dabei aber Ausnahmen.

Um es vorwegzunehmen: Ammouri gehört für mich nicht zu diesen Ausnahmen. Auch wenn sie auf “Dare To Be Happy” eine durchaus beachtliche Schar von Gastmusikern präsentiert, die u.a. für King Diamond, Therion, Hammerfall und Iron Maiden tätig waren bzw. sind. Dass die klangliche Umsetzung entsprechend hervorragend gelungen ist, überrascht dann natürlich nicht. Und auch die Technik des Songwriting scheint Ammouri gut zu beherrschen, gibt es doch selten Kanten, an denen man sich stoßen (oder hängenbleiben) könnte. Eingängigkeit und das richtige Händchen fürs Refrainbauen liegen der Schwedin also ebenfalls. Sobald sie es aber etwas individueller versucht, werden die betreffenden Stücke direkt ziemlich nervig.

Leider schafft es keiner der Songs, sich bei mir festzusetzen, so dass das Album immer wieder zur Hintergrundmusik gerät, bei der man nicht mehr weiß und merkt, bei welchem Track man gerade ist. Belanglos wäre ein zu hartes Wort, für mich fehlt es den Stücken nur irgendwie an Persönlichkeit. Und den stimmlichen Vergleich mit Doro Pesch finde ich ehrlich gesagt schon etwas gewagt. Eine Kreuzung aus Doro Pesch und Bonnie Tyler trifft es für mich eher. Passender ist da dieser Hinweis: Für Fans von Heart, Roxette und Doro. Wobei es hier eher rockig als poppig zugeht, der Einfluss von Roxette ist da wohl mehr in der Eingängigkeit zu sehen.

Wer weibliche Reibeisenstimme plus eingängigen, aber unauffälligen Modern Rock mag, kann hier wohl mal ein Ohr riskieren, verpasst aber leider auch nichts, wenn er es nicht tut.

Trackliste:
1. Fill Your Heart With Love
2. Monster Of Your Own Creation
3. Starlight ( metal version)
4. Dare to Be Happy
5. Bad Illusion
6. Manipulation
7. Not Anymore
8. More Than Everything
9. He Knows Everything About Me

Weitere Infos:
Ammouri bei Facebook

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