U.D.O. – Navy Metal Night

Geschrieben von Gernot Sieger

Band: U.D.O.

Album: Navy Metal Night

Plattenfirma: AFM

Veröffentlichung: 31.07.2015

 

Die Idee Orchester und Band hatten schon viele, Deep Purple, Metallica, Saxon, Scorpions, um nur einige zu nennen. Jetzt auch Udo Dirkschneider, der wohl für jeden Metal Fan untrennbar mit Accept verbunden ist. Was also soll am 20. Album von U.D.O. anders sein? Oh, ja, das gab es noch nicht. Es ist ja kein klassisches Orchester im eigentlichen Sinne, welches mit der Band die Bühne in Tuttlingen enterte, es ist das Marinemusikkorps Nordsee von der Bundeswehr. Das ist tatsächlich neu, meines Wissens nach einmalig.

Die Songauswahl, welche ich mir vorab angesehen habe ist gut, ein Querschnitt durch die Solokarriere von Dirkschneider, aber bei etlichen Songs frage ich mich, wie lässt sich das mit klassischen Instrumenten verbinden? Und dazu noch mit der Reibeisenstimme? Ich bin gespannt.

Bereits das Intro, komplett vom Musikkorps gespielt macht neugierig, und der ruhige Opener mit Band zeigt, dass weder die Band, noch das Musikkorps untergehen. Bombastisch ist vermutlich der richtige Ausdruck, denn der Sound erinnert mich ganz stark an Bombastrocker der 80er Jahre. Wahnsinn, was man da von der Produktion geleistet hat. Und obwohl unverkennbar Udo Dirkschneider, kann er unheimlich gut singen.

Independence Day, einer meiner absoluten U.D.O. Faves ist nochmal um Längen besser als die Studioversion. Mein 2. Lieblingssong der Band, They Want War fehlt zwar, aber wird durch viele andere, extrem aufgewertete Stücke wettgemacht. Dancing With An Angel wird gemeinsam mit Doro dargeboten.

Was die Gitarristen Andrey Smirnov und Kaspari Heikkinnen aus ihren Instrumenten holen ist das beste, was ich je bei U.D.O. gehört habe, während Basser Fitty Wienhold und Drummer Sven Dirkschneider, Sohn des Frontmanns, solide Rhythmusarbeit leisten.

Für mich ist Navy Metal Nights mit weitem Abstand die beste Veröffentlichung 2015, die ich gehört habe. Also losgehen, kaufen und genießen. Ich für meinen Teil werde mich jetzt zurücklehnen und das Doppelalbum nochmal hören.

Tracklist:

CD 1

  1. Intro (Das Boot)
  2. Das Boot
  3. Future Land
  4. Independence Day
  5. Animal Instinct
  6. The Hall Of The Mountain King
  7. Heart Of Gold
  8. Man And Machine
  9. Dancing With An Angel (feat. Doro Pesch)
  10. Faceless World

CD 2

  1. Ride
  2. Days Of Hope And Glory
  3. Cut Me Out
  4. Trainride In Russia (Poezd Po Rossii)
  5. Stillness Of Time
  6. King Of Mean
  7. Book Of Faith
  8. Animal House

 

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