
© Zebrahead
Geschrieben von Tim Braff
Band: Zebrahead
EP: O
Genre: (Pop-)Punk, Punk-Rap
Plattenfirma: MFZB Records
Veröffentlichung: 12.8.2026
Die amerikanische Punkband zebrahead hat sich zurückgemeldet mit ihrer neuen EP „O“.
Der Opener der EP ist „Burn Burn Burn“ Dieser mischt Pop-Punk mit Hardcore-Punk-Anleihen und hat ordentlich Energie. Die Screams und der Breakdown sind richtige Eskalations-Momente im Song, während im Refrain vor allem die Pop-Punk-Leichtigkeit den Song eingängig macht.
Auch schon der Einstieg von „A Perfect Life Is Such A Bore“ lädt direkt zum Pogen ein durch die Gitarre mit Nachdruck. Irgendwo zwischen Rise Against, The Offspring und ihrer eigenen Identität reißt der Song einen ordentlich mit. Die sanftere Energie dieses Tracks im Kontrast zum härteren Opener gefällt mir sehr gut.
„I Know What You Did Last Summer“ startet mit einem spannenden Beat und mündet in Rap-Passagen, die von abgehackten Riffs begleitet wird. Als Fan solcher Crossover-Elemente bin ich natürlich sofort abgeholt worden. Der Refrain hat dann wieder mehr punkige Energie und rundet den Song gut ab. Der Breakdown des Songs ist überraschend sehr heftig und präsentiert quasi einen Modern Metalcore-Moment.
Auch „Smoke Signals from My Couch“ bringt eine unterhaltsame Abwechslung. Punkig wie der Rest von „O“ aber unterstützt von einer Trompete hat man hier den verspieltesten Song der gesamten EP und er ist nicht weniger als ein gute Laune-Garant. Der ungewöhnliche Sound ist purer Spaß beim Hören.
„Happy Ending at the Movies“ präsentiert eine leichte Melancholie, ist aber insgesamt auch gut mit Drang nach vorne dabei. Hier sticht für mich der Refrain trotz Eingängigkeit nicht so gut heraus wie zuvor auf „O“. Der Song ist an sich gut, fällt meiner Meinung nach aber vom Rest ab.
Typisch für Pop-Punk ist das Lesen des Titels des nächsten Songs länger als der tatsächliche Song. Von „I Don’t Know How to Put This (But I’m Kinda a Big Deal)“ ist die Rede. Dieser präsentiert ihren typischen Sound zwischen Pop-Punk und gewöhnlichen Punk. Die Rap-Elemente in der Bridge haben eine spannende Nuance geliefert, mit der ich nicht gerechnet habe. Das hat mir sehr gut gefallen.
Fazit: „O“ ist trotz oder eben wegen seiner Kürze ein sehr unterhaltsamer Punk-Ritt, den zebrahead einem liefert. Man hat Abwechslung, einzigartige Sounds, harte Breakdowns gepaart mit Eingängigkeit und stets gute Laune. Für eine EP ist das herausragend. Grundsätzlich hält die EP ein sehr gutes Niveau, was vor allem durch den Spaßfaktor geprägt ist.
9 von 10 Hellfire-Punkten!
Tracklist:
01 Burn Burn Burn
02 A Perfect Life is Such A Bore
03 I Know What You Did Last Summer
04 Smoke Signals from My Couch
05 Happy Ending at the Movies
06 I Don’t Know How to Put This (But I’m Kinds a Big Deal)
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