Vision Divine – A Clockwork Reverie (EP)

© Vision Divine

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Vision Divine
Album: A Clockwork Reverie (EP)
Genre: Prog/Power Metal Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 22.05.2026

Mit „A Clockwork Reverie“ gibt es neues Futter aus dem Hause der italienischen Prog/Power Metaller VISION DIVINE. Allerdings handelt es sich nicht um ein neues Album, sondern um eine 7 Tracks umfassende EP mit vier neuen Stücken sowie drei Neueinspielungen von Band-Klassikern. Das Besondere dabei ist die Rückkehr von Sänger Michele Luppi sowie Keyboarder Oleg Smirnoff, die bereits von 2003-2008 (Luppi) bzw. 2002-2006 (Smirnoff) in der Band tätig waren.

Widmen wir uns zunächst mal den Neulingen. Der Auftakt „Sator Rotas“ ist lediglich ein unheilvoll klingendes, teils gesprochenes Intro, das nahtlos in den gut siebenminütigen dynamischen Titeltrack übergeht. Der Song vereint einen Mix aus eingängigen Melodien und einigen interessanten musikalischen Wendungen, auch der von der Einleitung bekannte Erzähler taucht nochmals auf und Freunde von Solo-Einlagen werden ebenfalls versorgt. „18 (It Feels Like Heaven)“ geht da etwas geradliniger zur Sache, Tempo und Virtuosität werden zugunsten einer im Ansatz radiofreundlichen Ausrichtung gedrosselt, was die Nummer per se als Anspieltipp prädestiniert.

„Andromeda“ startet zunächst als keyboardlastiger Stampfer, bevor die Italiener auf Vollgas schalten. Obwohl ich den Power Metal Modus grundsätzlich zu schätzen weiß, macht sich an einigen Stellen der Gedanke breit, die Band hätte zu viele Elemente (Gesangsstimmen, Instrumente) übereinander gepackt, so dass sich ein klein wenig das Gefühl der Überfrachtung breit macht. Hier wäre weniger vielleicht sogar mehr gewesen.

Bei den Neu-Einspielungen hat man leichte Änderungen an den Arrangements, den Instrumenten sowie selbstredend der Produktion vorgenommen. So wurde beispielsweise bei der Power-Ballade „Identities“ (von „Stream Of Consciousness“, 2004) die im Original enthaltene Akustik-Gitarre sowie das Cello durch Piano und Streicher ersetzt. Bei „God Is Dead“ (von „The Perfekt Machine“, 2005) hat man die elektronischen Spielereien in der ersten Strophe zugunsten einer atmosphärischen Stimmungslage ad acta gelegt, wodurch der Song für mich stimmiger wirkt als das Original. Ähnliches gilt für „The 25th Hour“ vom gleichnamigen Album, wo man den etwas nerdigen Synthie Anteil etwas runtergefahren hat, was dem Stück definitiv zu Gute kommt.

Man kann über solche EP’s denken wie man will, für mich ist „A Clockwork Reverie“ so etwas wie ein Eingrooven des neuen Line Ups mit Blick auf einen irgendwann erscheinenden neuen Longplayer, von daher hat das Ganze schon seine Berechtigung, Fans von VISION DIVINE werden an dem Teil ohnehin nicht vorbeikommen.

Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Sator Rotas
  2. A Clockwork Reverie
  3. 18 (It Feels Like Heaven)
  4. Andromeda
  5. Identities (2026 Version) 
  6. God Is Dead (2026 Version) 
  7. The 25th Hour (2026 Version)

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