Toothgrinder – Phantom Amour

© Toothgrinder

Geschrieben von Katja Rohloff
Band: Toothgrinder
Album: Phantom Amour
Genre: Progressive Metal / Heavy Rock /Hardcore
Plattenfirma: Spinefarm Records
Veröffentlichung: 10. November 2017

Beim Namen Toothgrinder regten sich in meinem Hinterkopf einige Fragezeichen. Irgendwas wollte mir dieser Name sagen, ohne das ich es zu diesem Zeitpunkt genauer benennen konnte. Da die Vorab-Single “The Shadow” aber durchaus mein Interesse geweckt hatte, griff ich direkt zu, als sich die Möglichkeit zur Albumrezension bot. Während der Recherche zu diesen Zeilen stieß ich dann auf das 2016 veröffentlichte erste Album “Nocturnal Masquerade” und die Erkenntnis: ach ja, da war ja was. Mir war dieser Erstling damals in allen Belangen irgendwie too much.

Etwas ernüchtert widmete ich mich dann dem neuen Werk. Toothgrinder geben auf ihrer Facebook-Seite Progressive Metal als ihr Genre an, was ich in keinster Weise mit ihrem ersten Album in Verbindung bringen würde. Und nach dem ersten Durchgang von “Phantom Amour”, ihrem am 10. November erscheinenden zweiten Studioalbum, würde ich dieses Genre übersetzen mit: wir machen einfach die Musik, die uns gefällt und geben nichts auf Schubladen. Dass sie soundmäßig immer noch im Core der überwiegend harten Gangart verwurzelt sind, lässt sich definitiv nicht leugnen. Aber diesmal klingt das Ergebnis ausgewogen, vielseitig, durchdacht und richtig gut.

Schon der Opener “HVY” knallt ein ordentliches Gitarrenriff in die Gehörgänge, das zwischenzeitlich durch Synthie-Sequenzen abgemildert wird, dazu clean Vocals und im weiteren Verlauf Shouts, welche die Intensität des Songs verdichten. Wummernd, stampfend und melodisch zugleich.

Der Titeltrack “Phantom Amour” rockt ebenfalls von der ersten Sekunde an, entwickelt sich aber von einem Hard Rocker zu Beginn im weiteren Verlauf mehr zu einem Alternative Song mit Post-Hardcore Refrain. Gerade die Shouts geben dem Song hier eine gefühlige Note.

“Snow” hingegen kommt einem klassischen Prog Song schon ziemlich nahe und lässt es entspannt angehen. Die ruhige Nummer setzt genau die richtigen Akzente der Ruhe zwischen den schnellen, harten Songs. Dazu die sanften Vocals, die auf dem ambienthaften Sound treiben. Unweigerlich schaltet man innerlich einen Gang runter.

Insgesamt liefern Toothgrinder auf ihrem zweiten Album eine interessante Mischung ab und spielen mit Einflüssen und Stilelementen. Fans von modernen und durchaus harten Tönen sollten hier mal reinhören. Bei mir zumindest wird der Name Toothgrinder ab sofort mit positiven Erinnerungen verknüpft.

Trackliste:
01.HVY
02.The Shadow
03.Let It Ride
04.Phantom Amour
05.Red
06.Adenium
07.Jubilee
08.Paris
09.Pietà
10.Snow
11.Vagabond
12.Futile
13.Facing East From A Western Shore

Line-up:
Wills Weller – drums
Justin Matthews – vocals
Matt Arensdorf – bass/vocals
Jason Goss – guitar
Johnuel Hasney – guitar/vocals

Weitere Infos:
Toothgrinder bei Facebook

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