
© The Devil Wears Nada
Geschrieben von: Klaus S.
Band: The Devil Wears Nada
Album: In Lust We Thrust
Genre: Rock
Plattenfirma: Eonian Records
Veröffentlichung: 10.07.2026
Gerade einmal vierzehn Monate nach ihrem Debüt Album „Postalgia“, welches zu einem der meistverkauften Titel ihres Labels avancierte, legen die Schweden-Rocker THE DEVIL WEARS NADA mit dem zweiten Langdreher „In Lust We Thrust“ nach. Wer mit der Band bislang nicht vertraut ist, dem seien die Worte von Gitarrist Henrik Westergren ans Herz gelegt: „Man nehme den rohen Puls des Hard Rock und Glam Metal der 70er und 80er Jahre und mische ihn mit unserer Faszination für das Makabre und Dramatische – genau dort ist das Zuhause von THE DEVIL WEARS NADA“.
Nach der Radio-Einleitung „96.2 FM Postalgia Radio“ geht es nahtlos mit „Brat With A Baseball Bat“ weiter, der Song geht melodisch-treibend nach vorne, hier und da scheinen die Keyboards durch und lassen einen trotz der düsteren Lyrics an die Kollegen von Nestor denken, deren Track „1989“ THE DEVIL WEARS NADA als Bonus-Track auf ihrem Erstlingswerk gecovert haben. „Last Forever“ fügt dem Ganzen noch eine kräftige Prise AOR/POP hinzu und ist ein Fest für alle, die dieser Spielart der 80er Jahre hinterhertrauern.
Und wo wir gerade von AOR/POP reden, wem dies bei Ghost nicht ausgeprägt genug ist, dem sei „Misery Is You“ wärmstens empfohlen, denn genau so klingt diese tolle Nummer, die geradezu gemacht zu sein scheint für große Bühnen. Ähnliches ließe sich über den nachfolgenden Titeltrack sagen, wobei hier der Rock Faktor allein schon aufgrund des Solo-Parts höher einzustufen ist, dennoch ein weiterer formidabler Song mit Ohrwurmqualitäten. Auch das folgende „Elephant In the Room“, welches mit dem ehemaligen Lordi Mitglied Sampsa Astala geschrieben wurde, hat einen hohen AOR Anteil und hätte Bands wie Journey vor vierzig Jahren gut zu Gesicht gestanden.
„Victoria“ bringt ein klein wenig mehr Energie rein und kann eine gewisse Affinität zu den bereits erwähnten Nestor abermals nicht verhehlen, zudem hat man sich mit Evan Stanley (Sohn des Kiss-Frontmanns) einen prominenten Namen für das Solo ins Boot geholt. „Dead & Breakfast“ schippert irgendwo in der Schnittmenge zwischen Lordi und Ghost daher, während das wieder etwas rockigere „Shotgun Wedding“ eindeutig die finnischen Maskenmänner referenziert, zudem rundet eine mir unbekannte Dame gesanglich im Duett mit Linus Johansson die Sache ab.
Mit „Wednesday“ erlebt das Album klanglich seinen düsteren Höhepunkt, der trotz allem leichtfüßig wirkende Midtempo Rocker hat eine kaum zu ignorierende Gothic Note, der stilistisch gut zu Bands wie The 69 Eyes passen würde. „Ms. Black Widow“ strahlt zwar eine ebenso düstere Atmosphäre aus, verströmt aber dank eines verspielt wirkenden Keyboard-Motivs gleichzeitig einen gewissen AOR-Bombast, was in Kombination für einen epischen Ausklang sorgt.
THE DEVIL WEARS NADA setzen den mit ihrem Debüt erfolgreich eingeschlagenen Weg konsequent fort und untermauern ihren Anspruch, dass mit ihnen in der Welt des melodischen Rock zukünftig weiter zu rechnen ist.
Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- 96.2 FM Postalgia Radio
- Brat With A Baseball Bat
- Last Forever
- Misery Is You
- In Lust We Thrust
- Elephant In the Room
- Victoria (Featuring Evan Stanley)
- Dead & Breakfast
- Shotgun Wedding
- Wednesday
- Ms. Black Widow
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