Science of Logic – Der stilistische Spagat zwischen Melodie und Härte

(c) Science of Logic

Wir vom Hellfire reden nicht nur davon, den Untergrund zu unterstützen, wir wollen Euch dieser Tage eine Menge Bands vorstellen, die „unsigned” sind, also keinen Deal bei einer Plattenfirma haben oder zumindest aber ihre komplette Promo-Arbeit selber machen.

Diesmal sprachen wir mit den Jungs von Science of Logic, die gerade ihre neue Single “A Wolf To Man” veröffentlicht haben.
 
HF: Herzlichen Glückwunsch zur neuen Single. Welche Platten sollte man in der heimischen Sammlung haben, um mit eurer Musik auf einer Wellenlänge zu liegen? Für wen wärt ihr also der perfekte Anspieltipp?
 
SoL: Dankeschön! Wir glauben, dass grundsätzlich jeder etwas mit uns anfangen kann, der moderneren Metal oder Rock mag. Man muss es so offen formulieren, weil so viele Bands heutzutage einen eigenen Stil haben, sodass eine Zuordnung zu festen Genres gar nicht möglich ist. Am ehesten passen wir wohl zu Bands wie Trivium und Disturbed, wobei wir letztere aufgrund der häufigen Vergleiche nicht (mehr) gerne zugeben. Der stilistische Spagat zwischen Melodie und Härte ist eine altbewährte Mischung, die seit jeher gut funktioniert.
 
HF: Eure neue Single ist der erste Vorgeschmack auf euer Debütalbum. Wie sehr steht der Song für Science of Logic im Jahr 2020 oder habt ihr da noch einige Überraschungen in petto?
 
SoL: “A Wolf to Man” gehört zweifelsohne zu unseren melodischsten Liedern, da verhältnismäßig wenig Shouts oder Growls zum Einsatz kommen und speziell die Gitarren viele verschiedene Richtungen einschlagen. Wir können aber auch immer noch anders. Auf dem Album befindet sich der ein oder andere Knochenbrecher, sodass auch Fans der härteren Gangart auf ihre Kosten kommen. Die Single stellt zwar einen großen Teil unserer musikalischen Identität dar, zeigt aber noch lange nicht alle Facetten auf.
 
HF: 2018 erschien eure EP „Catharsis“ und seither ist ja einiges passiert. Wie seht ihr selber eure Entwicklung zwischen EP und Album?
 
SoL: Neben dem Ausstieg unseres damaligen Bassisten Clemens ist eine der ausschlaggebenden Änderungen, dass wir für das Album real eingespielte Drums aufgenommen haben, wohingegen diese auf der Catharsis EP noch programmiert waren. Das stellt andere Anforderungen an den Mix, was den Sound insgesamt aber organischer macht und ihm mehr Leben einhaucht. Unser Songwriting hat sich weiterentwickelt, sodass Gesang und melodische Strukturen insgesamt komplexer und abwechslungsreicher geworden sind.
 
HF: Ihr seid ja teils auch noch in anderen Projekten aktiv. Wenn es dann ans Songwriting geht, wie geht ihr da vor? Schreibt ihr bewusst Songs für Science of Logic oder stellt ihr erst beim Schreiben fest, dass der Song perfekt zu diesem oder einem anderen Projekt passt?
 
Johnny (Gitarre): Wenn ich schreibe, merke ich ziemlich schnell, ob das etwas für SoL wäre oder nicht. Aber es kam auch schon vor, dass ich mit Songideen, die ich passend fand, auf totale Ablehnung stieß, aber so läuft das in der Demokratie manchmal.
Belly (Gesang): Es kommt selten vor, dass ich einen Song für ein Projekt schreibe, den ich nachher für ein anderes Projekt nutze. Bei meinem Solo-Projekt conductor. sind die Riffs von vorn herein schon simpler bzw. „limitierter“, da der Fokus hier mehr auf dem mechanischen Gesamtsound liegt. In der Regel schreibe ich Songs gezielt mit einem bestimmten Mindset für ein Projekt.
 
HF: Natürlich kann ich euch nicht gehen lassen, ohne das ihr noch ein paar Details zum neuen Album verratet 😉 Was könnt ihr uns schon über euer Debütalbum erzählen?
 
SoL: Das Album beinhaltet einige Titel, welche eingefleischte Fans unserer frühen YouTube-Phase kennen dürften sowie alle vier Titel der Catharsis EP, die wir neu aufgearbeitet haben. Zudem finden sich hier einige gänzlich neue Songs, die gut zeigen, wofür wir momentan mit unserer Musik stehen. Das Veröffentlichungsdatum steht aber noch nicht fest, da die Produktion aus privaten Gründen zur Zeit stagniert. Bis dahin werden die Zuhörer trotzdem noch einiges zu hören bekommen.
 
HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und freuen uns auf euer Album.
 
Interview: Katja Maeting
 
 

 

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