Rising Insane – Wenn man so zurückblickt, dann wirkt vieles total surreal

© Rising Insane

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Diesmal sprachen wir mit den Jungs von Rising Insane, die am 01. November 2019 ihr neues Album „Porcelain“ veröffentlicht haben.

HF: Von außen betrachtet war es zwischen dem Release von „Nation“ und jetzt „Porcelain“ für euch eine sehr intensive Zeit, in der ihr eure Fan-Base und euren Aktionsradius erheblich ausgebaut hat. Wie habt ihr das alles erlebt, Shows quer durch Deutschland, Auftritte mit Annisokay usw.?

RI: Das ist eine gute Frage, weil wir dadurch einmal alles Revue passieren lassen müssen, was wir erlebt haben. Wenn man so zurückblickt, dann wirkt vieles total surreal, vermutlich weil wir zum Teil selbst nicht glauben können, was wir da erreicht haben. Besonders die Tage im Tourbus mit Annisokay, oder die Show auf dem Impericon Festival in Leipzig – absolut unglaublich, manchmal laufen wir deshalb immer noch mit einem Grinsen über beide Ohren herum.

HF: An euer Debütalbum konntet ihr ja absolut unbelastet herangehen. Beim zweiten Album sieht man sich dann wahrscheinlich dann schon gewissen Erwartungen gegenüber und hat auch höhere Ansprüche an sich selbst, oder? Wie haben euch die Erfahrungen der letzten zwei Jahre musikalisch und auch als Band verändert und was hat sich über die Zeit als eure Trademarks herausdefiniert?

RI: Ja absolut! Mit “Nation” waren wir schon ganz zufrieden, weil wir den Leuten zeigen konnten „Moin, wir sind Rising Insane, das ist unsere Mucke!“, was uns letztlich ja auch viel rumgebracht hat. Der Anspruch an das zweiten Album war dann aber ganz klar gesetzt: Wir wollen endlich ein Label! Deshalb haben wir jeden Song vom Album wirklich doppelt und dreifach umgedreht und zugesehen, dass wir ein möglichst durchdachtes und vielseitiges Album produzieren. Dass wir dann mit Long Branch Records einen Deal landen, war für uns nur geil.
In das Album konnten wir viele Erinnerungen an unsere bisherige Zeit mit einfließen lassen. Auf der Tour mit Annisokay haben wir gemerkt, worauf die Leute am besten bei unserer Musik eingegangen sind. Beim Songwriting haben wir besonders darauf geachtet, diese Momente mit einzubringen. Uns ist diese Verbindung zum Publikum besonders wichtig. Auf einem Konzert in den Gesichtern der Leute zu sehen, dass sie unsere Musik feiern und mit uns abgehen, ist das Größte für uns. Das ist wohl auch unser Markenzeichen, dass da diese Verbindung zwischen uns und unseren Fans besteht.

HF: Anstatt des standardmäßigen Albumtrailers habt ihr als eine Art Countdown zum Albumrelease jeden euren Songs in einem eigenen kleinen Video mit einer Art eigenem Artwork vorgestellt. Wie kamt ihr auf diese Idee und wie habt ihr die einzelnen Bildmotive für jeden Song gefunden?

RI: Wir haben schon immer hohe Ansprüche an uns gehabt, deshalb hat uns ein simpler Albumtrailer nicht gereicht. Mit Sicherheit hat es auch den ein oder anderen Adressaten dazu bewegt, unser Album vorzubestellen. Uns fällt allerdings auch auf, wie viele Leute trotz all unser Bemühungen und Aktivität auf Social Media uns immer noch fragen „Ach, da kommt ein neues Album?“. Wir glauben, mit den Videos es nun allen verdeutlicht zu haben.

HF: Ihr habt ja inzwischen viele Shows gespielt, in kleinen und großen Hallen, auf kleinen und großen Festivals … welche Momente sind euch da besonders in Erinnerung geblieben, weil sie euch beeindruckt haben oder weil sie einfach zum lachen waren?

RI: Also am beeindruckendsten ist es immer, wenn wir unseren letzten Song spielen, der so gut wie immer „Nation“ ist, und die Leute das „We are the ones“ schreien. Auf dem Impericon war das gewaltig, aber auch auf jeder anderen Show verursacht das jedes Mal echt Gänsehaut. Es ist auch nicht immer wichtig, wie viele da sind, sondern das es zwischen uns und den Leuten funkt.
Wir haben etliche witzige Sachen auf der Bühne erlebt, aber diese eine Story müssen wir erzählen: Als wir nach dem Release von „Nation“ in Hamburg gespielt haben, ist Ulf mit seinem Bass gestolpert, als er hinter Aaron langgelaufen ist, der gerade einen Fuß nach hinten gestellt hatte. Dabei ist er so gefallen, dass er rücklings über dem Bühnenvorsprung hing. Sein Bass ist dabei seinen Körper hochgerutscht und hing dann an seinem Hals von der Bühne runter, weshalb sein Bass-Gurt ihn fast erwürgt hätte. Erst als Leute aus dem Publikum ihm geholfen haben, konnte er sich sozusagen befreien. Wir haben herrlich gelacht!

HF: Dafür, dass ihr gerade ein neues Album veröffentlicht, stehen bis Jahresende erstaunlich wenige Konzerte auf eurem Plan. Kommt da noch etwas dazu oder werdet ihr „Porcelain“ erst nächstes Jahr verstärkt auf die Bühne bringen?

RI: Bis zum Ende des Jahres spielen wir noch 4 Shows, unsere Release Show eingeschlossen. Wir wollten uns Zeit nehmen, uns auf das nächste Album und das nächste Jahr gut vorzubereiten. 2020 gehen wir mit dem Album dann auf Deutschland-Tour, bisher sind auch diverse Festivals bestätigt. Näheres dazu dürfen wir aber erst demnächst bekannt geben.

HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg mit eurem Album.

Interview: Katja Maeting

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