OBSEQUIAE – The Palms Of Sorrowed Kings

© Obsequiae

Geschrieben von Mathias Keiber
Band: Obsequiae
Album: The Palms of Sorrowed Kings
Genre: Melodic Black Metal
Plattenfirma: 20 Buck Spin
Veröffentlichung: 22.11.2019

 

Nun hat es endlich geklappt. Schon die zwei Vorgängeralben von OBSEQUIAE wollte ich mir eigentlich zu Gemüte führen. Nur kam ich leider nie dazu. Doch aller guten Dinge sind bekanntlich drei und THE PALMS OF SORROWED KINGS frohlockt wiederum mit einem wahren Augenschmaus von einem Cover. Soll heißen: Anschauen, Staunen, Augen zu und Eintauchen in die Vertonung dieser wunderschönen Landschaft aus saftig grünen Hügeln unter strahlend blauem Himmel.

Los geht es mit einem mittelalterlichen Harfen-Intro. Direkt fühle ich mich entführt in eine Welt irgendwo zwischen den schottischen Highlands und Sherwood Forest. So richtig zum Leben erwacht diese Welt mit „Ceres In Emerald Streams“. Der Song beginnt mit einem melodischen Gitarren-Lead, untermalt von festlichen Chören, dann steigen Bass und mit viel Hall versehene Drums ein – und alsbald auch der harsche Gesang, der aber gar nicht so harsch wirkt. Denn all das ist so butterweich und blitzsauber produziert, dass selbst das Krächzen von Tanner Anderson (Gesang, Gitarre, Bass) geradezu zuckersüß klingt – fast schon so wie seine durch und durch eingängigen Gitarren-Leads, die ohne Zweifel das Markenzeichen der Band sind.

Am Schlagzeug sorgt Eoghan McCloskey derweil für reichlich Abwechslung: Mid-Tempo, Up-Tempo, Double-Bass und Blast-Beats – alles dabei und immer wohl dosiert.

In regelmäßigen Abständen, neben Intro und Outro gibt es drei Interludes, kommt auch das märchenhaft anmutende Harfenspiel von Vicente La Camera Mariño wieder zum Einsatz. Was manchem Hardliner zu viel sein wird, kann ich nur gut heißen: Denn nicht nur ist das einfach wunderschön, was der Mann spielt, seine Harfe tut wahre Wunder für die atmosphärische Dichte des Albums.

Gut getan hätte THE PALMS OF SORROWED KINGS vielleicht noch ein echter Hit. Aber auch ohne einen solchen handelt es sich um ein Album wie aus einem Guss, das ich mir nun schon eine Woche lang täglich mindestens einmal anhöre.

Von mir gibt es dafür 9 von 10 Hellfire-Punkten.

Tracklist:
1. L’autrier m’en aloie
2. Ceres In Emerald Streams
3. In The Garden Of Hyacinths
4. Palästinalied
5. Palms Of Sorrowed Kings
6. Morrígan
7. Per tropo fede
8. Lone Isle
9. Asleep In The Bracken
10. Quant voi la flor novele
11. Emanations Before The Pythia
12. In hoc anni circulo

 

LineUp:
Tanner Anderson: Guitars / Bass / Vocals
Vicente La Camera Mariño: Medieval Harp
Eoghan McCloskey: Drums

 

Mehr Infos:

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