Narnia – X

© Narnia

 

Band: Narnia
Album: X 
Genre: Melodic Power Metal 
Plattenfirma: Independent 
Veröffentlichung: 29.05.2026

 

In der Musikszene kommt es immer mal wieder vor, das Movies oder auch Literatur verantwortlich für die Namensgebung von Bands sind. So auch in unserem Fall der schwedischen Band „Narnia“, die von C.S.Lewis Film „Die Chroniken von Narnia“ inspiriert wurden. 1996 gegründet, löste sich die Formation 2010 auf. Bis dahin veröffentlichten sie Live Alben, Singles und sechs Alben. 2014 gab es eine Reunion. 2016 folgte die selbstbetitelte Scheibe „Narnia“. Aktuell erscheint ihr zehntes Album mit der passenden römischen Bezeichnung „X“. Thematisch behandeln sie christliche Ereignisse. Legen wir uns die Scheibe einmal auf den Teller.

Was uns durch das gesamte Album begleitet, bringt der Opener „Like a Thief in the Night“ bestens zum Ausdruck. Bestimmende Synthesizer, die in Kooperation mit starkem Gitarrensound eine Atmosphäre kreieren, die in feierlichen Refrains gipfelt. „Oceanwide“ ist ein Bekenntnis zu Gott (..„lord you hear me praying“..„your  mercy higher than the tide“..„your love is oceanwide“..“and i by your side“). 

Mit einer nicht zu erwartenden Power überrascht „Heaven`s Calling“. Diese Dynamik, die hier auftrumpft, lässt die vorherigen Songs regelrecht verblassen. Mag es an der Songeröffnung liegen (Trompetenklänge) mag es an dem grandiosen Solo (2:43 bis 3:01) liegen. Zudem ein hymnischer Refrain. Jetzt schon mein Favorit und Anspieltipp. 

Kraftstrotzende Gitarren eröffnen „Walk on Water“. Der im Hintergrund spielende Synthesizer, die Backing Vocals geben dem Song ein engelsgleiches, kristallklares Flair, wobei der harte Gitarrensound nicht störend wirkt. Ebenso ertönt „God under Fire“. Bettet sich in balladeske Rhythmik ein. „Remedy“ steigt kompromisslos mit harten Gitarrenriffs  ein. Fasziniert durch einen Sprachgesang, der sich in eine unglaublich markige Chorus Einlage verwandelt. 

„Jerusalem“ hat den leichten „Touch“ der 90er Jahre, wie ich finde. Fantastisch aufgelegt mit klarer Gesangsstruktur, und einer Rhythmik, die energiegeladen aber nicht überspannt klingt. Dagegen wirkt „The War that tore the Land“ (2:16) rein instrumental niedergeschlagen, nachdenklich und ein wenig depressiv. Den Abschluss bildet eine Ballade, die ihren Namen ehrlich verdient hat. „The Man from Nazareth Pt. II“ behandelt die Auferstehung Jesu (..„they came in the morning to roll away the stones that blocked the entries to the truth„..“little did they realize that he would rise as it was foretold„..). Mittels des Klaviers mystisch im Klang, mit einer Gesangsstruktur, die einer Prosa ähnelt.  

Fazit: „X“ ist ein melodisches Album, das christliche Themen mittels Elemente des Hardrock und Power Metal hörbar macht. Man nehme eine Thematik, schaffe eine Melodie, die eingängig, fühlbar ist und versehe diese mit hymnischen Refrains. Schon liegt ein positives Ergebnis vor. „Narnia“ ist nicht die erste Band, und wird auch nicht die letzte sein, die sich mit biblischer Thematik befasst. Von mir erhalten sie 8,5 von 10 Hellfire Punkten

 

Tracklist:

01- Like a Thief in the Night
02- Oceanwide
03- Heaven`s Calling
04- Walk on Water
05- God under Fire
06- Remedy (SOS)
07- Jerusalem
08- Every Breath
09- The War that tore the land (Reprise)
10- The Man from Nazareth Pt. II

 

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