
© Eternal Evil
Geschrieben von:Bernd Kröninger
Band: Eternal Evil
Album: Forever Feared
Genre: Thrash Metal
Plattenfirma: Listenable Records
Veröffentlichung: 29.05.2026
2019 fanden sich vier Schweden zusammen, um in Stockholm die Formation „Eternal Evil“ zu gründen. Adrian Tobar (voc,g), Adam Sjö (b), Tobias Lindström (g) und Felix Wahlund (dr) bekennen sich zum Thrash Metal. „Forever Feared“ ist ihr drittes Album, das uns laut Titel verspricht für immer gefürchtet zu sein. Also legen wir die Nadel auf die Rille und lauschen den Versprechungen.
Zuerst gibt es ein mystisch, heroisch wirkendes kurzes Intro mit „Prelude“, das sich mit dem zweiten Track „Darkened Sphere“ schon eher ihrem Genre anpasst. Adrian und Felix stehen im Vordergrund mit den peitschnden Drum und dem irren Scream. Eine Kampfansage für dunkle Romantik mit rasender Rhythmik lässt „A Soul to Cope“ los. Darüber können auch die teils „harmlosen“ Saitenspiele nicht täuschen.
Der Titelsong „Forever Feared“ beginnt (wenn auch nur wenige Sekunden) mal nicht thrashig. Gleichwohl die „Pojkars“ dieses Genre wieder aufleben lassen (0:14 bis 0:36). Danach erleben wir eine Sequenz, die dem Heavy Metal Vorschub leistet. In regelmäßigen Abständen wechseln diese beiden Genres über 5:17 Minuten. Vielleicht kann ich deswegen dem Song doch etwas abgewinnen.
Komplett thrashig und voller Speed erleben wir „Eyes of Wrath“ („Augen des Zorns“). Hier müsste es bevorzugt Spielweise des Zorns heißen. Höllisches Tempo, das Adrian textlich einiges abverlangt. „Triumph through Pain“ ist so ein Song, der totale „Moshpit Stimmung“ aufkommen lässt. Wie eine Rüttelmaschine dringt der Sound in den Gehörgang. Gefördert durch die Backing Vocals.
Ist es den Rosen geschuldet, oder was passiert in „Stain of Roses“? Hier ändert sich die Gangart erheblich. Zwar noch immer hart im Sound, aber gegenüber den vorherigen Songs schon als melodisch balladesk zu bezeichnen. Eine gebotene Ruhephase, die sich fast friedlich dem Ende neigt. Und ebenso atmosphärisch empfängt uns ein Blick auf die Berge („The Mountains Gaze“). Was nicht lange dauert bis (1:52) die Rhythmik wie ein Steinschlag auf uns einstürzt.
Der Abschluss Track „I know, the Fire burns inside“ lässt es mit ruhigen Tönen beginnen. Wirbelnde Drum (0:48) battlen sich gleichzeitig mit mitreißenden Gitarren Riffs. In diesen schnellen Part versucht sich Adrian anzugliedern. Musikalisch gesehen mit den Tempi Wechseln ein richtiges „Schmanker“: Gitarren, die sich ihrem Spiel an Schnelligkeit selbst einholen wollen. Bringen ein virtuoses Solo, dem die Drum schier unmöglich folgen kann.
Fazit: Auch wenn ich kein unbedingter Freund des Genres bin, so muss ich dennoch die Leistung anerkennen. Zugegeben, bei dem ein oder anderen Song, bewegten sich die Nackenmuskeln schon mit. Als Gesamtwerk gesehen, ein wertvolles Album. Mit der Einbeziehung von klassischen Heavy Metal Elementen eine recht kreative Scheibe. 8 von 10 Hellfire Punkten auf dem Weg nach Stockholm.
Tracklist:
01- Prelude
02- Darkened Sphere
03- A Soul to cope
04- Forever Feared
05- Eyes of Wrath
06- Triumph through Pain
07- Stain of Roses
08- Mountains Gaze
09- I know, the Fire burns inside
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