Metallica – ReLoad (Remastered Expanded Edition) 3CD

© Metallica

 

Geschrieben von Hans Dadaniak
Band: Metallica
Album: ReLoad (Remastered Expanded Edition) 3CD
Genre: Metal
Plattenfirma: Blackened Recordings / Mercury
Veröffentlichung: 26.06.2026

 

Mit „ReLoad Remastered“ folgt nun der Nachfolger auf „Load Remastered“. Ein Album, an dem sich die Geister scheiden, da  es seit  dem „Black Album“ einen Kurswechsel gegeben, der sich in Richtung „Radiokompatibel“ entwickelt hat. Die einen liebten den neuen Stil, die anderen waren enttäuscht. So wurde schon einiges nach seiner damaligen Veröffentlichung über dieses Album geschrieben. Ein Grund, erst gar nicht darauf einzugehen, sondern mein Gehör auf die beiden Zusatz-CD´s zu richten.

Auf Disk 2 kann man als Hörer dann seine Vergleiche ziehen und die schaffensweise der Band nachverfolgen. So sind die Songs in einer ersten Rohfassung oder auch einfach nur als Demo vorhanden. Doch gerade dies macht den Reiz aus. So kommt „Fuel for Fire“ als Rough Mix daher, der zwar nicht so ganz an die Album-Version heranreicht, aber durchaus hörbar ist. Dann folgt „The Memory Remains“ zuerst als Instrumental Mix und direkt danach mit „Marianne-Faithfull-Outtakes“, deren fast klagender „La-La-La“-Gesangspart dem Song eine unvergleichliche Note verleiht. „Devil Dance“, ein düsterer schwerer Song, der hier in einer Instrumental-Version dargebracht wird und mir persönlich noch besser gefällt.
„The Unforgiven II“, einer der Klassiker schlecht hin. Geht ins Ohr – bleibt im Ohr. Und hier mit einem alternativen Gesangsidee. Haut genauso rein. Mit „Better“ und „Drivin“ folgen wieder 2 Rough Mixes, welche sich später als „Better Than You“ und „Slither“ auf dem fertigen Album Einzug erhalten haben. Ebenso wie es das „Carpe Diem Baby“ Demo namens Skimpy geschafft hat. Mit „Bastard“ erhalten wir dann eine Instrumental-Version von „Bad Seed“, welche ebenfalls ihren Charme hat. Danach wird’s erst mal kurz. „Martini“ so der Name für „Where the Wild Things Are“ präsentiert uns erst nur die Vorlage für den Riff, so dass uns danach noch ein „Martini“ serviert wird. Diesmal jedoch erheblich länger. Wiederrum eine Instrumental-Version. Und so folgen dann noch weiter Demos, wie „Fish Tank“, später „Prince Charming“ sowie „Mine Eyes“ was sich dann als „Low Man’s Lyric“ entpuppt und auch in dieser Version eine Berechtigung auf dem Album hätte haben können. Ebenso wie „Sweat“, dem späteren „Attitude“ mit einem alternativen Songtext. Und dann kommen „Fixer und Voodoo Queen“. Während uns Fixer uns ein Intro zu „Fixxxer“ anbietet erhalten wir bei Voodoo Queen einen wiederum alternativen Text. Und damit hört der Einblick auf die schaffensweise auf. Für absolute Fans ist diese Scheibe wohl ein Muss, weil sie damit Ihrer Band in deren Entwicklung verfolgen können.

Doch schauen wir jetzt mal auf Disk 3. LIVE!!!, was gibt es besseres als den Sound pur zu erfahren. Der Kracher schlechthin ist direkt „Fuel“, der einen mit seinem Tempo sofort mitnimmt. Wer hier nicht „Headbanged“ sollte vielleicht mal das Genre wechseln. Danach „The Memory Remains“, das ebenfalls direkt mitreißt. Mit „Devil’s Dance“ direkt der nächste Song aus dem ReLoad-Album, der einem in die Gehörgänge geschmettert wird. Doch damit nicht genug. Mit „Low Man’s Lyric“ bekommen wir eine Acoustic-Version dargeboten die einen sofort in seinen Bann zieht. Doch damit hören die Songs von „ReLoad“ auch schon auf. Danach folgen Perlen aus dem Album „Load“. Präsentiert werden „Ain’t My Bitch, Until It Sleeps, King Nothing, Hero of the Day, Bleeding Me und Poor Twisted Me, welches eine Live Session aus dem Proberaum ist. Doch damit nicht genug, die Zeitreise geht weiter. Mit „The Thing That Should Not Be“ gibt es einen Klassiker vom „Master of Puppets-Album. „The Wait“ stammt aus „Garage inc.“ und zum Abschluss gibt es „Fight Fire with Fire“ vom Album „Ride The Lightning“ welches damals mein erster Kontakt zu Metallica war.

Es ist nicht einfach nur, „Wir legen mal neu auf“, sondern eine Reise zurück die einem die vielseitigen Facetten der damaligen Zeit nahebringen. Technisch auf hohem Niveau und eine Möglichkeit die Entwicklung von Metallica neu zu erleben. Dafür gibt es von mir 9 von 10 Hellfire-Punkten.


Tracklist:

Disc 1

01           Fuel (Remastered)
02           The Memory Remains (Remastered)
03           Devil’s Dance (Remastered)
04           The Unforgiven II (Remastered)
05           Better Than You (Remastered)
06           Slither (Remastered)
07           Carpe Diem Baby (Remastered)
08           Bad Seed (Remastered)
09           Where the Wild Things Are (Remastered)
10           Prince Charming (Remastered)
11           Low Man’s Lyric (Remastered)
12           Attitude (Remastered)
13           Fixxxer (Remastered)

Disc 2

01           Fuel („Fuel for Fire“ October ’95 Rough Mix)
02           Memory („The Memory Remains“ Instrumental Mix)
03           Memory („The Memory Remains“ Marianne Faithfull Outtake – August 21st, 1997)
04           Devil Dance („Devil’s Dance“ Take 11 – July 31st, 1995)
05           Unforgiven 2 („The Unforgiven II“ Vocal Idea)
06           Better („Better Than You“ October ’95 Rough Mix)
07           Drivin‘ („Slither“ September ’97 Rough Mix)
08           Skimpy („Carpe Diem Baby“ Demo)
09           Bastard („Bad Seed“ Take 9 – July 25th, 1995)
10           Martini („Where the Wild Things Are“ Riff)
11           Martini („Where the Wild Things Are“ Take 25 – May 31st, 1995)
12           Fish Tank („Prince Charming“ Demo)
13           Mine Eyes („Low Man’s Lyric“ Demo from The Plant)
14           Sweat („Attitude“ Vocal Idea)
15           Fixer („Fixxxer“ Intro Piece)
16           Voodoo Queen („Fixxxer“ Vocal Idea)

Disc 3

01           Fuel (Live at Brisbane Entertainment Centre, Brisbane, Australia – April 20th, 1998)
02           The Memory Remains (Live at the CoreStates Complex Parking Lot, Philadelphia, PA –
               November 11th, 1997)
03           Devil’s Dance (Live at Perth Entertainment Centre, Perth, Australia – April 12th, 1998)
04           Low Man’s Lyric (Acoustic) (Live at Giants Stadium, East Rutherford, NJ – July 17th, 1998)
05           Ain’t My Bitch (Live at Reading Festival, Reading, England – August 24th, 1997)
06           Until It Sleeps (Live at Giants Stadium, East Rutherford, NJ – July 17th, 1998)
07           King Nothing (Live at Brisbane Entertainment Centre, Brisbane, Australia – April 20th, 1998)
08           Hero of the Day (Live at Reading Festival, Reading, England – August 24th, 1997)
09           Bleeding Me (Live at Ministry of Sound, London, England – November 13th, 1997)
10           Poor Twisted Me (Rehearsal at KSJO Studios, San Jose, CA – December 17th, 1997)
11           The Thing That Should Not Be  (Live at the CoreStates Complex Parking Lot, Philadelphia, PA –   
              November 11th, 1997)
12           The Wait (Live at Ministry of Sound, London, England – November 13th, 1997)
13           Fight Fire with Fire (Live at Giants Stadium, East Rutherford, NJ – July 17th, 1998)

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