Invisible Hand – Weiter Musik zu machen war für uns Pflicht

© Invisible Hand

Wir vom Hellfire reden nicht nur davon, den Untergrund zu unterstützen, wir wollen Euch dieser Tage eine Menge Bands vorstellen, die „unsigned“ sind, also keinen Deal bei einer Plattenfirma haben oder zumindest aber ihre komplette Promo-Arbeit selber machen.

Diesmal sprachen wir mit den Jungs von Invisible Hand.

HF: Invisible Hand ist als Band ja noch ziemlich jung. Was war für euch die Motivation, die Band zu gründen?

IH: Die meisten von uns kennen sich schon sehr lange und haben schon in früheren Projekten zusammengespielt. Als das irgendwann, aufgrund des Ausstiegs unseres damaligen Bassisten, nicht mehr ging, standen wir vor der Wahl: entweder den Bass neu besetzen oder ein komplett frischer Start. Wir entschieden uns für letzteres, stellten Piet an der Gitarre ein und Dave wechselte zum Bass. Fakt war, dass es für uns Pflicht war, weiter Musik zu machen.

HF: Welche musikalischen Einflüsse und Ideen kommen im Sound von Invisible Hand zusammen? Mit welchen drei Bands würdet ihr das perfekte Line-up für eine Show bilden  und warum?

IH: Einfluss auf uns hat das, was uns gefällt, Inspirationen gibt es überall. Für unseren Sound sind Justin’s Soli und Leadparts enorm wichtig. Und jeder von uns hat seine eigenen Vorbilder, die mal mehr, mal weniger mit Hardcore zu tun haben. Um einige Namen zu nennen, würde ich sagen, dass Bands wie MALEVOLENCE oder COLDBURN mit den größten Einfluss auf uns haben, da bei diesen Bands bereits vieles zusammen kommt, was wir geil finden. Also Hardcore Riffs und heftige Breakdowns, aber auch Oldschool Parts und Metal Soli. Aber wie gesagt, da gibt es noch so viel mehr. Das perfekte Lineup wäre eventuell zusammen mit GET THE SHOT, KNOCKED LOOSE und NASTY. Das wäre ein Lineup, was uns persönlich sehr gut gefallen würde. Jede der Bands ist eine Inspiration für uns, was man mal mehr, mal weniger direkt hört.

HF: Ein Teil von euch hat ja vorher schon zusammen in einer Band gespielt. Wenn man in größtenteils vertrauter Formation eine neue Band gründet, wie stellt man da sicher, dass man sich nicht selbst kopiert bzw. das alte Bandprojekt soundmäßig einfach fortsetzt? Oder habt ihr für euch die Gefahr nie gesehen?

IH: Der größte Teil von uns kennt sich schon lange. Ehrlich gesagt ist Piet (Gitarre) der einzige, der wirklich neu bei der Bandgründung dazugestoßen ist. Die Frage hatten wir uns so allerdings noch nie gestellt. Die alte Band war das erste richtige Projekt für uns und das hat man auch gehört. Mittlerweile haben wir doch einige Erfahrungen sammeln können – die man hoffentlich ebenfalls hört. Um uns musikalisch abzugrenzen haben wir die Ausrichtung vom Metalcore auf Hardcore verlagert, zumal Hardcore das Genre ist, dem die meisten der Band sich schon länger eng verbunden fühlen. Aber nein, darüber hatten wir nie nachgedacht.

HF: Nach dem Release eurer EP „Merciless“ hat es euch dann ja schnell und oft auf die Bühne gezogen. Wie lange habt ihr gebraucht, bis ihr das Gefühl hattet, dass ihr auch live richtig eingespielt seid? Und welche Show war bisher die großartigste für euch?

IH: Wir hatten uns ein Jahr auf die EP und den ersten Gig vorbereitet, bevor wir das Projekt überhaupt an die Öffentlichkeit gebracht haben, dadurch hat es sich schon ab der ersten Show sehr harmonisch angefühlt. Sicherlich hat es noch eine Weile gedauert bis wirklich alles für uns gestimmt hat. Die Tour letztes Jahr hat da ihren Teil zu beigetragen. Es war eine gute Möglichkeit für uns, vieles auszuprobieren und noch mehr Sicherheit zu erlangen.
Uff, eine Show auszuwählen fällt immer schwer. Sehr beeindruckt hatte uns damals direkt die EP Release Show, weil wir nie mit soviel Zuspruch gerechnet hätten. Aber auch eine ganz kleine Show, die wir zusammen mit BROTHERS TILL WE DIE gespielt haben, war eine richtig gute Erfahrung. Es waren zwar nur ca. 20 Leute da, aber die Stimmung war einfach gut. Es muss eben nicht immer groß sein. Das komplette Gegenteil, auf die Besucherzahlen bezogen, war die Show in der Moritzbastei in Leipzig, die unsere Freunde von Our Music Our World 66 Crew veranstaltet haben. Das war bis jetzt mit Abstand die größte Show von uns. Die Stimmung war auch hervorragend. Wie gesagt, da können wir uns nicht festlegen und wir genießen jede Show. Aber das wären die Top 3.

HF: Ihr habt ja schon angekündigt, dass ihr an neuem Material und eine Tour in diesem Jahr arbeitet. Wie wär es mit ein paar Details? 😉 Was, wie, wann, wo?

IH: Wir sind gerade im Studio für ein paar Songs. Was wir damit vorhaben, bleibt erstmal geheim. Es gibt eine Idee, aber noch nichts festes. Auch kann das noch eine gute Zeit dauern, da Dave eine Weile ausfallen wird, weil er am Knie operiert wird. Dieses Jahr, vom 18.09. bis 26.09., werden wir durch Deutschland touren, da sind wir gerad in der Planung. Sicher sind bereits die Gigs in Hermsdorf, Magdeburg, Frankfurt und natürlich Erfurt.

HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und sind gespannt, was wir als nächstes von euch hören werden.

Interview: Katja Maeting

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