Geschrieben von Oliver Heberling
Schlachthof Wiesbaden // 11.05.2026. Montagabende sind kein leichter Konzertslot, dennoch war die Clubshow von HIGH DESERT QUEEN und WOLF PRAYER Anfang der Woche mit einem rund zur Hälfte gefüllten Kesselhaus gut besucht. Und beide Bands belohnten das mit mitreißenden Auftritten.
Bis etwa 20.45 Uhr eröffneten WOLF PRAYER den Abend. Mit ihrem Mix aus Stoner und Fuzz Rock ging es bei der Band aus der Westpfalz noch deutlich verschachtelter und psychedelischer zu als beim Mainact im späteren Verlauf des Abends. Hinterlegt wurde die an Yawning Man erinnernde Musik mit verschiedenen trancehaften Videoeinblendungen des Bandnamens oder auch kurzen traum-artigen Animations-Clips. Ein gelungener Auftakt, der vom Publikum mit viel Applaus goutiert wurde.
Ab 21 Uhr enterten dann HIGH DESERT QUEEN für rund eine Stunde die Bühne. Der Tourtitel „Riffs as big as Texas“ versprach nicht zu viel: Der straighte Stoner Rock der Texaner brachte das Kesselhaus von Beginn an mächtig in Wallung und statt diesen Level lediglich zu halten, steigerte sich die energiegeladene Show über den Abend immer weiter.
Das lag nicht zuletzt an der enormen Bühnenpräsenz von Sänger Ryan Garney, der als Gründer von Lick of My Spoon Productions auch das Stoner Szene Treffen Ripplefest in Texas ausrichtet. Seine Ausstrahlung und Power steckte das Publikum mit jedem Song weiter an, wobei als besondere Highlights das der Opening Band gewidmete „Head Honcho“ und der gemeinsam mit Erik von The Kupa Pities (unbedingt reinhören!) gesungene Bandhit „The Mountain vs. The Quake“ herausstachen. Zur Zugabe gab Ryan Garney nochmal alles und stieg von der Bühne mit in den Pit.
Das zufriedene Publikum verweilte noch etwas im Club um sich kauffreudig am Merchandise-Stand auszutoben. Zurück bleibt ein Konzertabend, der herausragende Werbung für Montagabend-Gigs macht.
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