Dirkschneider – Live – Back To The Roots

dirkschneider

Geschrieben von Gernot Sieger
Band: Dirkschneider
Album: Live – Back To The Roots
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 28. Oktober 2016

 

Dieses Album musste ich jetzt einfach vorziehen, denn Udo Dirkschneider, die Stimme von Accept (das wird er für mich auch immer bleiben), ist Kult! Dementsprechend neugierig war ich auch auf das, was der Albumtitel erwarten lässt, seine Wurzeln liegen ja eindeutig bei Accept.

Geplant hat Dirkschneider diese Tour eigentlich für sich selbst, um mit dem Thema Accept endgültig abzuschließen. Aufgenommen wurde das Album im Kaminwerk in Memmingen, was wie ein großer Teil der Shows komplett ausverkauft war. Udo himself war sehr überrascht, was die Resonanz auf diese Tour betraf. Er hatte nicht damit gerechnet, dass so viele Fans ihn auf diesem Abschiedsweg begleiten wollten.

25 Songs, handverlesen, von Udo persönlich ausgewählt. Es sind alles Stücke, zu denen er einen persönlichen Bezug hat. Einige der Songs nannte er mir mal, vor vielen Jahren bei einem Interview in Stuttgart, im Rahmen der Eröffnungsshow der Reuniontour, als seine Lieblingsstücke.

Und um auch dies vorweg zu nehmen, ich werde bis zum vorletzten Song des Doppelalbums auf die Folter gespannt. Dann kommt die Ansage auf Englisch, da der Gitarrist sie sonst nicht versteht. „He comes from dark and cold Finnland!“ Und dann kommt das Riff, welches für mich einmal die Musikwelt verändert hat, mein persönlicher Accept Hammer Highlight Klassiker: Balls To The Wall! Sofort habe ich Gänsehaut. Udo bringt den Song noch genauso perfekt rüber wie früher. Und ich werde ein bisschen wehmütig, denn wenn Udo zu seiner Aussage steht, und das hat er in der Vergangenheit immer, wird es den Song mit seiner Stimme nie wieder live geben. Wobei ich mir wünsche, dass er hier mal eine Ausnahme macht. Ich habe das Stück so oft live gehört und es jedes Mal mehr als genossen.

Natürlich steht Dirkschneider noch zu dem, was er früher mit Accept gemacht hat. Es ist ein wichtiger Bestandteil seiner Biografie, hat ihn zu dem gemacht, was er heute ist. Accept war der Grundstein seiner Karriere. Aber er sagt auch, dass es irgendwann mal an der Zeit ist mit einem Kapitel abzuschließen. Und diese Zeit sieht er nun für sich gekommen.

Die Songauswahl ist eigentlich ein Best Of Accept, es fehlt im Grunde nichts Wichtiges. Klar, sicherlich wird der eine oder andere noch einen persönlichen Lieblingssong vermissen, aber die Scheibe ist für jeden Udo Dirkschneider und Accept Fan ein ziemlich fettes Brett.

Raue Nummern wie Son Of A Bitch und Fast As A Shark sind ebenso vertreten wie ausgefeiltere Nummern a la Monsterman, Metal Heart oder Winterdreams. Natürlich fehlen auch die Hymnen nicht, zum Beispiel London Leatherboys, Princess Of The Dawn und das alles überragende Balls To The Wall!

Wenn Ihr jetzt noch Anspieltips möchtet, dann hört in die drei letztgenannten Songs, sowie Son Of A Bitch rein. Udo Dirkschneider at it’s best.

Mein Fazit: Danke, Udo, dass Du uns dieses Vermächtnis Deiner Wurzeln für die Ewigkeit zur Verfügung stellst. Wer sich Rock und Metalfan nennt MUSS diese Scheibe haben. Muss!

 

Tracklist:

 

Disc 1

  1. Intro
  2. Starlight
  3. Living For Tonite
  4. Flash Rockin Man
  5. London Leatherboys
  6. Midnight Mover
  7. Breaker
  8. Head Over Heels
  9. Neon Nights
  10. Princess Of The Dawn
  11. Winterdreams
  12. Restless And Wild
  13. Son Of A Bitch

 

Disc 2

  1. Up To The Limit
  2. Wrong Is Right
  3. Midnight Highway
  4. Screaming For A Love-Bite
  5. Monsterman
  6. T.V. War
  7. Losers And Winners
  8. Metal Heart
  9. I m A Rebel
  10. Fast As A Shark
  11. Balls To The Wall
  12. Burning

 

Mehr Infos:

 

http://www.udo-online.com/

https://www.facebook.com/UdoDirkschneiderOfficial/?fref=ts

https://www.facebook.com/DIRKSCHNEIDEROfficial/?fref=ts

 

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