
© Carnal Dust
Geschrieben von: Tim Karow
Band: Carnal Dust
Album: Destroyer Of Souls
Genre: Thrash Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: steht noch nicht fest
Thrash Metal muss nicht kompliziert sein. Für mich persönlich muss er knallen! Dreimal dürft ihr raten, welche Band es verstanden hat ? Die Hannoveraner Carnal Dust haben es sehr gut verstanden!
Schon „Psycho Terror“ zieht sofort die Reißleine Richtung. Mit starkem Refrain und Lyrics über psychischen Druck und Kontrollverlust. Die Mischung aus Overkill und Testament blitzt hier besonders stark durch.
Weiter geht’s mit „Functional Frozen“ . Dieser Track geht etwas düsterer vor. Kalte Atmosphäre. Mechanischer Groove. Hier konnte ich mich nicht während dem schreiben das Headbangen verkneifen. Song Nummero 2 Song lebt von seinem bedrückenden Feeling und den starken Lyrics über emotionale Leere und das Funktionieren im Alltag.
Mit „The Great Emptiness“ wird es fast schon philosophisch. Existenzängste. Sinnsuche. Zerfall. Gleichzeitig bleibt die Band musikalisch kompromisslos und verliert nie den Druck. Das Riff am Anfang hat Melodic Death Metal vibes, welche ich liebe !
„Who’s Your God“ funktioniert wie ein Schlag gegen moderne Oberflächlichkeit. Der Song hat Biss, aber auch wumms. Vor allem die Zeilen über Social Media und blinden Konsum bleiben hängen.
„Depression“ gehört zu den stärksten Tracks der Platte. Es ist Roh aber auch irgendwie anders. Ohne Kitsch. Die düstere Atmosphäre sitzt perfekt und der Chorus brennt sich fest. Das fast schon gegrowlte „Depression!“ ist famos.
„Feed The Fire“ bringt danach wieder mehr Vorwärtsdrang. Klassischer Moshpit-Stoff. Genau der Song bei dem live die Nacken leiden dürften.„Victory Of Stupidity“ ist dann purer Thrash-Abriss. Wütend. Direkt. Gesellschaftskritisch. Der Titel passt erschreckend gut in die heutige Zeit.
Mit „Modern Slavery“ liefern Carnal Dust einen der abwechslungsreichsten Songs des Albums. Druckvolle Riffs treffen auf starke Hooks und moderne Themen über Manipulation und Gleichschaltung.
Der Titeltrack „Destroyer Of Souls“ bildet den perfekten Abschluss. Düster. Schwer. Teilweise fast schon apokalyptisch. Genauso beendet man ein Thrash-Album.
Carnal Dust schaffen es auf ihrem Debüt erstaunlich souverän klassischen Thrash Metal mit modernen Themen und ordentlich Atmosphäre zu verbinden. Man hört die Leidenschaft für die Szene in jeder Sekunde. Ich finde es wunderbar und vergebe 9 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 Psycho Terror
02 Functional Frozen
03 The Great Emptiness
04 Who‘s Your God
05 Depression
06 Feed The Fire
07 Victory Of Stupidity
08 Modern Slavery
09 Destroyer Of Souls
Mehr Infos:













