Bodysnatcher – Hell Is Here, Hell Is Home

© Bodysnatcher

 

Geschrieben von: Tim Karow 
Band: Bodysnatcher
Album: Hell Is Here, Hell Is Home
Genre: Deathcore
Plattenfirma: MNRK Heavy
Veröffentlichung: 10.04.2026

 

Manche (meist alle) Deathcore-Alben wollen brutal sein. Andere wollen einfach nur möglichst viele Breakdowns haben. Und dann gibt es „Hell Is Here, Hell Is Home“. Die Band, die ich vorhin nur namentlich kannte, nahm ich mal genauer unter die Lupe.  Es klingt wie purer Hass auf alles Schlechte dieser Welt. Der positive Hass natürlich.

Bodysnatcher aus Melbourne liefern hier ihr wahrscheinlich härtestes und gleichzeitig stärkstes Album überhaupt ab. „The Maker“ tritt direkt die Tür ein !  Düsteres Intro. Dann schlägt der Song plötzlich komplett ein. Die Riffs drücken brutal und die Breakdowns fühlen sich an wie ein Schlag ins Gesicht. Genau diese rohe Gewalt zieht sich durch die ganze Platte.

„Writhe and Coil“ lässt keine Sekunde zum Durchatmen. Das Tempo ist komplett krank und die Drums prügeln alles nieder. Vor allem die Vocals von Kyle Medina klingen hier einfach unmenschlich. Tief, aggressiv und voller Wut.

Mit „Plague of Flies“ gibt es klassischen Deathcore auf die Fresse. Schnelle Parts, schwere Breakdowns und pure Eskalation. Der Song wird live komplett zerstören. „May Your Memory Rot“ bringt dazu noch eine emotionale Ebene rein. Der Hass in diesem Song wirkt echt und nicht gespielt. Genau deswegen knallt der Track so hart.

„Violent Obsession“ und „No Savior“ zeigen dann nochmal, wie stark die Band inzwischen beim Songwriting geworden ist. Trotz der brutalen Härte haben die Songs Struktur und bleiben hängen. Besonders „No Savior“ hat stellenweise fast schon eine epische Atmosphäre bevor wieder alles komplett zerlegt wird.

Die Single „Blade Between the Teeth“ gehört locker zu den stärksten Songs der Platte. Extrem präzise, aggressiv und mit einem Ende, das dich einfach sprachlos zurücklässt. Auch „Two Empty Caskets“ hält das Level ohne Probleme oben.

Richtig geil wird es nochmal bei „Survive or Die“. Das Feature von Scott Vogel von Terror bringt diesen Hardcore-Einfluss rein und gibt dem Song nochmal extra Energie.

Der Titeltrack „Hell Is Home“ beendet das Album dann genau so zerstörerisch wie es angefangen hat. Riesige Riffs, eklig harte Breakdowns und pure Endzeitstimmung. Genau so muss ein Finale klingen.

Was die Platte so stark macht, ist dieses Gefühl von echter Wut. Nichts klingt künstlich oder erzwungen. Das Album wirkt roh, dreckig und ehrlich. Klar folgen viele Songs einer ähnlichen Struktur, aber genau das macht den Sound von Bodysnatcher inzwischen aus.

Für mich ist „Hell Is Here, Hell Is Home“ jetzt schon eines der stärksten Deathcore-Alben des Jahres. Dank dem Chef, werde ich jetzt öfters in diese Band hinein hören. Genau das will man von einer Band wie Bodysnatcher hören. 9 von 10 Hellfire-Punkten.

 

Tracklist

01 The Maker
02 Writhe and Coil
03 Plague of Lies
04 May Your Memory Rot
05 Violent Obsession 
06 No Saviour 
07 Blade Between the Teeth
08 Two Empty Caskets
09 Survive or Die
10 Hell Is Home

 

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