Bob Daisley And Friends – Moore Blues For Gary – A Tribute To Gary Moore

Geschrieben von Jörg Schnebele
Band: Bob Daisley And Friends
Album: Moore Blues For Gary – A Tribute To Gary Moore
Genre: Blues
Plattenfirma: earMusic
Veröffentlichung: 26. Oktober 2018

 

Ob Gary Moore ein verkappter Blues Musiker war, der seine Karriere mit Hard Rock begann oder ein Hard Rocker, der schließlich seine Liebe im Blues entdeckte, wird uns wohl allen verschlossen bleiben.

Ohne Frage war er in beiden Bereichen ein Meister, und man kann wohl zu Recht behaupten, dass der Blues Gary Moore weit mehr bekannt gemacht hat, als seine Hard Rock Aktivitäten.

Am 06. Februar 2019 sind es bereits acht Jahre her, dass Gary Moore von uns gegangen ist; unbegreiflich, da uns seine Musik ja irgendwie allgegenwärtig ist.

Moore’s alter Weggefährte Bob Daisley hat nun ein Projekt in Gang gebracht, mit dem er dem Altmeister huldigen will und klar aufzeigt, welche Meister-Songs Moore zu Lebzeiten geschrieben, und unverkennbar mit seiner Handschrift musikalisch umgesetzt hat.

Für dieses Projekt hat er namhafte Musiker gewinnen können, die halfen, Moore’s Songs göttlich umzusetzen.

Unter anderen mit von der Partie Dough Aldrich (Whitesnake, Dio), Don Airey (Gary Moore, Ozzy Osbourne, Black Sabbath, Whitesnake), Danny Bowes (Thunder), Neil Carter (UFO, Gary Moore), Glenn Hughes (Deep Purple, Black Sabbath, Gary Moore), Steve Lukather (Toto), Joe Lynn Turner (Rainbow, Deep Purple)Steve Morse (Deep Purple) Eric Singer (Kiss), John Sykes (Thin Lizzy, Whitesnake, Tygers Of Pan Tang) oder Ricky Warwick (Thin Lizzy, All Star Riders).

Präsentiert werden 13 Songs, von denen meine persönlichen Faves „Empty Rooms“, „Still Got The Blues For You“, “The Loner” und “Don’t Believe A Word” sind, ohne die anderen Songs abwerten zu wollen.

Tribute Geschichten sind oftmals ein zweischneidiges Schwert. Es stellt sich nicht selten die Frage, ob dies überhaupt sein muss, ob man das Erbe des Künstlers nicht beschmutzt oder gar die Songs so schlecht covert/interpretiert, dass man eher von Leichenschändung denn einem erfolgreichen Unterfangen sprechen kann.

Ich selbst war nicht minder skeptisch; allerdings muss man Daisley und Freunden attestieren, dass ihnen mit „Moore Blues For Gary“ ein wirklich wertvolles Kleinod gelungen ist.

Die Songs sind stellenweise so nah am Original, dass man glauben könnte, Gary sei seiner Gruft entstiegen. Speziell die Vocals überzeugen auf ganzer Linie.

Für mich, der mit Gary Moore aufgewachsen ist, hat man ein tolles Stück Blues-Geschichte wieder auferstehen lassen.
Für die jüngere Generation, die Gary Moore lediglich vom Hörensagen kennt, eine gute Möglichkeit, sich mit dem Schaffen des Gitarristen auseinanderzusetzen und seine CD Sammlung eventuell hier und da zu erweitern.

„Moore Blues For Gary“ verdient 9 von 10 Hellfire Punkten.

 

Tracklist:

  1. That’s Why I Play The Blues
  2. The Blues Just Got Sadder
  3. Empty Rooms
  4. Still Got The Blues For You
  5. Texas Strut
  6. Nothing’s The Same
  7. The Loner
  8. Torn Inside
  9. Don’t Believe A Word
  10. Story Of The Blues
  11. This One’s For You
  12. Power Of The Blues
  13. Parisienne Walkways

 

Mehr Infos:

https://www.facebook.com/Gary-Moore-The-King-Of-Guitar-482543451841395/

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