
© Wrang – Verwording
Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Wrang
Album: Verwording
Genre: Black Metal
Plattenfirma: Dominance of Darkness Records
Veröffentlichung: 24.04.2026
Wrang aus Utrecht in den Niederlanden wurden 2013 von Schlagzeuger Valr (Deathless Void, ex-Grafjammer) zusammen mit Gitarrist, Bassist und Sänger Galgenvot (Sarastus) ins Leben gerufen. In gewissen Abständen, nicht in regelmäßigen, veröffentlichen sie ein Album und mit dem mir hier vorliegenden „Verwording“ sind es nun drei an der Zahl. Dieses neue Werk kann man auf CD, LP, Kassette und als Download über Dominance of Darkness Records erwerben.
Alles wieder in der heimatlichen Sprache dargeboten, eröffnet „Stilstand„. Der Sound ist roh, die Gitarre spielt sich ein und die Drums gesellen sich flott und treibend dazu. Gesanglich ist alles weiter hinten, sodass es sich nicht besonders vom gespielten abhebt und im Vordergrund zu hören ist. Der Rhythmus ändert sich, das Gesangliche versteckt sich weiterhin inmitten von allem und so bin ich etwas enttäuscht. Dies aber nicht vom gespielten, eher von der ganzen Abmischung oder wie das auch heißen mag. „Entartete kunst“ folgt, am Klang ändert sich nichts, man geht schleppend vorwärts, stimmt sich neu ein und ab geht die niederländische Post. Das Spielerische haut rein, es massiert mir und vielleicht auch dir aggressiv anders und geradlinig in maßen die Schädeldecke und es wird teilweise schwebend im Klangapparat. Bei „Nachten in Wahlheim“ ist als Gastsänger Revenant (Order of Nosferat, Sarkrista, Siechknecht u.w.) zu hören, man treibt die Aggressivität mit Peitschen und gesanglich vorwärts, man hat epische Klänge mit im Rucksack, man geht auch gerne mal im mittleren Tempo den Weg und endend klingt man leise aus.
„Voor ons de zee“ stampft auf und ich erwische mich wie ich körperlich und Kopf nickend im PC Sessel mitmache, währen ich dies schreibe. Das sage noch einer, wir Heeren können nicht zwei Sachen zugleich. Der Track selbst bietet wieder episch schwebendes, erhöht auch gerne mal das Tempo und bricht damit aus. Zusätzlich steuert R. Schmidt (Apotelesma, Tetelestai, Verval u.w..) hier den choralen Teil bei, aber diesen vernehme ich nur spärlich. „De duivel is de ander“ geht ohne Vorspiel gleich in die Vollen, wechselt die Stellung, der Gesang ist frontal und energetisch, Double-Bass ertönen, man groovt zwischendurch und so kommen hier unterschiedlichste Momente zum Vorschein und werden dargeboten. „Bijtebauw“ ist der längste Track auf dem Album und das mit fast zehn Minuten Spielzeit, Carchost (Helleruin, Orewoet, ex-Locus Amoenus) ist als Gast zu hören und R. Schmidt (Apotelesma, Tetelestai, Verval u.a.) spielte das Cello. Insgesamt wird hier vieles dargeboten, das Breitgefächerte ist vorhanden und so bekommt man natürlich auch auf Grund der Spielzeit jede Menge auf die Ohren, was mich persönlich begeistert hat.
Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
1 Stilstand 05:56
2 Entartete kunst 06:19
3 Nachten in Wahlheim 04:47
4 Voor ons de zee 05:37
5 De duivel is de ander 06:37
6 Bijtebauw 09:33
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