Visionatica – Enigma Fire

© Visionatica

Geschrieben von Michi Winner
Band: Visionatica
Album: Enigma Fire
Genre: Symphonic Metal
Plattenfirma: Frontiers Music srl.
Veröffentlichung: 12. Juli 2019

Singende Wölfin? Wo bin ich denn jetzt gelandet? Der Pressetext von Visionatica ist auf jeden Fall ungewöhlich. Die Vergleiche der Band mit einem Rudel kann ich bisher nicht nachvollziehen. Die Trackliste bringt hier auch keine Erkenntnisse. Die Nürnberger sind mit ihrem zweiten Album bei Frontiers untergekommen, was für mich schon mal ein Garant für eine saubere Produktion ist. Das bestätigt sich auch sofort. Die Arrangements sind episch und gut ausbalanciert. Der Sopran von Sängerin Tamara Avodem liegt sauber über der Melodie und fügt sich gut ein, statt alles zu übertönen.

Der Aufbau der Songs ist im Grunde immer gleich: Orchestrale Elemente werden genretypisch mit einem schnellen Beat, tragenden Bässen und variierenden Gitarrenparts verbunden. Der Symphonic Anteil ist hier recht hoch und verleiht den Songs daher eine gewisse Epik. Die Vocals liegen leicht über den Tracks und werden mit viel Backings verstärkt. Eine Konkurrenz zwischen Meldodieführung und Gesang ist nicht zu erkennen. Die Themenwahl scheint sich auf Geschichte und Fantasy zu beschränken, um das wirklich alles zu erfassen muss man aber schon sehr genau hinhören. Am ehesten ist der Stil wohl mit Within Temptation zu vergleichen.

Einige orientalische Einflüsse haben auch ihren Weg, inkl. männlichen Vocals, auf dieses Album gefunden, was aber momentan eher State of the Art, als wirklich außergewöhnlich ist. Was auch nicht fehlen darf, ist die Quotenballade. Wird auch geliefert, hätte mir aber nicht gefehlt. Bei aller Bombastik und guter Melodieführung fehlt mir hier etwas. Das Album schafft es für mich nicht, sich von anderen abzuheben. Es ist nett. Gut gemacht, technisch gut umgesetzt und die Songs sind in Ordnung, Begeisterung oder auch Freude kommt bei mir aber nicht auf. Anderen Fans von Bands wie Within Temptation mag es aber durchaus anders ergehen.

Visionatica konnten zwar mich nicht für sich vereinnahmen, liefern hier aber grundsolides zweites Album ab.

Von mir gibt es 6 von 10 Hellfire-Punkten.

 

Trackliste:

  1. Amari Sudbina Kali (Intro)
  2. The Pharao
  3. Fear
  4. Roxana, The Great
  5. Dance Of Fire
  6. To The Fallen Roma
  7. Incomplete
  8. Secrets Of The Ancestors
  9. Rise From The Ashes

 

Line-Up:

Tamara Avodem: Vocals
Manuel Buhl: Guitar
Gerhard Spanner: Drums
Tim Zahn: Bass

 

weitere Infortmationen:

https://www.facebook.com/visionatica/

http://www.visionatica.de/

 

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