Vanir – Wyrd

© Vanir

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Vanir 
Album: Wyrd  
Genre: Melodic Death Metal   
Plattenfirma: Mighty Music 
Veröffentlichung:03.04.2026

 

Dänemark ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsland, ein geschichtsträchtiges Land mit vielen Sagen, nein, es ist auch das Land mit unterschiedlichen Genres des Metal. eine Band, die wir heute mal unter die Lupe nehmen, ist „Vanir“. „Vanir“ thematisieren, wie könnte es anders sein, nordische Mythologie, Vikings und Trinkgelage. Die 2009 gegründete Formation hat es immerhin schon auf sieben Alben gebracht. Das aktuelle Album „Wyrd“ ist inzwischen ihr achtes Album. Die Band, die sich in früheren Alben mit Viking / Folk Metal befasste, hat derzeit den Death Metal für sich entdeckt. Lasse Helberg (g), Kirk Backarach ( g), Martin Holmsgaard Hakan (voc, früher auch dr, back voc), Stefan Dujardin (kb), Mikael Christensen (b) und Jon Elmquist (dr) lassen uns am „Schicksal“ („Wyrd“) teilhaben. Also hinein gegen den Sturm.

Hatte ich bereits erwähnt, dass sie sich der nordischen Mythologie verschrieben haben, so darf man sich nicht wundern, dass der Opener „Against the Storm“ sehr martialisch und mit antreibender Voice startet. Melodisch, klangvoll mit Speed wird sich gegen den Sturm gestemmt. Das sagt der nächste Track bezeichnender Weise sehr gut aus. „Never surrender“ symbolisiert die unnachgiebige Macht, die unzerstörbare Kraft des Death Metal. Was den fordernden und sehr treibenden Drums zu verdanken ist. 

Die Bestätigung des eben erwähnten Titels finden wir in den zwei folgenden Tracks. Hier werden historische Ereignisse musikalisch in Szene gesetzt. Zum einen „Braavalla“, ein Ort der im 8. Jahrhundert als Schlachtfeld gedient haben soll, und in der „Hervarar Saga“ und der „Gesta Danorum“ Erwähnung fand. Zum anderen wird der britischen Heerführerin „Boudica“ (61 nach Christi gegen die Römer Widerstand geleistet) ein Song gewidmet. Stimmlich darf man sowohl in „Braavalla“ als auch in „Boudica“ den Aufruf zum Widerstand deuten. Die treibenden Gitarren in „Braavalla“ weisen den Weg zu einem hymnischen, martialischen Refrain. „Boudica“ beginnt sanft, sehr überlegend, wie es weiter gehen soll. Und es geht mit brutal dunkler Voice in das instrumentelle Schlachtgetümmel.

In erzählerischer Form werden wir in den nächsten Track mit eingebunden. „Da Lammet Brød det Segl“ wird mit hymnischem Gitarrensound, brachialer Voice und polternden Drum in epische Sphären gehoben. Es folgen zwei Songs, die sich besonders auszeichnen. „Helgrindir“ („Heilige Stätten“) und „Mod & Ære“ („Mut und Ehre“). Tempi Wechsel sind in den Genres keine Seltenheit. Wie sie aber hier zelebriert werden, lässt aufhorchen. „Helgrindir“ eröffnet mit coolem Riff, wird von der Doublebass knallhart unterstützt, was den epischen Aspekt fördert. 

„Mod & Ære“ überfällt wie ein brausender Sturm unsere Gehörgänge. Taucht nach 3:26 Minuten in eine wohltuende Klangwelt ab.     
Kampflustig geben sich auch die beiden letzten Songs. „De Forbandede  År“ und der Schluss Track „Nine“ reißen nochmal so richtig ab. Als würden sie sich von Song zu Song steigern, erleben wir hier eine mit Chorbegleitung dramatische Reise in die „verfluchten Jahre“. Eine Drum, die ähnlich einer „Stampede“ intensiv und kompromisslos den Takt angibt. 

Wer sich von den „Vikings“ selbst überzeugen möchte, der sollte „Wacken 2026“ nicht verpassen.  

Fazit: Ein Album, das für mich eine Kampfansage dieses Genres darstellt. Die Energie, die von den Songs ausgeht, lässt Dich als Hörer direkt dabei sein in den Schlachten, die hier gefochten werden. Das Label sagt schon alles: hier regiert „Mighty Music“. Ich denke, das dieses Album im Genre „Melodic Death Metal“ neue Maßstäbe setzen kann, bzw wird. Überragend, überzeugend auf ganzer Linie. Ein Gesang, der die Kirchen in Erschrecken versetzt, ruft man sich den Song „Flames of Lindisfarne“ in Erinnerung. Meine Bewertung sind 10 volle Hellfire Punkte!

 

Tracklist:

01-Against the Storm
02-Never Surrender
03-Braavalla
04-Boudica
05-Da Lammet Brød det Segl
06-Helgrinidir
07-Mod & Ære
08-De Forbandede År
09-Nine

 

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