Toby Hitchcock – Reckoning

© Toby Hitchcock

Geschrieben von Michi Winner

Künstler: Toby Hitchcock

Album: Reckoning

Genre: AOR / Melodic Rock

Plattenfirma: Frontiers Records

Veröffentlichung: 25. Januar 2019

 

Mein erster Gedanke: Wow, was für eine Stimme! Toby Hitchcock, der Sänger von Pride of Lion, bringt mit “Reckoning” sein zweites Soloalbum nach “Mercury’s Down” aus dem Jahr 2011 heraus. Unterstützung hat sich Hitchcock wieder in Schweden gesucht, allerdings nicht beim gleichen Produzenten. Diesmal hat er sich die Hilfe von Daniel Flores gesichert.

Die Zusammenarbeit hat im Ergebnis 11 kraftvolle Tracks mit gewaltigen Vocals hervorgebracht.

Auch wenn mich das Intro von “Promise me” etwas an alte Baywatch-Folgen erinnert, entwickelt sich der Song im Verlauf von ruhig und eher zurückhaltend zu powervoll und mitreißend. Schon beim Opener war mir die wuchtige Chorusline aufgefallen und auch hier wird dies genutzt, um dem Song noch mal ein Schippchen mehr Wucht zu verpassen.

Mit dem anschließenden “Show me how to live” habe ich meine Differenzen. Die Power-Ballade ist melodisch super, die Steigerungen in Richtung Refrain typisch und auch gelungen, aber mir ist es insgesamt etwas zu viel, so dass es für mich mehr theatralisch als gefühlvoll wirkt.  Da halte ich mich lieber an Songs wie “Fighting for my life”, welcher mir auch unmissverständlich klar macht, wie Toby Hitchcock es geschafft hat, unter anderem mit Foreigner verglichen zu werden. Er verfügt über eine beeindruckende Stimmgewalt und trifft dabei dennoch die Töne sauber. Auch die wuchtigeren Passagen wirken nicht angestrengt oder gepresst, das habe ich in letzter Zeit in dieser Qualität leider selten hören dürfen, umso begeisterter bin ich nun.

Im Netz bin ich bereits über einen Kommentar zu “Queen untouchable” gestolpert und bin nun gespannt was dieser Track zu bieten hat. Wenn auch nicht von Beginn an, so nimmt mich der Song im Verlauf doch durch die Tempowechsel und die Variationen von druckvoll und sanfter gesungenen Passagen für sich ein.

Wer sich bisher noch unsicher ist, sollte sich auf jeden Fall noch “This is our world” anhören. Dieser Song ist meiner Meinung nach das perfekte Aushängeschild für dieses Album, auch hier gibt es viel Keyboard, einen regelrechten Spannungsbogen hin zum Chorus und Hitchcock zeigt die ganze Bandbreite seiner Stimme. Neben seinem riesigen Stimmvolumen, welches mir schon mehrfach auf diesem Album aufgefallen ist, wird mir hier auch zum ersten Mal bewusst, dass auch der Stimmumfang ziemlich groß ist. Besonders die recht tief gesungen Strophen haben es mir richtig angetan.

Abschließend kann ich dieses Album nur allen Fans von klassischem Melodic Rock im Stil von Foreigner, Survivor und Journey wärmstens empfehlen.

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire-Punkten!

 

Trackliste:

  1. No surrender
  2. Promise me
  3. Show me how to live
  4. Behind the lies
  5. Fighting for my life
  6. Serenity
  7. Queen untouchable
  8. Gift of flight
  9. Don’t leave
  10. This is our world
  11. Someone like you

 

Line-Up:

Toby Hitchcock: Gesang

Daniel Flores: Keyboard, Schlagzeug

Michael Palace: Gitarre, Bass

Yngve “Vinnie” Strömberg: Schlagzeug, Percussion

 

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