
© The Heavy Eyes
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: The Heavy Eyes
Album: Focus
Genre: Blues Rock / Heavy Rock
Plattenfirma: Magnetic Eye Records
Veröffentlichung: 12.06.2026
Aus Memphis, Tennessee kommend, legen Tripp Shumake (voc,g), Matthew Qualls (g). Wally Anderson (b) und Eric Garcia (dr) ein neues Album vor. „Focus“ soll uns scheinbar auf ein besonderes Augenmerk lenken. Nun ja, welches das sein soll, nehmen wir kurzerhand unter die musikalische Lupe.
Stimmlich sehr gelassen gibt sich der Opener „That cold Goliath“. Was seitens der Gitarren nicht zu behaupten ist. Sehr beeindruckend mit der schweren Rhythmik, die sich konsequent durch die 3:55 durchzieht. Aggressiver, riffiger folgt „Concrete Halloween“. Ein Song, der mich an Black Sabbath erinnert. Besonders durch das Riff bei Minute 2.33 und den geilen Tempowechsel bei Minute 3:03. Da bleibt kein Gelenk ruhig.
Eine verrückte, wahnsinnige Basslinie bringt „It‘s all Simone“ hervor. Dazu die gelassene, beinahe gleichgültige Voice, ein Schmankerl in Noten. „Sarissa“ eröffnet mit einem Drumsound, der aus den späten 70ern der Popmusik stammen könnte. Durchaus kein Nachteil, wirkt es doch recht auflockernd. Hier habe ich den Eindruck, als wolle Tripp auf coolen Mick Jagger machen. Hat was!
Genialen Blues – Rock liefert „Corporal Upham“. Irgendwie eine Mischung aus einer „stoned atmosphere“ und einem müden Tagesbeginn. Allerdings kündigt sich bei 2:20 ein noch verhaltenes Solo an, das ab Minute 2:30 so richtig Fahrt aufnimmt. Ähnlich wie „It‘s all Simone“, startet auch „Troublesome Priest“ mit einer irren Basslinie. Dieser turbulente Priester setzt sich im Gehörgang dermaßen fest, dass man ihn nicht mehr missen möchte. Was auch für „Greener“ zutrifft.
Der Titelsong „Focus“ gefällt durch seinen eingängigen Rhythmus, der sich mehrmals wechselnd hervorhebt.
„Words“ wartet dagegen mit einem schweren, schon recht „dirty“ Sound auf. 2:50, die man hätte länger ziehen können. Dann findet der Opener „That cold Goliath“ in riffiger, aggressiverer Atmosphäre ein zweites Mal statt.
Den Schlusspunkt setzt „Holy Envy“. Durch den psychedelischen Sound, avanciert der Track zu meinem Favoriten des Albums. Zudem rein instrumental, wie genial!!!
Fazit: „Focus“ ist ein Album, das ich ehrlich gesagt zweimal hören musste. Mein Augenmerk, bzw „Ohrenmerk“ galt der megageilen Basslinie, die je nach Song vordergründig bestimmend, oder etwas verhaltener wirkte. Was ich „bemängeln“ möchte, ist die teils recht „sparsame“ Spielzeit der Songs. Kein Track über 4 Minuten. Ansonsten ein hammerstarkes Album, das für Aufsehen sorgen wird. 8,5 von 10 Hellfire Punkten nach Memphis.
Tracklist:
01- That cold Goliath
02- Concrete Halloween
03- It’s all Simone
04- Sarissa
05- Coporal Upham
06- Troublesome Priest
07- Focus
08- Greener
09- Words
10- That cold Goliath11- Holy Envy
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