Schlagwetter – Glück Auf!

© Schlagwetter

Geschrieben von Michi Winner
Band: Schlagwetter
Album: Glück Auf!
Plattenfirma: JNB-Media Records
Veröffentlichung: 04.11.2016

Der Begriff Schlagwetter stammt, genau wie der Name des Albums, urpsrünglich aus dem Bergbau. Früher wurde ein Schlagwetter unter anderem auch als “wildes Feuer” bezeichnet. Das allein verspricht bei einer Band, die sich der NDH verschrieben hat, schon verdammt viel Spass beim Hören.

Die vier Essener um Kevin Spiegel (Gesang) gründeten im Herbst 2015 die Band und brachten bereits im Januar 2016 ihre erste EP auf den Markt. Danach ging es Schlag auf Schlag: Plattenvertrag mit JNB-Media Records im Februar 2016, Debutalbum im November 2016, dazwischen noch Shows u.a. mit Heldmaschine, Schattenmann und Ost+Front.

Allein das ist schon beeindruckend, da hat das Management, welches übrigens identisch mit dem der Heldmaschine ist, ganze Arbeit geleistet. Es ist mir ein Rätsel, warum die Scheibe erst jetzt auf meinem Tisch gelandet ist, aber Musik hat ja zum Glück kein Verfallsdatum.

Beim ersten Track “Schlagwetter” handelt es sich auch offenbar direkt um die Bandhymne. Spätestens jetzt sollte auch dem Letzen auffallen, dass sowohl der Bandname, als auch der Albumtitel sich auf das Thema Bergbau beziehen. Das Ganze unterstrichen durch richtig harte Drums und getragen von jeder Menge Electro.

Bei “Meine Seele brennt” nimmt das Album an Tempo auf, auch hier herrschen wieder Electro und Schlagzeug vor. Der Stil der Band kann durchaus mit dem von Heldmaschine verglichen werden, allerdings fehlt es der Stimme von Kevin Spiegel oft an Volumen, so dass sie im Dröhnen des Basses und der Drums unterzugehen droht. Die Texte sind düster und kritisch, eben typisch NDH.

Bei “Sprachlos” stellten die vier eindrucksvoll unter Beweis, dass sie auch anders können. Es beginnt sehr ruhig mit Klavier und einem eher zurückhaltenden Rhythmus. Ich würde nicht soweit gehen, den Song als Ballade zu bezeichnen, aber es ist nah dran. Zum ersten Mal überzeugt mich auch der Gesang, der sehr gefühlvoll ist und gut zur Geltung kommt, da er nicht vom Rest übertönt wird.

Nach dieser kurzen Entspannung haut “Paranoid” wieder so richtig rein. Schneller Gesang, die Drums die gefühlt direkt in der Schädeldecke einschlagen, die Melodie geprägt durch Electrosounds. Der Titel ist Live mit Sicherheit ein Garant für Stimmung und bringt das Publikum zum kochen. Sobald sich die Gelegenheit ergibt, werde ich diese Vermutung überprüfen.

Schlagwetter ist für jeden Fan der NDH ein absolutes Muss und es kommt noch besser: im November erscheint bereits das nächste Album, welchem ich schon gespannt entgegen fieber.

Trackliste:

  1. Schlagwetter
  2. Lebenswerk
  3. Meine Seele brennt
  4. Zweites Ich
  5. Scheinbar
  6. Hochverrat
  7. Sprachlos
  8. Paranoid
  9. Herzschlag
  10. Alles oder Nichts
  11. Adrenalin

Line up:
Kevin Spiegel: Gesang, Programmings
Roman Kreutzer: Gitarre
Pát Heller: Bass, Programmings
Tommy Godex: Schlagzeug

Mehr Infos:
www.schlagwetter-band.de
https://de-de.facebook.com/Schlagwetter/

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