Mit dem Jahr gehen auch Stimmen und Gesichter, die unsere Szene geprägt haben. Manche laut und unüberhörbar, Andere leise, aber nicht minder nachhaltig. 2025 hat der Rock- und Metal Welt schmerzliche Verluste beschert, die Spuren hinterlassen, weit über Plattenrillen und Bühnen hinaus.
Unsere Youngster Tim Braff und Tim Karow haben die erschrecken lange Liste zusammengestellt.

Ozzy Osbourne
Ozzy Osbourne: (1948-2025)
Ozzy Osbourne war mehr als nur der „Prince of Darkness“. Ozzy war ein Fixstern des Heavy Metal. Mit Black Sabbath legte er das Fundament eines ganzen Genres, als Solokünstler schuf er Hymnen für Generationen. Umso bewegender war „Back to the Beginning“; dieser letzte große Blick zurück auf ein Leben. Ozzy hat uns gezeigt, dass selbst im Chaos Größe liegen kann. Nach dem Konzert dachten Viele, es würde bergauf gehen, doch leider erwies dies sich als falsch. Die Nachricht von seinem letzten Trip zu seinem Kumpel Lemmy brach uns allen das Herz. Sein Vermächtnis bleibt für immer.
Paul Mario Day: (1956-2025)
Mit Paul Mario Day verlor die Szene einen frühen Wegbereiter des britischen Heavy Metals. Als erster Sänger von Iron Maiden stand er am Anfang einer der größten Metal-Geschichten überhaupt. Auch wenn sein Name oft im Schatten blieb, war sein Beitrag ein wichtiger Baustein jener Bewegung, die den Metal nachhaltig veränderte.
Tomas Lindberg: (1972-2025)
Tomas Lindberg war nie nur Sänger, sondern Sprachrohr, Visionär und Antreiber. Seine Texte, seine Haltung und seine unverkennbare Stimme machten At The Gates zu mehr als einer Band, sondern zu einem Manifest. Sein Verlust schmerzt, weil mit ihm nicht nur ein Musiker ging, sondern eine Haltung.

Ace Frehley
Ace Frehley: (1951-2025)
Auch Ace Frehley, der Gitarrist, der den Rock’n’Roll zum Leuchten brachte, ging dieses Jahr von uns. Mit KISS schrieb er Ikonografie-Geschichte, seine Soli waren simpel, aber unverkennbar; genau darin lag ihre Magie. Ace stand für Attitüde, für Stil und für dieses gewisse Funkeln, das Rockmusik unsterblich macht.
Sam Rivers: (1977-2025)
Sam Rivers war nicht nur ein herausragender Bassist, der den Nu-Metal geprägt hat. Er war in Limp Bizkit quasi die Ruhe. Während seine Bandmitglieder wie Fred Durst und Wes Borland sowohl musikalisch als auch in der Öffentlichkeit für Chaos standen, war Sam stets der ruhige Hafen, der das Fundament ihres Sounds gebildet hat und in der Öffentlichkeit immer als bodenständig, nahbar und einfach sympathisch ankam. Mit ihm ging einer der bedeutendsten Bassisten des modernen Metals.
Brent Hinds: (1974-2025)
Als Gitarrist und Sänger der Band Mastodon hat Brent Hinds die Musikwelt maßgeblich geprägt und wurde stets hoch angesehen. Auch wenn er häufig mit seinem Charakter angeeckt ist, gilt er dennoch als großer Fanfavorit, der sich niemals in der Öffentlichkeit verstellt und sich immer so gezeigt hat, wie er wirklich war. Ob als ehrlicher Troublemaker oder musikalisches Genie – sein Tod hat ein Loch in die Musikwelt gerissen.
Aaron Rossi: (1980-2025)
Als Schlagzeuger der Bands Ministry und Prong galt Aaron Rossi immer als einer brutaler Drummer, der aggressiv Naturgewalten durchs Schlagzeug erzeugen konnte. Im Gegensatz dazu galt er privat immer als ein ruhiger, positiver Mensch, der für jeden Spaß zu haben war. Von seinen Leuten um ihn herum wurde er stets als hilfsbereit und lieb bezeichnet. Durch seinen Tod verlor die Welt nicht nur einen großartigen Schlagzeuger, sondern auch einen guten Menschen.

Brent Hinds
Fredrik Lindgren: (1971-2025)
Fredrik Lindgren hat als Gitarrist der schwedischen Metal Band Unleash den Death Metal geformt, dass er so geworden ist, wie er ist. Kaum einer hat den Metal so sehr geliebt wie Fredrik. Von seinen Bandkollegen und seinem privaten Umfeld wurde er als leidenschaftlicher Musiker und großzügiger Mensch bezeichnet. Mit ihm ging ein prägender Teil des Death Metals.
Les Binks: (1948-2025)
Les Binks war einer der prägendsten Schlagzeuger des 70er Heavy Metals. Mit seinem damals innovativen Drumstil hat er unter anderem den Sound von Judas Priest – auch wenn er kurz Teil der Band war – geprägt und wird bis heute hoch angesehen. Trotz allen Erfolgen hat er sich größtenteils aus dem Rampenlicht rausgehalten und nie die große Aufmerksamkeit gesucht. Mit ihm ging ein bodenständiger Musiker, der von Allen in seinem Umfeld geschätzt wurde.
Daniel Williams: (1985-2025)
Der Mitbegründer und Drummer der Metalcore Band The Devil Wears Prada galt als einer der talentiertesten Drummer der Screamo/MySpace-Metal-Ära. Als Drummer war er brutal und wusste genau, wie er das Maximum aus Songs herausholen konnte. Privat war er neugierig und wollte immer wieder Neues entdecken und erleben. Sein plötzlicher Tod hat eine Welle des Trauers insbesondere im Core-Bereich hinterlassen.
Perry Bamonte: (1960-2025)
Perry Bamonte war ein talentierter Gitarrist und Keyboarder, der mit The Cure zu einem Helden der Gothic-Welt wurde. Er hat für über 15 Jahre (mit Unterbrechung) die greifende Atmosphäre der Band geprägt und wird auch außerhalb der Gothic-Welt geliebt. Sein Tod bedeutet den Verlust einer Ikone einer gigantischen Szene und über dem hinaus eines sympathischen Menschen.
Neben unserer Dankbarkeit an die Kunst dieser Legenden, gilt unser tiefstes Mitgefühl den Angehörigen, den musikalischen Weggefährten und den Fans dieser Menschen.
Durch ihre Musik leben sie auf ewig weiter.
Fotos: Thorsten Seiffert










