Red Sands – Evocations

© Red Sans

 

Geschrieben von: Tim Karow 
Band: Red Sands
Album: Evocations
Genre: Symphonic- / Power Metal
Plattenfirma: Independent 
Veröffentlichung: 30.01.2026

 

Mexiko ist jetzt nicht gerade das erste Land, das einem bei symphonischem Heavy Metal in den Kopf schießt. Aber genau da kommen Red Sands her. Nach Jahren mit Singles gibt’s endlich ein größeres Lebenszeichen „Evocations“ , eine EP, rund 26 Minuten episch aufgeladenes Material zwischen Symphonic Metal und Power Metal-Vibes.

Das Intro „Mors Vincit Omnia“ baut erstmal schön Spannung auf, aber „The Coven“ lässt danach eher Stirnrunzeln zurück. Viel Bombast, viel Drama, aber wenig echtes Metal-Fundament. Der Song wirkt zerfahren, als würden die einzelnen Ideen nicht richtig zusammenfinden. Ganz anders „The Hunt“. Hier stimmt plötzlich alles. Druck, Riffs, Struktur. Hier ist nichts flach. Und dann auch noch Stu Block am Mikro. Klarer Gänsehautmoment und mit Abstand das Highlight der EP. Genau hier zeigen Red Sands, dass sie richtig starken, epischen Heavy/Power Metal schreiben können, wenn sie den Fokus nicht verlieren.

„System“ geht in eine ähnliche Richtung, etwas moderner vielleicht, aber mit genug Biss, damit man hängen bleibt. Wieder mehr Metal, weniger Musical. Das gefällt mir gut, und sofort funktioniert auch das Songwriting deutlich besser. Weniger zwingend ist „My Beloved Ghost“. Atmosphärisch okay, aber zu wenig Ka-Wums wie J.B.O. sagen würde. Der Song plätschert eher, statt mitzureißen. Die alternative Version von „The Hunt (Alternative Version)“ am Ende ist ein netter Bonus, kommt aber nicht ganz an die Wucht des Originals ran.

Red Sands haben starke Ansätze, vor allem wenn sie den Metal-Anteil hochfahren und den Bombast als Unterstützung nutzen statt als Hauptgericht. Noch ist nicht alles auf den Punkt, aber mit Songs wie „The Hunt“ zeigen sie deutlich, dass da mehr drinsteckt. Potenzial? Auf jeden Fall. Jetzt bitte beim nächsten Release konsequenter durchziehen. Deswegen kann ich nur eine 7,5 von 10 Hellfire-Punkten verleihen.

 

Tracklist

01 Mors Vincit Omnia
02 The Coven
03 The Hunt
04 My Beloved Ghost
05 System
06 The Hunt (Alternative Version)

 

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