
© Prime Creation
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Prime Creation
Album: Souls Of The Fallen
Genre: Heavy / Power Metal
Plattenfirma: Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 26.06.2026
Nach drei Jahren melden sich die Schweden-Metaller PRIME CREATION mit ihrem vierten Studioalbum „Souls Of The Fallen“ zurück. Glaubt man der Promo, markiert die neue Scheibe eine mutige Weiterentwicklung: der Klang steht hier vor der Botschaft; das Album setzt auf Rhythmik, Textur und das Zusammenspiel der Töne statt auf erzählerische Ausschweifungen oder Pomp. Gewaltige, dynamische Klangwände treffen auf messerscharfe Riffs und ein düsteres emotionales Spektrum. Soviel zur Theorie.
In der Praxis kommen die elektronischen Einschübe zu Beginn von „Galactic Rebirth“ etwas überraschend eher im Beast In Black Manier daher, der Rest ist dynamischer Power Metal, der im Chorus irgendwie in der Schnittmenge der Landsleute Sabaton und Pain landet. „Ghosts“ nimmt den Schwung mit und liefert gewohnt griffige Melodien, auch wenn mich die Nummer nicht zu einhundert Prozent abholt. „Blood Harvest“ haut dann mächtig auf die Pauke respektive Drums, auch die Vocals klingen eine Spur aggressiver, komprimiert auf gerade einmal knapp über drei Minuten. Im Zusammenspiel mit der rauen Stimme von Esa Englund drängen sich Vergleiche mit Brainstorm förmlich auf.
„Souls Of The Fallen“ drosselt zwar zeitweise das Tempo merklich herunter, ohne jedoch an Wucht zu verlieren, dafür sind Riffs und Drum schlicht zu brachial. Gerade weil der Song nicht die offensichtlichen, poppig angehauchten Melodielinien enthält, ist das Teil für mich eindeutig ein Album-Highlight. Beim nachfolgenden Track komme ich etwas ins Grübeln, der Beipackzettel kündigt diesen als „Alliance“ an, in der Bemusterung entpuppt sich dieser als bandbetiteltes Stück“. Doch egal, ob nun „Alliance“ oder „Prime Creation“, der Song ist mit etwas über sechs Minuten der längste Beitrag und hat eindeutig leicht episch-progressive Züge, die instrumentale Einstiegs-Passage sowie später wiederholt erinnert sogar ein klein wenig an Rammstein, während der Rest irgendwo zwischen Modernem und Klassischem Metal wandelt.
Mit „Lost Legacy“ kehren PRIME CREATION dann zum kraftvollen Power Metal im Brainstorm Style zurück und geht zusammen mit „Blood Harvest“ als härtester Track in die Album-Annalen ein, wobei die erstklassige Hookline nicht unerwähnt bleiben sollte. Ein weiterer Höhepunkt des Albums hört auf den Namen „Legends Never Die“, der Song überzeugt mit beeindruckenden Gesangsarrangements (insbesondere im Refrain) sowie packenden Gitarren-Harmonien, die noch tagelang nachhallen. Den Abschluss bildet „Ashes Of Trust“, bei dem die Schweden zwischen fetten Power Metal Parts und etwas zurückgenommenen Passagen gekonnt variieren und somit für ein Grande Finale sorgen.
Ob „Souls Of The Fallen“ nun tatsächlich so düster ist wie der Langdreher angepriesen wird, darüber kann man angesichts der Fülle an eingängigen Melodien geteilter Meinung sein. Auf jeden Fall hinterlässt die Band mit ihren acht Tracks einen starken Eindruck und dürfte die Fans restlos begeistern.
Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Galactic Rebirth
- Ghosts
- Blood Harvest
- Souls Of The Fallen
- Alliance
- Lost Legacy
- Legends Never Die
- Ashes Of Trust
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