Motus Tenebrae – In Sorrow’s Requiem

© Motus Tenebrae

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Motus Tenebrae
Album: In Sorrow’s Requiem
Genre: Gothic Doom Metal
Plattenfirma: My Kingdom Music
Veröffentlichung: 08.05.2026

Wenn der Schreiberling dieser Zeilen seine gewohnten Heavy/Power Metal/Hard Rock Pfade verlässt und sich freiwillig auf eher düstere Klänge einlässt, dann muss da schon ein besonderes Album am Start sein. In diesem Fall ist es das quasi-Comeback Album der italienischen Gothic Metaller MOTUS TENEBRAE, die zehn Jahre nach der letzten Veröffentlichung nun mit Longplayer Nummer sechs auf den Plan treten.

Mit sanften Piano und Violinen Klängen eröffnet „Endless Buildings“ den Songreigen, bis sich bleischwerer Gothic Metal breit macht. Die Verbindung aus melancholischem Gesang, dunklen Riffs und schwarz gefärbter Melodien lassen nicht von ungefähr an die britischen Kollegen von Paradise Lost denken. Auch „Solitude“ lässt mehrfach Raum für Streicher (Cello?) und verliert sich ansonsten weitestgehend in seiner eigenen bittersüßen Lethargie, erst gegen Ende des Songs hauchen die Südeuropäer dem Track ordentlich Leben ein.

Im Vergleich zum Eröffnungsdoppel legt „The Dark Machine“ zumindest zeitweise eine gewisse Dynamik an den Tag, was jedoch nicht heißt, dass die Nummer keine Schwere in sich trägt. Bei „Desolate Place“ und „Fragments“ kehren MOTUS TENEBRAE zu den schleppenden Gothic Klängen zurück, wobei Letztgenannter abermals gegen Ende seiner Laufzeit die Metal Keule auspackt. Sanfter Frauen Singsang, der im weiteren Verlauf nochmals auftaucht, leitet den Titeltrack ein, der zumindest in den Strophen vergleichsweise zurückhaltend agiert und erst im Chorus gewohnte Schwermut ausstrahlt.

„Pulvere Sacro“ kommt weniger metallisch daher und erinnert marginal an etwas, was Bands wie Lake Of Tears oder Cemetary Mitte der Neunziger dargeboten haben. Gleiches gilt zum Teil auch für „Love Damned Of Dead“, wobei hier die Gitarren doch etwas mehr Druck entfachen. „Shelter Me“ setzt den eingeschlagenen Weg fort, auch wenn der Gesang durchaus auch mal in Kehlige abdriftet und im Schlussviertel die Intensität nochmal erhöht wird. Mit dem ebenso schleppenden wie dank Violinen Klängen hier und da verspielt wirkenden „End Begun“ sowie vereinzelt eingestreuter harscher Vocals beschließen MOTUS TENEBRAE das Album ebenso düster wie es begonnen hat.

Zu behaupten, „In Sorrow’s Requiem“ gehöre sicherlich zu den besseren Comeback-Scheiben, wäre fast ein wenig untertrieben, denn MOTUS TENEBRAE verbinden Dunkelheit und erdrückende Schwere mit angenehmen Melodien und machen dieses Werk zu einer Empfehlung für Freunde der erwähnten Referenz-Bands.

Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Endless Buildings
  2. Solitude
  3. The Dark Machine
  4. Desolate Place
  5. Fragments
  6. In Sorrow’s Requiem
  7. Pulvere Sacro
  8. Love Damned Of Dead
  9. Shelter Me
  10. End Begun

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