Madvice – L`Ottavo Giorno

© Madvice

 

Geschrieben von:Bernd Kröninger   
Band: Madvice 
Album: L`Ottavo Giorno
Genre: Melodic Death Metal 
Plattenfirma: Art Gate Records 
Veröffentlichung: 08.05.2026

 

Unsere heutige Band kommt einmal mehr aus Italien, genau gesagt aus Pisa. Da hoffe ich, dass nur der Turm dort schief ist, und nicht die Musik. 2016 gegründet, ist „Der Achte Tag“ („L`Ottavo Giorno“)  erst das dritte Album der Band. Asator (voc), Raffaele Lanzuise (b), Maddalena Bellini (b) und Marco Moretti (dr) thematisieren kritisches zur Religion, Tod oder Trauer.

Und diese Thematik ist im Opener „The Ecstasy of Dying“ sofort spürbar. Diese Intensität des Songs gipfelt in seinem theatralisch, unwirklichen Sound, der ein wahres Unbehagen hervorruft. Was Asator hier vollzieht, ist das vokale Grauen schlechthin. Nicht das es negativ gemeint wäre, im Gegenteil. Der Rhythmus Wechsel (2:10) zeigt den melodischen Teil des Songs.

Die ersten 0:41 Minuten von „The Legacy of the Serpent God“ kann man als Intro anführen. Erst danach entwickelt sich der Song zu einem abreißenden Spektakel. Gitarren vermitteln einen brausenden Sturm, der durch die gnadenlosen Drums zu einem „Hurricane“ aufsteigen. Versöhnlichere, harmonischere Klänge, zumindest bis schwerer kriegerischer Sound (1:24) übernimmt, bietet „The Damnation between Birth and Death„. Im Maschinenrhythmus einer Stanze.  wechseln sie zu einer wesentlich härteren Gangart. Die rasenden, dämonischen Gesangseinlagen wirken hier für mich gar nicht so bedrohlich wie in den restlichen Songs.   

Kompromisslos ist die Aussage von „Eternally I rise“ (ewig erhebe ich mich). Das macht sich nicht nur im sehr rebellischen Rhythmus bemerkbar, sondern auch textlich (..„eternally i rise from the ashes“„your reign will burn“..). Die intensiv treibende Voice berauscht sich regelrecht, infiziert die instrumentelle Darbietung. Die Aggressivität findet eine minimale „Erholungsphase“ (2:18) bevor sich die unerbittliche Härte des Songs fortsetzt.

Animalisch instrumental stürzen wir in die Wolfsgrube („Fossa Lupara“). Unheilvolle Klänge, die tief im Abgrund ihren Ursprung haben. Vielleicht haben sie deswegen diesen Song als Abschluß gewählt, weil es dem Ende zugeht.

Fazit: Ein Album, das dem Genre total gerecht wird. Was hier an kompromisslosen, aggressiven Klängen, sowohl stimmlich, als auch instrumentell geboten wird, darf getrost als höllischen Treibstoff bezeichnet werden. Dark, darker, „Madvice“, um es auf den Nenner zu bringen. 8 von 10 Hellfire Punkten rollen über die Alpen nach Pisa.

 

Tracklist:

01- The Ecstasy of Dying 
02- The Legacy of the Serpent God
03- The Damnation between Birth and Death 
04- Eternally I Rise
05- L`Ottavo Giorno 
06- Not dead enough (to feel the pain)=
07- Fossa Lupara

 

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