Lost In Life – Diese Mischung aus Planung und Spontanität

Photo by Jan Trinkhaus

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Diesmal sprachen wir mit Max, Gitarrist von Lost In Life aus Frankfurt, die im Juni ihr Album „Beyond The Compass Of Human Understanding“ veröffentlichen werden.

HF: Lost In Life entstand 2016. Und wenn ich mir eurer Debütalbum so anhöre, unterstelle ich mal, ihr habt alle schon musikalische Vorerfahrung, die nicht unbedingt nur die reine Hardcore-Lehre umfasst, oder? Wer hat z.B. die Vorliebe für fette Metal-Riffs und Gitarren-Soli mit in die Band-Ehe gebracht?

Max: Puh, das lässt sich nicht so einfach an einzelnen Personen festmachen. Fetten Metal lieben wir alle sehr. Ich denke, dass man das auf der gesamten Platte hören kann.

HF: Mein nächster Gedanke war dann: die bringen gerade ihr Debütalbum heraus, warum spielen die eigentlich schon Shows quer durch Deutschland und im benachbarten Ausland? Wie kam es dazu?

Max: Grundgedanke und Anspruch der Band ist es, kein Proberaumprojekt zu sein, sondern im Rahmen der Möglichkeiten möglichst viel auf der Straße zu sein.

HF: Ich gestehe, mit dem Track „AnyGivenShitIsOk“ habt ihr mich voll erwischt 🙂 Ich habe erstmal ziemlich doof zwischen meinem Music Player und eurer Selbstbeschreibung hin und her geguckt. Wessen Idee war diese Nummer und wie fühlte es sich an, mal genau das Gegenteil von dem zu machen, für was man sonst eigentlich musikalisch steht? Werdet ihr mit dem Song auch live eure Fans schocken?

Max: Haha, ja das war unser erklärtes Ziel. Mit der Befürchtung, dass die eine oder der andere nach dem Intro enttäuscht ist, weil die restlichen Songs so beschissen sind. Die Idee zu dem Song ist ziemlich spontan im Studio entstanden und es war einfach super lustig, sich die Zeit für so nen Mumpitz zu nehmen. Wir mussten jedenfalls viel lachen und hoffen, dass der Witz rüberkommt. Live ist aber [30]Minuten Hardcore, echte Gefühle das Programm. 

HF: Ein auf komplett andere Art auffälliger Song ist „Days Of Old“, nicht nur wegen der Spieldauer von fast 4 Minuten. Auch die Songstruktur setzt sich für mich vom Rest des Albums ab und wenn ich mich nicht irre, habt ihr da auch einen Gast, oder hat einer von euch die ergänzenden Vocals beigesteuert? Warum ist der Song genau so geworden, wie er nun ist?

Max: Schön gesehen und fast richtig – zwei Gäste haben uns unterstützt: Die Vocals hat unser Kumpel Colin, der auch für den Text verantwortlich ist, beigesteuert. Eigentlich wollte er nur zum Abhängen und für Groupshouts vorbeikommen und hat dann sehr massiv abgeliefert. Das mächtige Solo hat mein Kumpel Nik von Aeonyzhar eingebügelt, was hingegen sehr früh geplant war. Durch die beiden hat der Song für uns einen besonderen Charme. Vielleicht ist es gerade die Mischung aus Planung und Spontanität, die “Days Of Old” seine Wirkung verleiht.

HF: Bis zum Release im Juni ist ja noch ein bisschen Zeit, was passiert bis dahin noch bei Lost In Life und wie sehen die Party- (und Tour-?) Pläne für „Beyond The Compass Of Human Understanding“ aus?

Max: Wir sind gerade dabei, einen kleinen Release-Weekender zu planen und wir versuchen, Ende des Jahres erstmals Länder zu bespielen, die keine direkten Nachbarn sind und werden hoffentlich Europa per Flugzeug verlassen können. Auch wenns super clichéhaft klingt: Hauptsache so viel spielen, wie es geht.

HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg mit eurem Album.

Interview: Katja Maeting

Weitere Infos:
Lost In Life bei Facebook

 

 

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