
Bericht und Fotos: Jörg Schnebele
Dass nach 47 (!!!) Jahren immer noch drei Musiker der legendären Mark II Besetzung Deep Purple am Leben halten, ist schon ein kleines Wunder.
Dass die betagten Herren immer noch auf Tour gehen, ist nicht minder ein Wunder. An der Kohle wird’s nicht liegen; aber ich denke, die Jungs brauchen das einfach.
Nach dem Tod von Organisten/Keyboarder Jon Lord 2002, bedient Don Airey die Tasten. Unglaublich, aber für mich ist er immer noch „Der Neue“.
Und als Küken an der Gitarre Simon McBride, der erst geboren wurde, als Purple ihre besten Zeiten bereits hinter sich hatten…
Bei Temperaturen nah an den 40°C, schwitzten einige tausend Leute bereits kräftig, als pünktlich um 20:00 Uhr der Support Hodlers auf die Bretter ging. Fotografieren der Band war nicht gestattet, da sie wohl „eigene“ Fotografen am Start hatten. Die Mucke passte ganz gut zum Headliner; abgeholt haben mich die Jungs allerdings nicht.
Dann ging es ratzfatz und die Influencer des Hard Rocks bestiegen die Bretter, die die Welt bedeuten. Dass Ian Gillan bereits 80 Jahre ist, macht deutlich, welche Leistung die Herren jeden Abend abliefern. Gut, „Child in Time“ wie in den 70ern, bekommt er schon lange nicht mehr hin und ist wohl deshalb auch nicht mehr in der Setlist. Aber am Alter gemessen ist die Live Performance unglaublich.
Dass Ian Paice mit Ende 70 immer noch auf sein Drumkit einschlägt wie ein Jungspund, ist ebenso ein Wunder.
Das Konzert in Mönchengladbach war von einer (stellenweise) „schwachen“ Setlist bestimmt. Starkes erstes Viertel mit „Highway Star“ als Opener, „Hard Loving Man“, „Into The Fire“, wurden natürliche auch Songs jüngeren Datums eingestreut; unterbrochen von „Lazy“, „When A Blind Man Cries“ und natürlich an Ende „Space Truckin“,“ Smoke On The Water“ und im Zugaben Teil „Hush“ und „Black Night“.
Für einen Fan der ersten Stunde 9 Killer Songs denen 8 neuere Stücke entgegenstanden. Eigentlich ein guter Schnitt.
Jemand, der wie ich Deep Purple in der klassischen Mark II Besetzung live erlebt hat, tut sich allerdings generell schwer, die heutige Formation als Deep Purple zu akzeptieren.
Was die Leistung der Herren angeht, muss man allerdings den Hut ziehen.
Eine kurze Anmerkung zu den veröffentlichten Fotos: ich musste meine Bilder vom Management approven lassen. 186 Bilder habe ich eingereicht, geschafft haben es lediglich 28…..
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