Iron Kobra – Eternal Dagger

© Iron Kobra

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Iron Kobra
Album: Eternal Dagger
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: Dying Victims Productions
Veröffentlichung: 19.06.2026

Die 2008 in Gelsenkirchen gegründete Band IRON KOBRA startete einst mit einer edlen Mission: den Heavy Metal zu seinen ungeschliffenen, rauen und eigenwilligen Wurzeln zurückzuführen. Beeinflusst von Helden der alten Schule wie Iron Maiden, Cirith Ungol, Living Death, Manowar und Tank – gewürzt mit einer Prise Punk – braute die Band eine giftige Mischung aus eingängigem und zugleich rasantem Heavy Metal zusammen – nachzuhören in zwei Studio-Alben sowie einer EP. Elf Jahre nach ihrem bis dato letzten Output kehrt die Band nun mit ihrem dritter Longplayer zurück.

Der Opener „Trembling Dungeons“ schaltet sofort in den Vollspeed-Modus und poltert ohne Kompromisse drauflos, da wird gescreamt, gebrüllt, geshreddert und gebangt, dass unser Cheffe vermutlich wehmütig an den Beginn der Achtziger zurückdenken dürfte. Während mir besonders der Solo-Part gut gefällt, hätte sich der Chorus über etwas ausgefeiltere Hooks sicherlich nicht beschwert. Diese Forderung erfüllt „Forbidden Fruits“ dann aber vollends und erinnert mich ein wenig an das Debüt von Blind Guardian.

Mit „Fliehen“ folgt dann völlig unterwartet ein Song komplett mit deutschen Lyrics, und wenn ich ehrlich bin, muss ich bei dieser Nummer unweigerlich an die Ärzte auf Speed denken. Sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber gar nicht mal so schlecht. „Shibuya Nights“ pendelt sich dann irgendwo zwischen 80er Jahre Hardrock und klassischem Metal ein und fährt dank bockstarker Hookline als eines der Highlights über die Ziellinie. „Silver Strings and Iron Wings“ geht dann wieder speedig in die Vollen und erinnert im nicht ganz so stürmischen Mittelteil in Bezug auf die Melodielinien an alte Running Wild Zeiten.

Der Titeltrack ist ein recht geradliniger Song, dessen zahlreiche „Ohhhhhh“ Gesängen leicht ins Ohr gehen, während der Solo-Part ein paar Ecken und Kanten besitzt. Die recht wild wirkenden „Unchained & Untamed“ und „Treacherous Tyrant“ dürften für gewaltige Nackenschmerzen vom heftigen Headbangen sorgen, während „Mountains Of Madness“ verglichen mit den vorherigen, meist stürmischen Stücken vergleichsweise zurückhaltend agiert, was dem Band-Sound aber gut zu Gesicht steht.

Kurz und knapp: Liebhaber des speedigen, klassischen Edelstahls werden an „Eternal Dagger“ nur schwerlich vorbeikommen.

Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Trembling Dungeons
  2. Forbidden Fruits
  3. Fliehen
  4. Shibuya Nights
  5. Silver Strings And Iron Wings
  6. Eternal Dagger
  7. Unchained & Untamed
  8. Treacherous Tyrant
  9. Mountains Of Madness

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