
© Goot
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Goot feat. David Reece
Album: The Toll Remains The Same
Genre: Hard Rock / Heavy Metal
Plattenfirma: Worldlessness Records
Veröffentlichung: 23.05.2025
GOOT ist eine aus Sankt Petersburg stammende Band um Namensgeber Goot (alias Yan Fedyaev), die im Jahr 2017 gegründet wurde und bereits auf die stattliche Anzahl von fünf Longplayern und sieben EPs zurückblicken kann. Bei der vorliegenden Scheibe handelt es sich aber nicht um ein komplett neues Album, sondern vielmehr um eine Compilation, auf der neben vier bisher unveröffentlichten Stücken verschiedene Remixe, Orchester-, Instrumental- und Ambient-Versionen bereits bekannter Tracks enthalten sind. Stimmliche Unterstützung erhält GOOT durch niemand Geringerem als David Reece.
Wer das bisherige Betätigungsfeld des ehemaligen Bonfire und Accept Sängers kennt, der bekommt eine gewisse Vorstellung, welche Richtung „The Toll Remains The Same“ einschlägt. Bei den ersten vier Titeln handelt es sich um die besagten unveröffentlichten Songs, und die haben es in sich. Der Titeltrack sowie „Echoes Of Lies“ sind energische, mitreißende Songs, die sich dank fetter Hooks sowie einer großartigen Gesangs-Performance bereits im ersten Anlauf zu wahren Ohrwürmern mausern. „Holes In Me“ nimmt sich tempomäßig ein wenig zurück und wirkt dadurch vielleicht etwas zugänglicher, während es sich bei „Fail Better“ um eine gefühlvolle, getragene Nummer an der Grenze zur Ballade handelt, die in Sachen Eingängigkeit den anderen Songs in nichts nachsteht.
Über den Rest der Tracklist kann man dann sicherlich geteilter Meinung sein. Den vier neuen Tracks folgen dann mit „It’s Just Life“ (bereits 2021 veröffentlicht), „Babylon In The Rain (Alternative Mix)“ und „Fail Better (Alternative Mix)“ immerhin drei Songs, die qualitativ nahtlos an den Eröffnungsvierer anknüpfen und richtig Laune machen. Die Instrumental Versionen diverser Songs dürften je nach Gusto auf geteiltes Echo stoßen, der Ambient Mix von „Mystical Self“ geht als Ballade so weit in Ordnung, aber bei den elektronisch aufgepeppten, sogenannten Q-Ran-Mixe diverser Titel bin ich dann endgültig raus. Lediglich der Dancing King Mix von „As The Earth Rotates“, der ein wenig an etwas poppigere Nummern von Pain erinnert, sorgt für wohlwollendes Kopfnicken.
Wer wie ich mit GOOT bislang keine Berührungspunkte hatte, der erhält einen hervorragenden Einblick in das Schaffen der Russen, und allein die ersten sieben Songs wären für mich Anlass genug, mir die Scheibe zuzulegen, auch wenn ich die übrigen Alternativ-Versionen nicht zwingend gebraucht hätte. Auf jeden Fall ist diese Compilation ein Anreiz, sich einmal mit dem Backkatalog auseinanderzusetzen.
Tracklist:
- The Toll Remains The Same (03:45)
- Holes In Me (04:38)
- Echelon Of Lies (04:06)
- Fail Better (04:24)
- It’s Just Life (03:27)
- Babylon In The Rain (Alternative Mix) (05:06)
- Fail Better (Alternative Mix) (04:24)
- Mythical Self (Ambient Mix) (05:42)
- Fail Better (Wayne Dorman Orchestral Version) (04:31)
- Devour (Instrumental) (05:33)
- Hollow Horses (Instrumental) (04:05)
- Icarus Down (Instrumental) (03:56)
- The Toll Remains The Same (Instrumental) (03:45)
- As The Earth Rotates (Q-Ran Asteroid Mix) (05:32)
- As The Earth Rotates (Dancing King Mix) (04:12)
- Tick Tock (Q-Ran Mix) (04:06)
- Sell Yourself (Q-Ran Mix) (03:45)
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