Glassback – Zum größten Teil Kellerkinder

Photo by Dima Kolomijcev

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Diesmal sprachen wir mit den Jungs von Glassback, die gerade ihre neue Single „Over Again“ veröffentlicht haben.

HF: Herzlichen Glückwunsch zur neuen Single. Mit Wurzeln im Hardcore und Metal, wie kommt man da ausgerechnet zum Alternative Rock?

Glassback: Hey, vielen lieben Dank! Und danke auch dafür, dass ihr euch die Zeit nehmt! Wir waren vor dem Start von Glassback zuletzt als This Is Not Utopia unterwegs und haben nach dem Schreiben unseres Albums damals immer mehr gemerkt, dass wir uns in dem musikalischen Bereich nicht mehr wohlgefühlt haben. Für Glassback haben wir uns beim Schreiben einfach treiben lassen und sind dann im Alt-Rock gelandet. Wobei dieser Begriff ja auch alles und nichts heißen kann aber wer braucht diese ganzen Schubladen eigentlich?

HF: Eure erste Single „Fix Me“ habt ihr im Juni 2020 veröffentlicht – mitten im größten Albtraum jeder Band, der Corona-Pandemie. Ihr seid ja zwar alle keine Newbies mehr in der Musikszene, aber vor welche Herausforderungen hat euch das gestellt? Und haben sich vielleicht auch andere Chancen oder Wege daraus ergeben?

Glassback: Wir haben uns alle recht schnell mit der Situation arrangiert, der größte Teil der Band besteht ohnehin aus Kellerkindern. Die größten Challenges für uns sind in Zeiten von Kontaktbeschränkungen Bandfotos und Videos. Wir sind alle keine Selfie-Kings und für das klassische Rockvideo steht man halt zusammen in der Gegend rum und zappelt ab. Das hat uns dann dazu gebracht, uns nach anderen Möglichkeiten umzusehen. Wir haben auch deswegen z.B. mit Animationen experimentiert. Wir versuchen so gut es geht produktiv zu bleiben und online eine Community aufzubauen. Wir hängen zum Beispiel regelmäßig mit Leuten aus unserer Bubble auf Discord rum und zocken. Uns ist dieser enge Kontakt wichtig und die Verschiebung ins Digitale begünstigt Sachen wie unsere Community Sessions auf jeden Fall.

HF: Mit „Over Again“ ist gerade euer sechster Song erschienen. Wie würdet ihr euren Stil bisher charakterisieren und denkt ihr, ihr habt schon den Glassback-Sound gefunden?

Glassback: Unser Stil entwickelt sich gefühlt mit jedem Song weiter. Grundsätzlich kann man sagen, dass wir Gitarrenmusik cool finden, tiefe Tunings haben wir aus unserer Metalzeit übernommen und ein bisschen treibend darf es auch gerne sein. Da wir eher zu Singlereleases tendieren, fiel von uns aber auch dieser Druck ab, dass alles zwingend aus „einem Guss“ klingen muss. Wir arbeiten gerade auch an einer EP, auf der wir alle bisherigen Tracks nochmal entspannter aufgelegt haben und z.B. mit elektronischen Drum Machines experimentieren. Es ist uns wichtig, zwischendurch auch mal andere Wege zu gehen, so findet man am besten das, was einen tatsächlich ausmacht.

HF: Apropos Songs, wie entstehen bei euch die Lieder? Und wer steuert z.B. die Ideen für die Videos bei? Welche Talente und Stärken greifen bei euch ineinander?

Glassback: Unsere Songs entstehen nicht erst seit Corona meistens alleine zuhause. Wir sind nicht die Art von Band, die im Proberaum rumhängt und jamt bis ein cooler Track rauskommt. Die Hauptsongwriter kommen bei uns aus der Saitenfraktion und alle paar Wochen wird dann ein Rohbau für einen Song geliefert, der dann von allen zerpflückt und um Lyrics, Drums etc. ergänzt wird. Wenn mit dem Ergebnis dann alle cool sind, schicken wir ihn raus und basteln ein Musikvideo dazu. Die Videoideen kommen meistens von Cedric, in der Band haben aber alle einen Medienhintergrund und jeder hat seine eigenen Schwerpunkte. Unsere Gitarristen sind in Sachen Recording bewandert, unser Drummer ist auch im Film-Game und unser Sänger macht die IT.

HF: Ihr habt ja schon angekündigt, dass ihr noch so einiges geplant habt. Könnt ihr vielleicht schon ein paar mehr oder wenige aussagekräftige Andeutungen fallen lassen? 😉

Glassback: Wir haben für das kommende Jahr eine Menge coolen Kram geplant. Im Februar veröffentlichen wir schon unsere “Chillout Sessions” EP. Ansonsten haben wir noch ein paar coole Covers in der Pipeline und es gibt auch fertige neue Songs von uns. Unser oberstes Ziel ist es, unsere Audience stetig mit neuem, coolem Kram zu versorgen und vor allem eine gute Zeit zu haben.

HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und sind gespannt, was wir als nächstes von euch hören werden.

Glassback: Vielen Dank, bleibt gesund!

Interview: Katja Maeting

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