
© Atomic Aggressor – The Occult Forces
Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Atomic Aggressor
Album: The Occult Forces
Genre: Death-Metal
Plattenfirma: Hells Headbangers Records
Veröffentlichung: 28.08.2026
Die aus Südamerika stammenden Atomic Aggressor, genauer gesagt aus Chile, veröffentlichen heute, zwölf Jahre nach dem Debüt ihr zweites Studioalbum namens „The Occult Forces“. Gegründet wurden sie 1985 und die erste Ära ging mit drei Demos bis 1992. Danach war längere Zeit Ruhe und seit 2007 ist man wieder online.
Den Anfang macht „Souls Degradation„. Dieser brüllt mich besessen an, Blastbeats dringen wechselnd in meine Ohren und der Sound ist wuchtig, düster und entsprechend diabolisch. Das Spiel wechselt immer wieder, in der Mitte hat der Bass kurz einen alleinigen Auftritt, die 6-Saiter sind darauf neidisch und so zeigen sie zusätzlich was aus ihnen herauskommt. Ein druckvoller Start, der auch in der Hölle bestimmt Anklang finden wird. „Forms from the Occult“ spielt sich warm, schwingt hin und her und findet dann mit dem Eintritt des gesanglichen von Alejandro Díaz seinen von Dunkelheit gemarterten Weg. Dieser ist energetisch mal mit Geraden, mal mit ruhigerer Phase im schweren Modus gespickt und sich dem Ende nähernd, werden die Saiten nochmal solo behaftet malträtiert. „The Chalice of Despair“ erscheint ohne Vorspiel, geht energetisch und mit dem Spiel nach unten geradlinig und mit Blastbeats seiner Wege. Der Track ist ein feines und kreatives Brett, alle sind voll dabei und besonders die Drums und die 6-Saiter zeigen hier zusätzlich ihr außergewöhnliches Spiel und Können.
„Evil from Beneath“ setzt da an, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Schnelle Aggressivität, treibende Momente und der schon bekannte Gesang bilden das Grundgerüst. Drumherum wird immer wieder Mal gewechselt im Rhythmus, die Instrumente können sich nach Lust und Laune austoben und so gefällt mir alles. „Dwellers of the Unknown“ will in nichts nachstehen und so ballert er sich die schwarze Seele frei. Gesanglich ändert sich nichts zum vorhergehenden aber das brauch es auch nicht, denn es passt genau. Ab der Mitte wird der Kurs spielerisch neu gesetzt, zu vernehmender „Flüstergesang“ hält kurzzeitig Einzug und folgend wird wieder alles aus den Klangkörpern herausgeholt. Die immer wieder fein zelebrierte und spielerische Kreativität gefällt mir nicht nur hier gut, sondern diese zieht sich durch alle vorher gehörten Tracks. „Divided to Conceived“ gibt sich auch keine Blöße, hämmert und donnert von Beginn an in todesmetallisch dunkler Manier und das ordentlich in meine Gehörgänge. Zusätzlich werden weiterhin die Saiten malträtiert, die Felle und alles andere verprügelt, die fast dauerhafte Geradlinigkeit erfreut mich aber auch die Tempowechsel und so ist er definitiv einer meiner Favoriten.
„As I Descend“ schwingt sich ein wenig in Slayer-Manier ein, findet dann seinen eigenen Weg und dieser ist wie nicht anders erwartet voller dunkler Energie und Spielweise. Der Rhythmus wechselt immer wieder, die rasant reitenden Momente klingen super und so wird hier wieder vielerlei geboten. Obwohl das Grundgerüst wie vor schon erwähnt feststeht schafft es das Quartett immer wieder die Momente, das Spiel und die kreativen Aspekte perfekt einzubauen. „Tormenting Voices“ ist der Letzte im Bunde und möchte natürlich seinen Brüdern in nichts nachstehen und so geht man den vorher beschrittenen Weg. Feine Riffs, passende Drums und das daraus resultierende geradeaus Spielende lassen mich einfach im PC Sessel Kopf nickend mitmachen, denn das Ganze ist ansteckend, genauso wie die schweren und groovenden Klänge. Dem Ende sich nähernd feuert die Saiten-Fraktion zu erst und dann alle gemeinsam noch einmal alles raus, wow.
Von mir gibt es 9 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
1 Souls Degradation
2 Forms from the Occult
3 The Chalice of Despair
4 Evil from Beneath
5 Dwellers of the Unknown
6 Divided to Conceived
7 As I Descend
8 Tormenting Voices
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