ASP – Ich hab verdammt noch mal besseres zu tun, als Prioritäten zu setzen

© ASP

 

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Heute stellt Alexander „ASP“ Spreng von ASP unseren Quick5 Fragen.

 

HF:  Das mit der Pause in 2018 hat ja so semi-gut funktioniert. Wie geht es den ungelesen-Stapeln? Welche Bücher warten noch darauf von dir gelesen zu werden? Was ist sonst noch alles zu deiner To-Do-Liste dazu gekommen?

Asp: Die Pause hat sehr gut funktioniert. In ihr habe ich mal so richtig was weggearbeitet bekommen, haha. Der Noch-Zu-Lesen-Stapel ist inzwischen ein ganzes Zimmer und ab und zu streiche ich über die Buch- und Comicrücken und denke dabei an fremde Welten wie „Planet Wochenende“ oder „Raumstation Feierabend“. Ich habe mittlerweile eine To-Do-Liste für die Reihenfolge meiner To-Do-Listen. 18 Stück.

HF:  Bei deinem Arbeitspensum musst du extrem gut organisiert sein, oder? Wie setzt du deine Prioritäten? Welches Projekt liegt dir derzeit besonders am Herzen?

Asp: Ich hab verdammt nochmal besseres zu tun, als Prioritäten zu setzen 😉
Derzeit bin ich vor allem mit den Tourvorbereitungen zu unserer Jubiläumstour beschäftigt. Nebenbei versuche ich, ein richtig cooles Album zu schreiben. Ich fürchte, das Album wird sich etwas verspäten, dafür wird es aber wirklich toll. Ziemlich hohe Hitdichte bisher.

HF: Du hast dich 2018 auch örtlich verändert und bist ins Ländliche gezogen, weil du mehr Ruhe und Grün um dich wolltest. Wie wirkt sich das auf dein Schaffen aus? Hast du dir eine besondere Arbeitsumgebung geschafften, wie es zum Beispiel Tobias Sammet mit seinem altenglisch eingerichteten Arbeitszimmer getan hat?

Asp: Mein Arbeitszimmer ist ziemlich unspektakulär und nicht besonders gemütlich. Ich habe mir den Luxus gegönnt, endlich drei Schreibtische zu benutzen, einen zum Schreiben von Gedichten, Songtexten und Storyboards, auf dem zweiten steht mein „MusikMac“, auf dem ich komponiere und Demos zusammenbastele und dann habe ich einen Steh-Schreibtisch mit einem weiteren  iMac, der für die unzähligen Büroarbeiten benutzt wird. Aber immerhin habe ich ein Fenster und einen schönen Blick in den Garten.

HF: Für die Zaubererbrüder Live & Extended Tour hast du dem Krabat-Zyklus noch zwei neue Songs hinzugefügt, zu denen du zwar bereits Ideen hattest, die aber nicht “fertig” waren. War es schwierig wieder in die Gedankenwelt von 2008 abzutauchen um die Songs so stimmig zu den Alten zu komponieren? Was denkst du rückblickend über dieses Album? Was hat sich bei der Vorbereitung der Tour als besonders arbeitsaufwändig herausgestellt, mit dem ihr so nicht gerechnet hattet?

Asp: Das Hineinfinden fiel mir im Gegenteil ziemlich leicht. Irgendwie war es wohl an der Zeit, dass die Songs endlich zu ihrem Recht kommen und das Licht der Welt erblicken. Klar, in Verbindung mit dem Jubiläum des original-Albums waren die Gedanken und Emotionen sowieso schon in diese Richtung gelenkt. Was die Tour angeht hat sich jede Kleinigkeit viel aufwändiger herausgestellt als ursprünglich geplant. Irgendwie hat jede kleine Entscheidung einen Rattenschwanz an Herausforderungen mit sich gebracht. Aber ich denke, wenn man nun das Ergebnis auf CD nachhört, in Form des Live-Mitschnittes „Zaubererbruder Live & Extended“, dann hat sich die ganze Schufterei doch irgendwie gelohnt. Das Publikum war echt begeistert und es lag tatsächlich irgend ein Zauber in der Luft, der nun für immer auf Tonträger gebannt ist. Ich bin ziemlich stolz darauf.

HF: Das neue ASP-Album ist für Oktober angekündigt. Was kannst und willst du uns schon darüber verraten?

Asp: Wie gesagt, momentan habe ich das Gefühl, es wird ziemlich viele neue ASP-Hits haben. Aber das liegt ja nicht in meiner Hand, sondern die Zeit wird zeigen, wie die Fans das sehen.  Die Platte setzt ganz stark den auf ZUTIEFST begonnenen Weg fort: Sehr emotional, sehr Song-orientiert trotz eines roten Fadens. Viel Melodie, ohne jedoch poppige Pfade zu beschreiten.

 

HF: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast unsere Fragen zu beantworten. Wir freuen uns schon auf die kommende Tour und das neue Album!

 

Interview: Michi Winner

 

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