Wrath Of The Machines – Tales From Humanity

© Wrath Of The Machines

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Wrath Of The Machines
Album: Tales From Humanity
Genre: Hard Rock/Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Lithium Records
Veröffentlichung: 23.08.2025

Gerade einmal ein halbes Jahr ist vergangen, seit die fiktive Roboter Heavy Metal Band WRATH OF THE MACHINES ihr Debüt-Album „Blood And Oil“ präsentiert hat. Doch vor wenigen Wochen legte die Band bereits ihr Zweitwerk „Tales From Humanity“ nach. Im Gegensatz zum ersten Album, wo in fast jedem Track die Menschheit ausgelöscht wurde, geht es im zweiten Album eher um Geschichten aus der Zeit der Menschheit die die Zeit überdauert haben. Die Maschinen haben diese Geschichten als „wichtig“ eingestuft und sie in Liedform neu interpretiert.

Als ob man nostalgisch in Erinnerungen schwelgen würde startet der Longplayer relativ entspannt, denn der irgendwo zwischen Halb-Ballade und Midtempo Rocker agierende Opener „Birth, School, Work, Death“ ist nicht gerade dazu angetan, wild abzurocken, sondern ganz gesittet den Ablauf des Lebens quasi Revue passieren zu lassen. Ähnliches gilt für den Dreierpack „Echoes Of Time“, „Break Your Refelction“ und den mit über fünfzehn Minuten längsten Track „The Uprise And Downfall Of Mankind“, wobei letztgenannter im letzten Drittel zumindest ein wenig mehr Dynamik an den Tag legt.

Alle vorgenannten Stücke eint, dass sie mit großartigen Melodien und zahlreichen netten Details ausgestattet sind. Allerdings macht dies die Songs nicht gänzlich frei von Kritik, denn bei aller Klasse der Tracks beschleicht mich mit Ausnahme von „Break Your Reflection“ im hinteren Teil des jeweiligen Songs das Gefühl, dass die Nummern irgendwie künstlich in die Länge gezogen wurden. Hier wäre weniger womöglich mehr gewesen, denn die Songs hätten garantiert auch mit kürzerer Laufzeit funktioniert.

Dass es trotz Überlänge auch anders geht, beweist der packende Melodic Rocker „DTM – Teacher From Hell“, der ungeachtet seiner achteinhalbminütigen Spieldauer zu keiner Zeit den Eindruck vermittelt, man hätte sich die eine oder andere Wendung sparen können. Als weiters Highlight würde ich das finale „Virus“ nennen wollen, denn die Nummer schreit förmlich nach der Repeat Taste.

Klanglich ein wenig aus dem Rahmen fallen „DEGENERATION“ und „Grind Them Down“. Das teils recht energische „DEGENERATION“, welches sich mit dem übermäßigen Smartphone-Konsum der Menschen befasst, lässt rifftechnisch hier und das ein paar Metallica Referenzen fallen, der leicht spacige Mittelteil hingegen könnte genauso gut von einem Waltari Stück stammen. Zudem werden hier ebenso einige harsche Vocals eingestreut wie beim teils verschleppten, sehr modern klingenden „Grind Them Down“.

„Tales From Humanity“ ist in seiner Gesamtheit kein Album für den schnellen Nebenbei-Konsum, sondern benötigt Zeit sein Potential zu entfalten. Wer sich darauf einlässt, erhält ein ebenso abwechslungsreiches wie packendes Modern Hard Rock/Metal Album.

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Birth, School, Work, Death
  2. DEGENERATION
  3. Heavy Baroque 2.0
  4. Echoes Of Time
  5. Break Your Old Reflection (feat. Loria)
  6. The Uprise And Downfall Of Mankind
  7. ERROR
  8. Mechanical Angel With Broken Wings
  9. DTM – Teacher From Hell
  10. Grind Them Down
  11. Virus

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